Islaam - It's Foundations & Concepts German | Islam seine Grundlagen und Konzepte
Von
Schaikh
Prof. Dr. Muhammad bin Abdullah bin Saalih As-Suheim
Professor an
der Fakultät für Erziehungswissenschaften der
König Saud Universität in Riyadh
Agentur für Druck und
wissenschaftliche Forschung
Ministerium für islamische Angelegenheiten, Stiftung, Mission und religiöse Anleitung
Inhalt:
Thema | |
VORWORT DES VERFASSERS | |
WO IST DER WEG? | |
ALS BEWEISE FÜR DIE EXISTENZ ALLAHS HABEN WIR: ERSTENS: DIE SCHÖPFUNG DIESES UNIVERSUMS UND SEINE WUNDERVOLLE GESTALTUNG | |
ZWEITENS: DIE NATUR | |
DRITTENS: KONSENS ALLER VÖLKER | |
VIERTENS: DIE VERNUNFT | |
SCHÖPFUNG DES UNIVERSUMS | |
DIE GRÜNDE DAFÜR | |
ERSCHAFFUNG UND EHRUNG DES MENSCHEN | |
DIE STELLUNG VON FRAUEN: | |
WAS IST DIE WEISHEIT UND DER SINN IN DER SCHÖPFUNG DES MENSCHEN? | |
BEDÜRFNIS DES MENSCHEN AN RELIGION | |
WAS IST ALSO DIESE KRAFT? | |
ALLGEMEINE KRITERIEN DER WAHREN RELIGION | |
ARTEN DER RELIGIONEN | |
AUSGANGSLAGE DER EXISTIERENDEN RELIGIONEN | |
DAS WESEN DES PROPHETENTUMS | |
DIE ZEICHEN DES PROPHETENTUMS | |
BEDARF DER MENSCHEN AN GESANDTEN | |
DIE LETZTE WIEDERKEHR | |
GRUNDLAGEN DER BOTSCHAFT DER GESANDTEN | |
DIE BLEIBENDE BOTSCHAFT | |
DAS ERSTE ZEUGNIS WAR DAS VON HERAKLIUS | |
DAS ZWEITE ZEUGNIS | |
DAS SIEGEL DES PROPHETENTUMS | |
DIE BEDEUTUNG DER WORTES: ISLAM | |
DEFINITION VON ISLAM | |
DIE REALITÄT DES ISLAM | |
REALITÄT DES UNGLAUBENS | |
QUELLEN DES ISLAM | |
A. DER GLORREICHE QUR´AN | |
B. DIE SUNNA DES PROPHETEN | |
DIE ERSTE STUFE: DER ISLAM DIE FÜNF SÄULEN DES ISLAM DIE ERSTE SÄULE: DAS GLAUBENSBEKENNTNISS | |
DIE ZWEITE SÄULE: GEBET | |
DIE DRITTE SÄULE: ZAKAT | |
DIE VIERTE SÄULE: FASTEN | |
DIE FÜNFTE SÄULE: HAJJ | |
ANBETUNG IM ISLAM | |
DIE ZWEITE STUFE: IMAN | |
ERSTENS: DER GLAUBE AN ALLAH | |
ZWEITENS: DER GLAUBE AN DIE ENGEL | |
DER NUTZEN DES GLAUBENS AN DIE ENGEL | |
DRITTENS: DER GLAUBE AN DIE BÜCHER | |
VIERTENS: DER GLAUBE AN DIE GESANDTEN | |
FÜNFTENS: DER GLAUBE AN DEN LETZTEN TAG | |
SECHSTENS: DER GLAUBE AN DIE VORHERBESTIMMUNG | |
DIE DRITTE STUFE: IHSAN | |
ETWAS VON DER SCHÖNHEIT DES ISLAM | |
DAS ENDE DESSEN, DER NICHT AM ISLAM FESTHÄLT | |
DAS ENDE |
Vorwort des Verfassers:
Alles Lob und
aller Preis gebührt Allah. Wir loben und
preisen Ihn, bitten Ihn um Hilfe und Vergebung. Wir suchen
Zuflucht bei Ihm vor dem Schlechten unserer Seelen und vor unseren schlechten
Taten. Keiner kann den irreführen, den
Allah rechtleitet, und keiner kann den rechtleiten, den Allah irre gehen lässt.
Ich bezeuge,
dass es keine Gottheit gibt, die zu Recht angebetet wird, außer Allah. Er hat keinen Partner. Ich bezeuge auch, dass Muhammad Sein Diener
und Gesandter ist.
Allah hat der
Menschheit Gesandte geschickt, damit die Menschen hiernach keine Ausrede vor
Ihm haben. Er hat auch aus Gnade Bücher
zur Rechtleitung, als Licht und zur Heilung offenbart.
Die früheren
Propheten waren zu ihren Völkern mit dem Auftrag, ihr Buch zu verbreiten,
gesandt worden. Doch ihre Schriften
gerieten in Vergessenheit und ihre Gesetze wurden verändert, denn sie waren für
ein bestimmtes Volk und für eine begrenzte Zeit bestimmt gewesen.
Schließlich
erwählte Allah den Propheten Muhammad und macht ihn zum letzten Gesandten und
Propheten. Er sagt (im Qur´an, was der
Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Muhammad ist nicht der Vater irgendjemandes von euren
Männern, sondern Allahs Gesandter und das Siegel der Propheten.“[1]
Allah ehrte ihn
mit dem besten Offenbarungsbuch, dem Qur´an; Er Selbst versprach, ihn zu
schützen und übertrug die Pflicht, ihn zu bewahren, keinem Seiner
Geschöpfe. Er sagt (im Qur´an, was der
Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Gewiss, Wir sind es, die Wir die Ermahnung herabgesandt
haben, und Wir werden wahrlich ihr Hüter sein.“[2]
Das Gesetz
Muhammads wird bis zum Tag der Wiedererweckung gültig bleiben. Er erklärte, dass der Fortbestand seines
Gesetzes erfordert, daran zu glauben, dazu aufzurufen und geduldig zu sein. Daher war der Weg des Propheten und seiner
Anhänger, mit Wissen und Überzeugung zum Weg Allahs aufzurufen. Um diese Vorgehensweise zu verdeutlichen,
sagt Allah (im Qur´an, was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Sag: Das ist mein Weg: Ich rufe zu Allah aufgrund von
Einblick, ich und diejenigen, die mir folgen. Preis sei Allah! Und ich gehöre
nicht zu den Götzendienern.“[3]
Allah befahl
dem Propheten, alles, was er bei der Verkündung seiner Botschaft erleiden
musste, mit Geduld zu ertragen und sagt (im Qur´an, was der Bedeutung nach so
übersetzt werden kann):
„Sei nun standhaft, wie diejenigen der Gesandten, die
Entschlossenheit besaßen, standhaft waren.“[4]
Er fordert auch
die Muslime auf, geduldig zu sein.
„O die ihr glaubt, geduldet euch, haltet standhaft aus, seid
verteidigungsbereit und fürchtet Allah, auf dass es euch wohl ergehen möge!“[5]
Im Einklang mit
diesem Göttlichen Weg schreibe ich dieses Buch, um die Menschen zur Religion
Allahs einzuladen, indem ich der Rechtleitung von Allahs Buch und der Sunna des
Prophetenfolge.
Ich habe darin
die Geschichte der Erschaffung des Universums und des Menschen erklärt und wie
er damit geehrt wurde, dass ihm Gesandte geschickt wurden, um ihm die Religion
zu erklären. Danach kommt eine
Einleitung in den Islam, über seine Bedeutung und seine Säulen. Wer also die Rechtleitung sucht, wird sie
hier finden; wer die Erlösung sucht, wird sie in der Lebensweise, die ich in
diesem Buch beschrieben habe, finden; wer sich wünscht, den Spuren der
Propheten, der Gesandten und der Rechtschaffenen zu folgen, findet hierin ihren
Weg; während diejenigen, die sich abwenden, nur sich selbst betrügen und den
Weg der Irregegangenen einschlagen.
Es ist eine
Tatsache, dass die Anhänger einer jeden Religion andere zu ihr rufen und
glauben, dass die Wahrheit nur in ihrer Religion zu finden ist. Es ist ebenfalls eine Tatsache, dass die
Anhänger eines jeden Glaubens, andere dazu aufrufen, ihrem Führer zu folgen und
ihn preisen. Was den Muslim angeht, so
ruft dieser die Menschen nicht dazu auf, seiner Ideologie zu folgen, da er
keiner persönlichen Ideologie folgt.
Seine Religion ist die Religion Allahs, die Ihn (Gott) zufrieden
macht. Allah sagt (im Qur´an, was der
Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Gewiss, die
Religion ist bei Allah der Islam.“[6]
Er fordert die
Menschen auch nicht auf, ein menschliches Wesen anzubeten, denn alle Menschen
sind in Allahs Religion gleich; nichts unterscheidet sie außer ihre
Frömmigkeit. Ein Muslim fordert die
Menschen auf, dem Weg ihres Herrn zu folgen, an Seine Gesandten zu glauben und
Seinem Gesetz zu folgen, das Er Muhammad, dem letzten Seiner Gesandten
offenbart hat und dem Er befohlen hat, es der ganzen Menschheit zu übermitteln.
Aus diesem
Grund schrieb ich dieses Buch, um die Menschen zur Religion Allahs zu rufen,
mit der Er zufrieden ist und mit der Er Seinen letzten Gesandten geschickt hat,
um diejenigen rechtzuleiten, die auf der Suche nach Rechtleitung und Freude
sind. Bei Allah! Kein menschliches Wesen kann wahre Freude
haben, außer durch diese Religion und keiner kann seinen inneren Frieden
finden, außer durch den Glauben an Allah als den einzigen Herrn (Der zu Recht
angebetet wird)und den Glauben daran, dass Muhammad Sein Gesandter und der
Islam die einzige Religion ist, die Allah annehmen wird.
Tausende von
denen, die den Islam angenommen haben, haben bezeugt, dass sie nicht das wahre
Leben kennengelernt hatten, bevor sie den Islam annahmen, und dass sie niemals
Freude erfahren haben außer im Islam.
Da es eine
Tatsache ist, dass jeder Mensch nach Freude, innerem Frieden und Wahrheit
sucht, bereite ich dieses Werk vor, um ihnen zu helfen, dieses Ziel zu
erreichen. Ich bete, dass Allah dieses
Werk von mir annimmt und es zu den rechtschaffenen Taten zählen wird, die
denen, die sie ausführen, in dieser Welt und in der folgenden Nutzen
bringen.
Ich gestatte
demjenigen, der möchte, dieses Buch in jede Sprache zu übersetzen und zu
verbreiten, mit der Bedingung, dass diese Person bei der Übersetzung ehrlich
ist und mir den Gefallen tut, mir eine Kopie davon zu schicken, um unnötige
Anstrengungen zu vermeiden.
Ich bitte
jeden, der irgendwelche Beobachtungen oder Verbesserungsvorschläge sowohl für
den arabischen Text dieses Buches, als auch für seine Übersetzungen zu machen
hat, mir diese durch die unten genannte Adresse zukommen zu lassen.
Gepriesen sei
Allah zuerst und zuletzt, äußerlich und innerlich. Alles Lob und Preis gebührt Ihm öffentlich
und im Verborgenen. Alles Lob und Preis
gebührt Ihm am Anfang und am Ende. Alles
Lob und Preis gebührt Ihm, soviel wie Himmel und Erde damit gefüllt werden können und was immer
noch unser Herr wünschen mag. Möge Allah
unserem Propheten Muhammad, seinen Gefährten und allen denen, die seinem Weg
bis zum Tag der Wiedererweckung folgen, Frieden und großen Segen gewähren.
Der Autor,
Dr. Muhammad bin Abdullah bin Saalih As-Suheim
Islaam - It's Foundations & Concepts German Language | Islam seine Grundlagen und Konzepte
Wo ist der Weg?
Wenn
der Mensch älter wird und beginnt, Dinge
zu verstehen, gehen ihm viele Fragen durch den Kopf, wie: Woher komme ich? Wie wird mein Ende sein? Wer erschuf mich und das Universum um mich
herum? Wem gehört das Universum und wer
kontrolliert es? Und noch andere Fragen
dieser Art.
Aber
er ist nicht in der Lage, sich die Antworten auf diese Fragen zu geben. Selbst die moderne Wissenschaft kann die
Antworten darauf nicht liefern, denn diese Themen fallen in den religiösen
Bereich. Aus diesem Grund gibt es
zahlreiche Erzählungen und verschiedene Aberglauben und Märchen darüber, die
die Verwirrung und Unruhe des Menschen nur noch vermehren. Es ist dem Menschen nicht möglich, eine
befriedigende Antwort auf diese Fragen zu erhalten, wenn er nicht von Allah zur
wahren Religion geleitet wird, welche die endgültige Erklärung für diese und
andere Themen liefert; denn diese Dinge gehören zu den göttlichen Geheimnissen
der Verborgenheit, auf die nur die wahre Religion richtige und korrekte
Antworten geben kann. Und das ist die Religion, die Allah Seinen Propheten und
Gesandten offenbart hat. Es ist dem
Menschen dann auferlegt, die wahre Religion zu lernen und daran zu glauben,
damit seine Verwirrung und sein Zweifel beseitigt werden und damit er auf den
rechten Weg geleitet wird.
Auf
den folgenden Seiten lade ich dich ein, dem Geraden Weg Allahs zu folgen, und
ich präsentiere dir einige Beweise, über die du sorgfältig und geduldig
nachdenken solltest.
Viele Menschen
beten von Menschen gemachte Gottheiten an, wie Bäume, Steine und sogar
Menschen; dies ist der Grund, aus dem die Juden und die Götzendiener den Gesandten
Allahs über die Eigenschaften seines Herrn befragten. Als Antwort auf diese Frage offenbarte Allah
(im Qur´an, was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Sag: Er ist Allah, ein Einziger, (1) Allah, der Überlegene.
(2) Er hat nicht gezeugt und ist nicht gezeugt worden, (3) und niemand ist Ihm
jemals gleich.“[7]
Und Er sagt
auch (im Qur´an, was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Gewiss, euer Herr ist Allah, Der die Himmel und die Erde in
sechs Tagen erschuf und Sich hierauf über den Thron erhob. Er lässt die Nacht
den Tag überdecken, wobei sie ihn eilig einzuholen sucht. Und (Er schuf auch)
die Sonne, den Mond und die Sterne, durch Seinen Befehl dienstbar gemacht.
Sicherlich, Sein ist die Schöpfung und der Befehl. Segensreich ist Allah, der
Herr der Weltenbewohner.“[8]
Und Er sagt
auch (im Qur´an, was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Allah ist es, Der die Himmel ohne Stützen, die ihr sehen
könnt, emporgehoben und Sich hierauf über den Thron erhoben hat. Er hat die Sonne
und den Mond dienstbar gemacht - jedes läuft auf eine festgesetzte Frist zu. Er
regelt die Angelegenheit, er legt die Zeichen ausführlich dar, auf dass ihr von
der Begegnung mit eurem Herrn überzeugt seiet. (2) Und Er ist es, Der die Erde
gedehnt und auf ihr festgegründete Berge und Flüsse gemacht hat. Und von allen
Früchten hat Er auf ihr zwei, ein Paar, gemacht. Er lässt die Nacht den Tag
überdecken. Darin sind wahrlich Zeichen für Leute, die nachdenken.“ Bis Er sagt: „Allah
weiß, womit jedes weibliche Wesen schwanger ist und wie der Mutterleib abnimmt
und wie er zunimmt. Und alles hat bei Ihm ein Maß. (8) (Er ist) der Kenner des
Verborgenen und des Offenbaren, der Große und hoch Erhabene.“[9]
Allah sagt auch
(im Qur´an, was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Sag: Wer ist der Herr der Himmel und der Erde? Sag: Allah.
Sag: Nehmt ihr euch denn außer Ihm Schutzherren, die sich selbst weder Nutzen
noch Schaden zu bringen vermögen? Sag: Sind (etwa) der Blinde und der Sehende
gleich? Oder sind (etwa) die Finsternisse und das Licht gleich? Oder haben sie
Allah (solche) Teilhaber gegeben, die eine Schöpfung wie die Seinige schufen,
so dass ihnen die Schöpfung ähnlich erscheint? Sag: Allah ist der Schöpfer von
allem, und Er ist der Eine, der Allbezwinger.“[10]
Der Menschheit
Seine Zeichen als Beweise liefernd, sagt Er (im Qur´an, was der Bedeutung nach
so übersetzt werden kann):
„Und zu Seinen Zeichen gehören die Nacht und der Tag, die
Sonne und der Mond. Werft euch weder vor der Sonne noch vor dem Mond nieder,
sondern werft euch vor Allah nieder, Der sie erschaffen hat, wenn ihr
(tatsächlich) Ihm allein dient. (37) Wenn sie sich jedoch hochmütig weigern ...
(, dann lasse sie,) - diejenigen, die bei deinem Herrn sind, preisen Ihn doch
bei Nacht und Tag, ohne Überdruß zu empfinden. Zu Seinen Zeichen gehört es,
dass du die Erde demütig siehst. Wenn Wir aber Wasser auf sie herabkommen
lassen, regt sie sich und schwillt. Gewiss, Derjenige, Der sie wieder belebt,
wird (auch) die Toten wieder lebendig machen, denn Gewiss, Er hat zu allem die
Macht.“[11]
Allah sagt auch
(im Qur´an, was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Und zu Seinen Zeichen gehört die
Erschaffung der Himmel und der Erde und (auch) die Verschiedenheit eurer
Sprachen und Farben. Darin sind wahrlich Zei chen für die Wissenden. (22) Und
zu Seinen Zeichen gehört euer Schlaf bei Nacht und Tag und auch euer Trachten
nach etwas von Seiner Huld. Darin sind wahrlich Zeichen für Leute, die hören.“[12]
Als
Er Sich Selbst mit Seiner Schönheit und Vollkommenheit beschreibt, sagt Er (im
Qur´an, was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Allah - es gibt keinen Gott außer Ihm,
dem Lebendigen und Beständigen. Ihn überkommt weder Schlummer noch Schlaf. Ihm
gehört (alles), was in den Himmeln und was auf der Erde ist. Wer ist es denn,
der bei Ihm Fürsprache einlegen könnte - außer mit Seiner Erlaubnis? Er weiß,
was vor ihnen und was hinter ihnen liegt, sie aber umfassen nichts von Seinem
Wissen - außer, was Er will. Sein Thronschemel umfaßt die Himmel und die Erde,
und ihre Behütung beschwert Ihn nicht. Er ist der Erhabene und Allgewaltige.“[13]
Er
sagt auch (im Qur´an, was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„dem Vergebenden der Sünde und dem
Anehmenden der Reue, dem Strengen in der Bestrafung und Dem, Der voller
Wohltätigkeit ist. Es gibt keinen Gott außer Ihm. Zu Ihm ist der Ausgang.“[14]
Er
– gelobt und gepriesen sei Er - sagt auch (im Qur´an, was der Bedeutung nach so
übersetzt werden kann):
„Er ist Allah, außer dem es keinen Gott gibt, der König, der
Heilige, der Friede', der Gewährer der Sicherheit, der Wächter, der
Allmächtige, der Gewalthaber, der Stolze. Preis sei Allah! (Und Erhaben ist Er)
über das, was sie (Ihm) beigesellen.“[15]
Dieser Weise
und Allmächtige Herr, Der Sich Selbst seinen Dienern gegenüber zu erkennen
gegeben hat und ihnen Seine Zeichen und Beweise verdeutlichte und Sich Selbst
mit den Eigenschaften der Vollkommenheit beschrieben hat, schenkte prophetische
Bestimmungen, menschliche Weisheit und Kennzeichen, die Seine Existenz und Seine
Herrschaft bezeugen und dass Er der Einzige ist, Der zu Recht angebetet
wird. Ich werde dir dies auf den
folgenden Seiten zeigen– wenn Gott will.
Als Beweise für die Existenz Allahs haben wir:
ERSTENS: DIE SCHÖPFUNG DIESES UNIVERSUMS UND SEINE WUNDERVOLLE
GESTALTUNG
O ihr
Menschen! Dieses ganze Universum, das
euch umgibt, die Himmel, die Sterne, die Galaxien und die Erde, die
ausgebreitet ist, auf der es benachbarte Landschaften gibt, in denen
unterschiedliche Pflanzen wachsen, die alle möglichen Früchte tragen und in
denen du alle Geschöpfe in Paaren vorfindest… dieses Universum hat sich nicht
selbst erschaffen und könnte sich auch nie selbst erschaffen. Es muss also einen Schöpfer haben. Wer ist also dieser Schöpfer, Der diese
wundervollen Dinge in dieser Perfektion erschaffen und sie zu einem Zeichen für
diejenigen, die sie sehen, gemacht hat?
So unterwerft euch Allah, dem Einen, dem Unterwerfer, es gibt keinen
Herrn und keine Gottheit, die zu Recht angebetet wird, außer Ihm.
Er sagt auch (im
Qur´an, was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Oder sind sie etwa aus dem Nichts erschaffen worden, oder
sind sie (gar) selbst die Schöpfer? (35) Oder haben sie (etwa) die Himmel und
die Erde erschaffen? Nein! Vielmehr sind sie nicht überzeugt.“[16]
Diese beiden
Verse werfen drei Fragen auf:
1. Sind
sie aus dem Nichts erschaffen?
2. Haben
sie sich selbst erschaffen?
3. Haben
sie die Himmel und die Erde erschaffen?
Wenn
ihre Erschaffung nicht zufällig gewesen ist und sie sich nicht selbst oder die
Himmel und die Erde erschaffen haben, dann sollte bestätigt sein, dass es einen
Schöpfer gibt, Der sie genauso wie die Himmel und die Erde erschaffen hat. Dieser Schöpfer ist Allah, der Eine, der
Unterwerfer.
ZWEITENS: DIE
NATUR
Alle
Geschöpfe besitzen die natürliche Veranlagung, an die Existenz des Schöpfers zu
glauben; zu bestätigen, dass Er größer und mächtiger als alles andere ist. Diese Veranlagung ist in den Eigenschaften
verwurzelter als elementare Mathematik und braucht nicht durch irgendwelche
Beweise unterstützt werden, außer für jemanden, der keine normale Natur hat
sondern eine Natur, die Umständen ausgesetzt war, die ihn seiner natürlichen
Veranlagung beraubt haben.[17]
Allah
sagt (im Qur´an, was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„So richte dein Gesicht aufrichtig zur
Religion hin als Anhänger des rechten Glaubens, - (gemäß) der natürlichen
Anlage Allahs, in der Er die Menschen er schaffen hat. Keine Abänderung gibt es
für die Schöpfung Allahs. Das ist die richtige Religion.“[18]
Der Gesandte
Allahs sagte: „Jedes Kind wird mit der natürlichen Veranlagung des islamischen
Monotheismus geboren und seine Eltern sind es, die aus ihm einen Juden,
Christen oder Götzendiener (diejenigen, die das Feuer oder irgendwelche anderen
Naturphänomene anbeten) machen, genau wie die Tiere ihre Kleinen im Ganzen
gebären, an ihnen findest du keine Verstümmelung.“ Dann sagte Abu Hurairah (der diesen Hadith
überliefert hat): „Lies wenn du willst, (Allahs Worte):
„So richte dein Gesicht aufrichtig zur Religion hin als
Anhänger des rechten Glaubens, - (gemäß) der natürlichen Anlage Allahs, in der
Er die Menschen er schaffen hat. Keine Abänderung gibt es für die Schöpfung
Allahs. Das ist die richtige Religion.“[19]
Er
sagte ebenfalls: “Wahrlich, mein Herr befahl mir, euch zu lehren, was ihr nicht
wisst, von dem, was Er mich heute gelehrt hat: ´Alles Geld, das Ich einem
Diener gewähre, ist (ihm) erlaubt. Ich
habe meine Diener mit der natürlichen Veranlagung des islamischen Monotheismus
erschaffen und es waren die Teufel, die zu ihnen gekommen sind, sie von der
Religion abgewandt haben, ihnen für verboten erklärt haben, was Ich ihnen
erlaubt hatte und ihnen geboten haben, Mir Partner in der Anbetung zur Seite zu
stellen, wozu Ich ihnen keinen Beweis gesandt hatte.“[20]
DRITTENS:
KONSENS ALLER VÖLKER:
Alle
vergangenen und modernen Völker stimmen darin überein, dass dieses Universum
einen Schöpfer hat, und dieser ist Allah, der Herr der ganzen Welt, Er ist der
Schöpfer der Himmel und der Erde und Er hat keinen Partner unter Seinen
Geschöpfen, wie Er auch keinen Partner in Seiner Souveränität hat. Kein Glaube von den vergangenen Völkern
berichtete jemals, dass ihre falschen Gottheiten an Allahs Schöpfung der Himmel
und der Erde teilgehabt hätten. Sie
glaubten alle, dass es Allah gewesen ist, Der sie und ihre Gottheiten
erschaffen hat, dass es keinen Schöpfer oder Erhalter neben Ihm gibt und dass
Er allein die Macht besitzt, zu nutzen oder zu schaden.[21]
Allah
informiert uns in folgenden Versen (die der Bedeutung nach folgendermaßen
übersetzt werden können) darüber, dass die Götzendiener bestätigen, dass Er der
Herr und der Erhalter ist:
„Und wenn du sie fragst, wer die Himmel
und die Erde erschaffen und die Sonne und den Mond dienstbar gemacht hat, sagen
sie ganz Gewiss: "Allah." Wie lassen sie sich also abwendig machen?
(61) Allah gewährt die Versorgung großzügig, wem von Seinen Dienern Er will,
und bemißt ihm auch. Gewiss, Allah weiß über alles Bescheid. (62) Und wenn du
sie fragst, wer vom Himmel Wasser herabkommen lässt und dann damit die Erde
nach ihrem Tod wieder lebendig macht, sagen sie ganz Gewiss: "Allah."
Sag: (Alles) Lob gehört Allah! Aber nein! Die meisten von ihnen be greifen
nicht.“[22]
“Und wenn du sie fragst, wer die Himmel und die Erde
erschaffen hat, sagen sie ganz Gewiss: Erschaffen hat sie der Allmächtige und
Allwissende.´”[23]
VIERTENS: DIE
VERNUNFT:
Die
menschliche Vernunft bestätigt unvermeidlich, dass dieses Universum einen
großartigen Schöpfer hat; denn die Vernunft stimmt darin überein, dass dieses
Universum eine Schöpfung ist, die sich nicht selbst hervorgebracht haben kann,
daher muss es einen Schöpfer haben. Der
Mensch weiß auch, dass er Schwierigkeiten und Leid erfährt und wenn er nicht in
der Lage ist, sie abzuwenden oder zu beseitigen, dann blickt er zum Himmel und
bittet seinen Herrn aus vollem Herzen um Hilfe, um die Schwierigkeiten zu beseitigen,
auch wenn er seinen Herrn sonst leugnet und normalerweise Götzen dient. Dies ist eine Tatsache, an der es nichts zu
diskutieren gibt. Selbst die Tieren
heben ihre Köpfe und blicken zum Himmel, wenn sie leiden. Allah, der Allmächtige, teilt uns mit, dass
der Mensch sich, wann immer er Leid erfährt, sich seinem Herrn zuwendet und Ihn
bittet, es von ihm zu nehmen.
Allah sagt (im
Qur´an, was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Und wenn den Menschen Unheil widerfahrt, rufen sie ihren
Herrn an, indem sie sich Ihm reuig zuwenden. Wenn Er sie hierauf Barmherzigkeit
von Sich kosten lässt, gesellt sogleich eine Gruppe von ihnen ihrem Herrn
(andere) bei.“[24]
Er sagt
ebenfalls über die Götzendiener (im Qur´an, was der Bedeutung nach so übersetzt
werden kann):
„Er ist es, Der euch auf dem Festland und dem Meer reisen
lässt. Wenn ihr dann auf den Schiffen seid und diese mit ihnen bei einem guten
Wind dahinfahren und sie froh darüber sind, ein stürmischer Wind darüber kommt,
die Wogen von überall über sie kommen, und sie meinen, dass sie rings umgeben
werden, (dann) rufen sie Allah an, (wobei sie) Ihm gegenüber aufrichtig in der
Religion (sind): "Wenn Du uns nur hieraus rettest, werden wir ganz Gewiss
zu den Dankbaren gehören!" (22) Aber wenn Er sie gerettet hat, fangen sie
sogleich an, ohne Recht auf der Erde gewalttätig zu handeln. O ihr Menschen,
eure Gewalttätigkeit richtet sich doch nur gegen euch selbst. (Es ist doch nur)
der Genuß des diesseitigen Lebens. Hierauf wird eure Rückkehr zu Uns sein, und
Wir werden euch kundtun, was ihr zu tun pflegtet.”[25]
Allah sagt (im
Qur´an, was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
“Und wenn Wogen wie Schattendächer sie überdecken, rufen sie
Allah an, (wobei sie) Ihm gegenüber aufrichtig in der Religion (sind). Wenn Er
sie nun ans Land errettet, zeigen einige von ihnen ein gemäßigtes Verhalten.
Und Unsere Zeichen verleugnet nur jeder sehr Treulose und sehr Undankbare.”[26]
Dieser Herr,
der dieses Universum zur Existenz brachte, erschuf den Menschen in der besten
Gestalt, gab ihm die natürliche Veranlagung der Ergebenheit und Demut Ihm
gegenüber, hat den menschlichen Verstand Seiner Herrschaft unterworfen und
Seinem einzigartigem Recht, angebetet zu werden. Allah ist es, Dessen Vormundschaft alle
Völker einstimmig bestätigen… wie dass
Er unausweichlich Einer in Seiner Herrschaft und Seinem Recht auf Anbetung sein
sollte. So, wie Er keinen Partner dabei
hatte, Seine Geschöpfe zu erschaffen, sollte Er auch keinen Partner in Seinem
Recht auf Anbetung haben. Hierfür gibt
es zahlreiche Beweise (mehr von diesen Beweisen in Kitaabut-Tawhied von
Muhammad Ibn Abdul Wahhaab), einige davon sind folgende:
1.
Es gibt in diesem Universum nur einen
Gott, Der der Schöpfer und der Erhalter von allem ist. Nichts bringt Schaden oder Nutzen außer
Ihm. Hätte es noch irgendeinen anderen
Gott außer Ihm gegeben, dann hätte jeder Gott sein eigenes Werk, seine eigene
Schöpfung und seinen Befehl gehabt und keiner von beiden hätte dem anderen
gestattet, an der Erschaffung mit ihm teilzuhaben. Daher muss einer von ihnen den anderen
überwältigt und unterworfen haben. In
diesem Fall wäre der Unterworfene kein Gott und der Unterwerfer müsste der
wahre Gott sein, mit dem keiner das Recht auf Anbetung teilt, genau wie niemand
Seine Schutzherrschaft und Herrschaft mit Ihm teilt.
Allah
sagt (im Qur´an, was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
“Allah hat Sich keine Kinder genommen, und
keinen Gott gibt es neben Ihm, sonst würde fürwahr jeder Gott das wegnehmen,
was er erschaffen hat, und die einen von ihnen würden sich den anderen
gegenüber wahrlich überheblich zeigen. Preis sei Allah, (und Erhaben ist Er)
über das, was sie (Ihm) zuschreiben.”[27]
2. Keinem
gebührt es, angebetet zu werden, außer Allah, Der die Himmel und die Erde
geschaffen hat: denn der Mensch möchte die Gunst seines Herrn erreichen, Der
ihm Nutzen bringt und Schaden, Böses und Leid von ihm abwendet. Und keiner
außer dem Einen, der die Himmel und die Erde besitzt, ist in der Lage, all dies
zu tun. Lass diejenigen, die auf der
Suche nach der Wahrheit sind, folgendes lesen (im Qur´an, was der Bedeutung
nach so übersetzt werden kann):
“Sag: Ruft
diejenigen an, die ihr anstatt Allahs angebt. Sie verfügen nicht (einmal) über
das Gewicht eines Stäubchens weder in den Himmeln noch auf der Erde. Und sie
haben an ihnen beiden keinen Anteil, noch nahm Er sich unter ihnen jemanden,
der Ihm Beistand leisten sollte. (22) Auch nützt bei Ihm die Fürsprache nicht -
außer, wem Er es erlaubt.”[28]
Diese Verse und andere zerbrechen die
Beziehung des Herzens zu anderen Dingen als Allah durch vier Faktoren:
Erstens: Dass die, welche von den Götzendienern angebetet werden, nicht einmal
das Gewicht eines Atoms an Allahs Besitz teilhaben, und wer nicht einmal ein
Atom besitzt, kann weder nutzen noch schaden und daher sind sie es nicht wert,
angebetet zu werden oder an der Anbetung Allahs teilzuhaben. Allah allein ist
es, Der sie besitzt und kontrolliert.
Zweitens: Dass sie nichts von den Himmeln und der Erde ihr Eigen nennen, und sie
haben nicht einmal einen Anteil von einem Atom an ihnen.
Drittens: Allah hat unter Seinen Geschöpfen keinen Helfer. Er ist Derjenige, Der ihnen mit dem hilft,
was ihnen nutzt und von ihnen abwendet, was ihnen schadet. Denn Er bedarf ihrer überhaupt nicht, aber
sie sind Seiner absolut bedürftig.
Viertens: Dass diese sogenannten Teilhaber nicht in der Lage sind, bei Allah
zugunsten ihrer Anhänger Fürsprache zu halten und ihnen wird nicht einmal die
Erlaubnis gegeben werden, dies zu tun.
Allah wird keinem erlauben, Fürsprache zu halten, außer Seinen Freunden
und Seine Freunde können auch nur für diejenigen sprechen, mit deren Aussagen,
Taten und Glauben Allah zufrieden ist.[29]
3. Die
systematische Einrichtung und die präzise Ausführung der Angelegenheiten dieses
Universums ist das stärkste Anzeichen dafür, dass sein Kontrolleur ein Herr,
ein (König) ist, neben Dem es keinen anderen Schöpfer gibt. Genau wie es für dieses Universum unmöglich
ist, zwei Schöpfer zu haben, ist es auch unmöglich, dass es zwei Herrn haben
könnte. Allah sagt (im Qur´an, was der
Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Wenn
es in ihnen beiden andere Götter als Allah gäbe, gerieten sie (beide) wahrlich
ins Verderben. Preis sei Allah, dem Herrn des Thrones! (Erhaben ist Er) über
das, was sie (Ihm) zuschreiben.“[30]
Würden wir annehmen, dass es in den Himmeln
und auf der Erde einen anderen Gott neben Allah geben würde, wären sie beide
zugrunde gegangen. Denn, hätte es einen
anderen Gott neben Allah gegeben, hätten beide autokratisch sein müssen und das
Recht besessen, frei zu verfügen. Das
hätte dann zu Konflikten und Kampf geführt, und schließlich zur Zerstörung des
Himmels und der Erde. Es ist für einen
Körper nicht möglich, zwei kontrollierende Seelen zu haben; wenn dies geschehe,
würde der Körper zerstört – wie hat man sich dann die Auswirkungen auf dieses
Universum vorzustellen, das viel größer ist, wenn es zwei Herren haben
sollte?
4. Die
Propheten und Gesandten stimmten überein: Alle Völker stimmen darin überein,
dass die Propheten und Gesandten die weisesten, intelligentesten, sittsamsten,
aufrichtigsten und wissendsten Menschen darüber waren, was Allah will und die,
die von allen Menschen am rechtgeleitetsten waren, denn sie erhielten die
Offenbarung von Allah und übermittelten sie den Menschen. Und alle Propheten und Gesandten – von Adam
bis zum letzten Propheten Muhammad, Friede sei mit ihnen allen – haben ihre
Völker dazu aufgerufen, an Allah zu glauben und sich davon fernzuhalten,
irgendetwas anderes neben Ihm anzubeten und dass Er der einzige, wahre Herr
ist. Allah sagt (im Qur´an, was der
Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
“Und
Wir haben vor dir keinen Gesandten gesandt, dem Wir nicht (die Weisung)
eingegeben hätten: "Es gibt keinen Gott außer Mir, so dient Mir!“[31]
Er
sagte ebenfalls über Nuh – Friede sei mit ihm – dass er seinem Volk mitteilte
(im Qur´an, was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Ihr sollt keinem außer Allah dienen.
Gewiss, ich fürchte für euch die Strafe eines schmerzhaften Tages.“[32]
Er – gepriesen
sei Er – sagte auch über den letzten aller Gesandten, Muhammad (im Qur´an, was
der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Sag: Mir wird (als Offenbarung) nur
eingegeben, dass euer Gott nur ein einziger Gott ist. Werdet ihr nun (Allah)
ergeben sein?“[33]
Dieser Gott ist
der Eine, der dieses Universum auf wunderbare Weise aus dem Nichts erschaffen
hat; Er schuf den Menschen in der besten Gestalt und gab ihm die natürliche
Veranlagung, Seine Herrschaft und Sein exklusives Recht auf Anbetung
anzuerkennen. Er lässt ihn Seelenfrieden
durch die Ergebung in Seinen Willen und das Folgen Seines Weges erreichen, und
Er hat seiner Seele auferlegt, erst Ruhe zu finden, wenn er sich Seinem
Schöpfer unterwirft und in ständigem Kontakt mit Ihm steht. Er macht es unmöglich, auf andere Art und
Weise mit Ihm in Kontakt zu treten, als durch Seinen Geraden Weg, den die
ehrenhaften Propheten überliefert haben.
Er gab dem Menschen Intelligenz, die nur richtig und entsprechend
funktioniert, wenn man an Allah, gepriesen sei Er, glaubt. Wenn man einen aufrichtigen Charakter hat,
eine friedliche Seele und ein gläubiges Herz, erreicht man Freude, Sicherheit
und Frieden in dieser Welt und im Jenseits.
Aber wenn der Mensch all das ablehnt, wird er in dieser Welt ungeordnet
leben, hin-und-her gerissen zwischen ihren Göttern, nicht wissend, wer ihm
nutzen oder wer Schaden von ihm abwenden kann. Damit wahrer Glaube im Herzen
Einzug hält und die Hässlichkeit des Unglaubens erkennbar wird, erwähnt Allah
eine Parabel - denn Parabeln erleichtern
das Verständnis der Bedeutung. Er
erwähnt eine Parabel von einem Mann, dessen Angelegenheiten zwischen
verschiedenen Göttern aufgeteilt sind, und einem anderen Mann,der seinen Herrn
allein anbetet. Er, gepriesen sei Er,
sagt (im Qur´an, was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Allah prägt als Gleichnis dasjenige von einem Mann, in dem
sich (mehrere) Herren (als Eigentümer) teilen, die sich miteinander nicht
vertragen, und einem Mann, der nur einem Herrn gehört. Sind die beiden im
Gleichnis etwa gleich? (Alles) Lob gehört Allah! Aber die meisten von ihnen
wissen nicht.“[34]
Allah
vergleicht den Diener, der mehrere Götter anbetet, mit einem, der mehreren
Leuten gehört, die über ihn verfügen. Er
ist unter ihnen geteilt und jeder von ihnen bestimmt über ihn und gibt ihm
Aufgaben. Er ist verwirrt und immer
instabil. Er ist nicht in der Lage, ihre
unterschiedlichen und widersprüchlichen Wünsche zu erfüllen, die ihm seine
Kraft rauben.
Er vergleicht
ebenfalls den Diener, der Monotheist ist, mit einem Diener, der einen einzigen
Herrn hat. Er weiß, was sein Herr
wünscht, und die Aufgaben, die er ihm zuteilt. Daher fühlt er sich wohl und hat
einen deutlichen Weg, den er verfolgt. Diese
beiden Diener können nicht gleich sein.
Denn einer unterwirft sich einem einzigen Herrn, und genießt das
Vergnügen der Aufrichtigkeit, des Wissens und der Sicherheit, während der
andere sich verschiedenen, widerstreitenden Herrn unterworfen und damit
bestraft und bekümmert ist. Er befindet
sich nicht in einer stabilen Situation und kann nicht einmal einen davon
zufrieden stellen, geschweige denn alle.
Nachdem die
Beweise für die Existenz Allahs, Seine Herrschaft und Sein ausschließliches
Recht auf Anbetung klar geworden sind, sollten wir uns mit der Schöpfung des
Universums und des Menschen vertraut machen, sowie Seine Weisheit dahinter
erkennen.
SCHÖPFUNG DES
UNIVERSUMS:
Dieses
Universum mit seinen Himmeln, der Erde, den Sternen, Galaxien, Seen, Bäumen und
allen lebenden Dingen wurde von Allah, dem Gepriesenen und Erhabenen, aus der
nicht-Existenz geschaffen. Er sagt (im
Qur´an, was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
“Sag: Wollt ihr denn wirklich denjenigen verleugnen, Der die
Erde in zwei Tagen erschaffen hat, und Ihm andere als Seinesgleichen zur Seite
stellen? Das ist der Herr der Weltenbewohner. (9) Er hat in ihr festgegründete
Berge gemacht, (die) über ihr (aufragen), und hat sie gesegnet und in ihr die
Nahrung im rechten Maß in vier Tagen festgelegt, gleichmäßig für diejenigen,
die danach fragen. (10) Hierauf wandte Er sich dem Himmel zu, während er noch
aus Rauch bestand, und sagte dann zu ihm und zur Erde: "Kommt beide her,
freiwillig oder widerwillig." Sie sagten: "Wir kommen in
Gehorsam." (11) So führte Er sie als sieben Himmel in zwei Tagen aus und
gab jedem Himmel seine Aufgabe ein. Und Wir haben den untersten Himmel mit
Lampen geschmückt, und auch als Schutz. Das ist die Anordnung des Allmächtigen
und Allwissenden.“[35]
Er sagt
ebenfalls (im Qur´an, was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Sehen denn diejenigen, die ungläubig sind, nicht, dass die
Himmel und die Erde eine zusammenhängende Masse waren? Da haben Wir sie
getrennt und aus dem Wasser alles Lebendige gemacht. Wollen sie denn nicht
glauben? (30) Und Wir haben auf der Erde festgegründete Berge gemacht, dass sie
nicht mit ihnen wanke. Und Wir haben auf ihr breite Durchgänge als Wege
gemacht, auf dass sie rechtgeleitet werden mögen. (31) Und Wir haben den Himmel
zu einem wohlbehüteten Dach gemacht. Dennoch wenden sie sich von seinen Zeichen
ab.“[36]
Allah erschuf das Universum aus vielen Gründen. In jedem Teil davon verbergen sich große
Weisheit und verblüffende Zeichen. Wenn
du über ein einziges Zeichen davon nachdenkst, wirst du die Wunder
erkennen. Betrachten wir die Wunder der
Schöpfung, die Allah den Pflanzen in fast jedem Blatt, jedem Stängel und jeder
Frucht zukommen lassen hat, erkennen wir den Nutzen, den der menschliche
Verstand nicht einmal vollständig erfassen und erst recht nicht in allen
Einzelheiten verstehen kann. Betrachten
wir den Wasserkreislauf dieser weichen und schwachen Stängel, den das bloße
Auge kaum erkennen kann, außer durch sorgfältige Betrachtung - wie können sie
Wasser von ganz unten nach ganz oben transportieren und wie bewegt sich das
Wasser gemäß ihrer Aufnahmefähigkeit und Kapazität in diesem Kreislauf? Es teilt sich dann in kleine Partikel, die
vom menschlichen Auge nicht wahrgenommen werden können. Betrachte dann die Frucht eines Baumes und
wie sie sich aus einem Stadium zu einem anderen entwickelt, wie die unfassbare
Entwicklung eines Fötus. Du siehst einen
Baum, der von bloßem, nacktem Holz ohne Bedeckung darüber heranwächst; dann
bedeckt sein Herr und Schöpfer ihn auf die schönste Weise mit Blättern. Danach bringt er seine weichen und schwachen
Früchte hervor, nachdem er die Blätter zum Schutz für sie erhalten hatte, wie
ein Kleid für die schwache Frucht, um sie vor Hitze, Kälte und anderen
schädlichen Einflüssen zu beschützen.
Hierauf versorgt er diese Früchte durch ihre Stängel und Wasserkreisläufe,
damit sie ernährt werden wie ein Säugling durch die Milch seiner Mutter. Er ernährt dann die Früchte und entwickelt
sie, bis sie vollständig reif sind. So
bringt er dann wohlschmeckende Früchte aus diesem leblosen Holz hervor.
Wenn du die
Erde betrachtest und wie sie erschaffen wurde, wirst du erkennen, dass sie
eines der größten Zeichen ihres Schöpfers ist.
Allah macht sie zu einem Aufenthaltsort und zu einem Bett und übergab
sie Seinen Dienern. Er schuf ihre
Versorgung, ihr Auskommen und die Quellen ihres Lebensunterhalts und schuf
ihnen Wege und Pfade, damit sie herumreisen und ihre Bedürfnisse erfüllen
können. Er befestigte sie mit Bergen,
damit sie nicht wackelt. Er glättete
sie, weitete und breitete sie aus, machte sie zu einem Aufenthalt für die
Lebenden, die auf ihrer Oberfläche versammelt sind, und zu einem Aufenthalt für
die Verstorbenen, die nach ihrem Tod in ihrem Inneren zusammengebracht
werden. Ihre Oberfläche ist zum Leben
für die Lebendigen und ihr Inneres ist ein Ort zum Verweilen für die
Toten.
Dann betrachten
wir ihre Umlaufbahn, mit ihrer Sonne, ihrem Mond, ihren Sternen und
Tierkreiszeichen; wir sehen, wie sie sich immer wieder um diese Welt drehen,
bis zum Ende der Zeit in dieser Ordnung und genauen Abfolge. Und wir sehen die
Unterschiede von Nacht, Tag, Jahreszeiten, Wärme und Kälte, welche die
Ergebnisse dieser wunderbaren Bewegungen sind; und der Nutzen, den sie Tieren
und Pflanzen aller Arten und allem, was auf der Erde existiert, bietet.
Dann denken wir über die Erschaffung des Himmels nach und
betrachten ihn aus einem anderen Blickwinkel; du wirst sehen, dass er eines der
größten Zeichen Allahs ist, an Höhe, Ausmaß und Stabilität. Keine Säule ist unter ihm und keine Halterung
über ihm, vielmehr ist es die unendliche Kraft Allahs, die den Himmel und die
Erde hält, damit sie nicht durcheinander fallen.
Wenn du auch dieses Universum
betrachtest, die Zusammensetzung seiner Bestandteile und ihre beste Anordnung –
dies alles zeigt die vollkommene Allmacht ihres Schöpfers und Sein vollkommenes
Wissen, Seine Weisheit und Seine Gnade – du wirst herausfinden, dass es wie ein
konstruiertes Gebäude ist, bei dem alles Werkzeug und alles, was man braucht,
vorhanden sind. Der Himmel wurde
errichtet mit seinem Dach darüber; die Erde wurde zu einem Ruheplatz gemacht
und mit einem Teppich für ihre Bewohner; die Sonne und der Mond beleuchten die
Erde als Lampen; und die Sterne sind ihre Laternen und Schmuck und weisen dem
Reisenden die Richtungen der Wege des Universums. Die Edelsteine und Minerale, die wie Schätze
in der Erde verborgen sind, wurden zu dem Zweck gemacht, der zu ihnen am besten
passt. Pflanzen und Tiere aller Arten
wurden auch zu dem vorbereitet, wofür sie gut sind. Manche Tiere sind gut zum Reiten, manche sind
gut zum Melken, manche sind gut zum Essen und manche sind besser als Beschützer
geeignet. Und Er machte den Menschen zu
ihrem Führer und wie zu einem bevollmächtigten König über sie. Wenn du über dieses Universum nachdenkst,
über welchen Aspekt oder welchen Teil davon auch immer, wirst du eine Menge
Wunder entdecken.
Wenn du
gründlich nachdenkst und aufrichtig mit dir selbst bist und dich von
Vorurteilen, Launen und blinder Nachahmung befreist, wirst du mit Sicherheit
wissen, dass dieses Universum von dem Allweisen, Allmächtigen und Allwissenden
geschaffen wurde, Der es auf die beste Art und Weise abgemessen und in der
besten Form gestaltet hat. Du wirst auch mit Sicherheit wissen, dass es einfach
unmöglich ist, dass es zwei Schöpfer geben könnte; Er ist nur Ein Herr, außer
dem keiner zu Recht angebetet wird, und wenn es irgendeinen anderen Gott in den
Himmeln und der Erde gegeben hätte, wären ihre Angelegenheiten verdorben, ihre
Ordnung gestört und ihr Wohlergehen dahin.
Wenn
du allerdings darauf bestehst, die Schöpfung anderen als Gott zuzusprechen, was
wirst du über den Mechanismus sagen, der sich um ein Bächlein herum dreht,
dessen Werkzeuge und Zusammenstellung vervollkommnet und exzellent abgestimmt
sind, so dass der Betrachter keinen Fehler darin oder in seinem Bild
findet. Dieses Bächlein befindet sich
inmitten eines langen Gartens, in dem es Früchte unterschiedlicher Art gibt,
die ihr Wasser von diesem Bächlein erhalten; und in diesem Garten gibt es einen
Gärtner, der seine uneinheitlichen Teile verbindet und perfekt achtgibt, so
dass nichts davon beschädigt wird und keiner seiner Früchte verdirbt. Dieser Gärtner teilt dann die Erträge den
Bedürfnissen und Notwendigkeit der Menschen entsprechend auf, indem er jeder
Gruppe gibt, was ihr zusteht und fortdauernd auf diese Weise zuteilt. Wirst du da noch behaupten, dass all dies
ohne die Hand eines Schöpfers geschieht, der die Freiheit der Wahl besitzt und
ein Gestalter ist? Wirst du sagen, dass
die Existenz jenes Mechanismus und der Garten nur zufällig sind ohne jeglichen
Schöpfer oder Gestalter? Kannst du dir
vorstellen, was deine Vernunft dir sagen wird, wenn all dies zufällig zustande
käme? Kannst du dir vorstellen, wohin
dich deine Vernunft führen wird und was sie dir raten wird?
Dieser
Abschnitt entspringt von verschiedenen Stellen des Buches: „Miftaahu daaris-sa
'aadah“, S 251-269.
Die Gründe
dafür:
Nach allen
diesen Reflexionen über die Erschaffung des Universums halten wir es für
angemessen, einige Gründe zu erwähnen, aus denen Allah diese riesigen Wesen und
erstaunlichen Zeichen geschaffen hat.
1. Um
sie dem Menschen zur Verfügung zu stellen: Als Allah beschlossen hat, einen
Nachfolger auf dieser Erde zu schaffen, der Ihn anbeten und auf der Erde leben
würde; erschuf Er alle diese Dinge für ihn, damit er ein gutes Leben führen
kann und damit er alle Dinge hat, die er in diesem Leben benötigt und für das,
was ihn im Jenseits erwarten wird. Allah
sagt (im Qur´an, was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Und Er hat euch alles, was in den Himmeln und was auf der
Erde ist, dienstbar gemacht, alles von Sich aus. Darin sind wahrlich Zeichen
für Leute, die nachdenken.“[37]
Er sagt ebenfalls (im Qur´an, was der Bedeutung nach so
übersetzt werden kann):
„Allah ist es, Der die Himmel und
die Erde erschaffen hat und vom Himmel Wasser herabkommen lässt, durch das Er
dann für euch Früchte als Versorgung hervorbringt. Und Er hat euch die Schiffe
dienstbar gemacht, damit sie auf dem Meer auf Seinen Befehl fahren, und Er hat
euch die Flüsse dienstbar gemacht. (32) Er hat euch die Sonne und den Mond in
ihrem unablässigen Lauf dienstbar gemacht, und Er hat euch die Nacht und den
Tag dienstbar gemacht. (33) Und Er gewährte euch von allem, worum ihr batet.
Wenn ihr die Gunst(erweise) Allahs aufzählen wolltet, könntet ihr sie nicht
erfassen. Gewiss, der Mensch ist wahrlich sehr oft ungerecht und sehr oft
undankbar.“[38]
2. Um die Himmel und die Erde und
alles, was sich im Universum befindet, zu Beweisen für Allahs Herrschaft zu
machen und zu Zeichen Seiner Einzigkeit.
Denn das größte in diesem Leben ist, die Herrschaft Allahs und Seine
Einzigkeit anzuerkennen. Und aufgrund
der Tatsache, dass es das größte ist, hat Allah als Unterstützung die
großartigsten Beweise und Zeichen aufgestellt und dies mit den überzeugendsten
Beweisen gezeigt. Also hat Allah die
Himmel, die Erde und alle anderen Wesen als Beweise dafür geschaffen. Aus diesem Grund werden immer wieder Aussagen
wie: „Von Seinen Zeichen...“ erwähnt, wie die folgenden Verse (im Qur´an, was
der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Und eines von Seinen Zeichen ist die
Schöpfung der Himmel und der Erde.“
„Und eines von Seinen Zeichen ist euer
Schlaf in der Nacht und zur Tageszeit.“
„Und eines von Seinen Zeichen ist, dass
Er euch den Blitz sehen lässt in Furcht und Hoffnung.“
“Und eines von Seinen Zeichen ist, dass
der Himmel und die Erde nach Seinem Befehl feststehen...“[39]
3. Um sie zu Beweisen für die Existenz
des Tages der Wiedererweckung zu machen, denn das Leben besteht aus zwei Leben,
ein Leben in dieser Welt und ein Leben im Jenseits, und das Leben im Jenseits
ist ein wirkliches Leben. Allah sagt (im
Qur´an, was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
“Dieses irdische Leben ist nur
Zerstreuung und Spiel. Die jenseitige Wohnstätte aber ist wahrlich das
eigentliche Leben, wenn sie (es) nur wüssten.“[40]
Dies ist so,
weil das Heim im Jenseits ein Heim der Entlohnung und Abrechnung ist, und dort
gibt es ewige Wonne für diejenigen, die sie verdienen und ewige Qualen für
diejenigen, die sie verdienen. Da der
Mensch dieses Heim nicht erreichen kann, sondern erst wenn er gestorben ist und
wiedererweckt wurde, wird seine Existenz von denen geleugnet, deren Verbindung
zu ihrem Herrn abgebrochen wurde, deren Natur einen Rückschlag erlitt und deren
Sinn für vernünftiges Überlegen zerstört wurde.
Aus diesem Grund hat Allah Beweise erbracht, damit die Seelen glauben
mögen und die Herzen Überzeugung finden; denn die Wiederherstellung der Seele
ist viel einfacher als ihre erste Erschaffung und die Erschaffung der Himmel
und der Erde ist großartiger als die Wiederherstellung des Menschen. Allah sagt:
“Und Er ist es, Der die Schöpfung am Anfang macht und sie
hierauf wiederholt; das ist für Ihn noch leichter.“[41]
Er sagt
ebenfalls (im Qur´an, was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Wahrlich die Erschaffung der Himmel und der Erde ist größer
als die Erschaffung der Menschen. Aber die meisten Menschen wissen nicht.“[42]
Er sagte auch
(im Qur´an, was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
“Allah ist es, Der die Himmel ohne
Stützen, die ihr sehen könnt, emporgehoben und Sich hierauf über den Thron
erhoben hat. Er hat die Sonne und den Mond dienstbar gemacht - jedes läuft auf
eine festgesetzte Frist zu. Er regelt die Angelegenheit, er legt die Zeichen
ausführlich dar, auf dass ihr von der Begegnung mit eurem Herrn überzeugt
seiet.”[43]
O du Mensch! Wenn
dir das ganze Universum zur Verfügung gestellt wurde und all seine Zeichen und
Beweise dir gezeigt worden sind, wirst du dann nicht bezeugen, dass es einen
Herrn gibt, dem Gottesdienst zusteht außer Allah ganz Allein, Der keinen
Partner besitzt? Wenn du wüsstest, dass deine Wiedererweckung und dein Leben
nach dem Tod leichter ist, als die Erschaffung der Himmel und der Erde, dass du
vor deinen Herrn treten wirst, Der dich für deine Taten zur Rechenschaft ziehen
wird und wenn du wüsstest, dass dieses gesamte Universum seinen Herrn anbetet,
dass alle Seine Geschöpfe ihren Herrn loben und preisen, wie Allah uns mitteilt
(im Qur´an, was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Allah preist (alles), was in den
Himmeln und was auf der Erde ist, (Ihn), den König, den Heiligen, den Allmächtigen
und Allweisen.“[44]
Dass sie sich
alle vor Seiner Majestät niederwerfen, wie Er sagt (im Qur´an, was der
Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
“Siehst du nicht, dass sich vor Allah
(jeder) niederwirft, wer in den Himmeln und wer auf der Erde ist, und (auch)
die Sonne, der Mond und die Sterne, die Berge, die Bäume und die Tiere und
viele von den Menschen? Und gegen viele ist die Strafe unvermeidlich geworden.
Und wen Allah der Schmach aussetzt, der hat niemanden, der ihm Ehre erweist.
Gewiss, Allah tut, was Er will.”[45]
Sogar diese
Geschöpfe beten ihren Herrn auf eine Weise an, die zu ihnen passt, wie von
Allah in diesem Vers erklärt wird (im Qur´an, was der Bedeutung nach so
übersetzt werden kann):
„Siehst du nicht, dass (alle) Allah
preisen, die in den Himmeln und auf der Erde sind, und (auch) die Vögel mit
ausgebreiteten Flügeln? Jeder kennt ja sein Gebet und sein Preisen.“[46]
Wenn dein
ganzer Körper tatsächlich auf Anordnung Allahs und durch Seine Regulierung
arbeitet: das Herz, die Lungen, die Leber und alle anderen Körperteile
unterwerfen und ergeben sich ihrem Herrn... Wird deine freiwillige Entscheidung
nach alledem sein, an deinen Herrn zu glauben oder der Unglaube? Wird deine Entscheidung die Abneigung und das
Verlassen des gesegneten Pfades sein, den die Welt um dich herum verfolgt und
sogar dein eigener Körper?
Ein vollständig
zurechnungsfähiger, gesunder Mensch wird weit davon entfernt sein, in der Weite
unseres großartigen Universums die Abneigung und das Verlassen (des Geraden
Weges) zu wählen.
ERSCHAFFUNG UND EHRUNG DES MENSCHEN:
Es war eine
Entscheidung Allahs, ein Geschöpf zu erschaffen, der dieses Universum bewohnen
könnte und Seine Wahl fiel auf den Menschen. Es entsprach Seiner Göttlichen
Weisheit, dass das Material, aus dem der Mensch erschaffen wurde, Erde
war. Er begann seine Schöpfung aus Ton
und dann formte er seine schöne Gestalt, die er nun besitzt. Als er in seiner
Gestalt ganz vollkommen geworden war, hauchte Er ihm durch Seinen Geist (durch
den Engel Jibriel – Gabriel) Leben ein und lies ihn zu einem Menschen in der
besten Form werden; Er versorgte ihn mit der Fähigkeit zu hören, sehen, sich zu
bewegen und zu sprechen. Dann ließ sein
Herr ihn im Paradies leben, lehrte ihn alles, was er wissen musste, erlaubte
ihm alles, das im Paradies war und verbot ihm einen einzigen Baum – als Prüfung
für ihn.
Allah wollte
die Position und Stellung des Menschen zeigen, daher befahl Er Seinen Engeln
sich vor ihm niederzuwerfen. Alle Engel
warfen sich nieder, aber Satan lehnte stolz und hartnäckig ab, sich
niederzuwerfen. Da wurde Allah wegen
seines Ungehorsams böse auf ihn und entzog ihm wegen seiner Arroganz Seine
Göttliche Gnade. Satan bat Allah, sein
Leben zu verlängern und ihm Aufschub bis zum Tag der Wiedererweckung zu
gewähren. Daraufhin verlängerte Allah sein Leben bis zum Tag der
Wiedererweckung. Satan wurde wegen der
Bevorzugung Adams und seiner Kinder neidisch auf ihn. Er schwor bei Seinem Herrn, dass er alle
Kinder Adams irreführen würde, dass er von vorne und von hinten über sie kommen
würde, von ihrer linken und von ihrer rechten, außer über die ernsthaften,
frommen und wahrhaftigen Diener Allahs unter ihnen, denn diese hat Allah gegen
die schlimmen Pläne Satans beschützt.
Allah warnte
Adam vor Satans bösem Plan, aber Satan führte Adam und seine Frau Eva (Hauwa)
in Versuchung, um sie aus dem Paradies hinaus zu bekommen und um ihnen zu
enthüllen, was ihnen von ihrer Scham verborgen war. Er schwor ihnen bei Allah, dass er nur ihr Bestes
für sie wünsche und dass Allah ihnen nur verboten habe, von dem Baum zu essen,
damit sie keine Engel oder Unsterbliche würden.
Unter dem
Einfluss der Täuschung Satans, aßen Adam und Eva von dem verbotenen Baum und
die erste Strafe, die aufgrund ihres Ungehorsams Allahs Befehlen gegenüber über
sie kam, war, dass das, was von ihrer Scham vor ihnen verborgen gewesen war,
offensichtlich wurde und Allah rief ihnen Seine Warnung vor den Machenschaften
Satans in die Erinnerung zurück. Dann
bat Adam seinen Herrn um Vergebung. Da
vergab Allah ihm, nahm seine Reue an, erwählte ihn und leitete ihn recht. Er befahl ihm, das Paradies, wo er gelebt
hatte, zu verlassen und auf die Erde hinabzusteigen, wo er seinen
Aufenthaltsort und seine Freude für eine Zeit lang haben sollte. Er teilte ihm auch mit, dass er Erde war, aus
der er erschaffen worden war, dass er auf ihr leben und sterben werde und dass
er aus ihr wieder erweckt werden wird.
Adam und seine Frau Eva stiegen sodann auf die Erde hinab und ihre
Kinder pflanzten sich fort und pflegten Allah anzubeten, denn ihr Vater Adam
war ein Prophet gewesen. Allah erzählt
uns diese Geschichte im glorreichen Qur´an, wo Er sagt (im Qur´an, was der
Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Und Wir haben euch ja erschaffen.
Hierauf haben Wir euch gestaltet. Hierauf haben Wir zu den Engeln gesagt:
"Werft euch vor Adam nieder!" Da warfen sie sich nieder, außer Iblis.
Er gehörte nicht zu denjenigen, die sich niederwerfen. (11) Er (Allah) sagte:
"Was hat dich davon abgehalten, dich niederzuwerfen, als Ich (es) dir
befahl?" Er sagte: "Ich bin besser als er. Du hast mich aus Feuer
erschaffen, ihn aber hast Du aus Lehm erschaffen." (12) Er (Allah) sagte:
"So geh fort von ihm! Es steht dir nicht zu, darin hochmütig zu sein. So
geh hinaus! Gewiss, du gehörst zu den Geringgeachteten." (13) Er sagte:
"Gewähre mir Aufschub bis zu dem Tag, da sie auferweckt werden." (14)
Er (Allah) sagte: "Du sollst gewiss zu denjenigen gehören, denen Aufschub
gewährt wird." (15) Er sagte: "Darum, dass Du mich in Verirrung hast
fallen lassen, werde ich ihnen ganz gewiss auf Deinem geraden Weg auflauern.
(16) Hierauf werde ich ganz gewiss von vorn und von hinten, von ihrer Rechten
und von ihrer Linken über sie kommen. Und Du wirst die meisten von ihnen nicht
dankbar finden." (17) Er (Allah) sagte: "Geh hinaus aus ihm,
verachtet und verstoßen! Wer auch immer von ihnen dir folgt, Ich werde die
Hölle ganz gewiss mit euch allesamt füllen. (18) - Und (du,) o Adam, bewohne du
und deine Gattin den (Paradies)garten, und dann eßt, wo immer ihr wollt. Aber
naht euch nicht diesem Baum, sonst gehört ihr zu den Ungerechten!" (19) Da
flüsterte ihnen der Satan ein, um ihnen offen zu zeigen, was ihnen von ihrer
Blöße verborgen war. Und er sagte: "Unser Herr hat euch diesen Baum nur
verboten, damit ihr nicht Engel werdet oder zu den Ewiglebenden gehört."
(20) Und er schwor ihnen: "Ich gehöre wahrlich zu denjenigen, die euch
guten Rat geben." (21) So verführte er sie trügerisch. Als sie dann von
dem Baum gekostet hatten, zeigte sich ihnen ihre Blöße offenkundig, und sie
begannen, Blätter des (Paradies)gartens auf sich zusammenzuheften. Und ihr Herr
rief ihnen zu: "Habe Ich euch nicht jenen Baum verboten und euch gesagt:
Der Satan ist euch ein deutlicher Feind?" (22) Sie sagten: "Unser
Herr, wir haben uns selbst Unrecht zugefügt. Wenn Du uns nicht vergibst und
Dich unser erbarmst, werden wir ganz gewiss zu den Verlorenen gehören."
(23) Er (Allah) sagte: "Geht fort! Einer sei des anderen Feind. Und auf
der Erde sollt ihr Aufenthalt und Nießbrauch auf Zeit haben." (24) Er
(Allah) sagte: "Auf ihr werdet ihr leben, und auf ihr werdet ihr sterben,
und aus ihr werdet ihr hervorgebracht werden."“[47]
Bedenke nur die
Großartigkeit von Allahs Werk an dem Menschen.
Er erschuf ihn in der besten Gestalt, kleidete ihn mit den Zügen wie
Verstand, Wissen, Beredsamkeit, Sprachkunst, schönem Aussehen, angemessenem
Körper, der Fähigkeit, Wissen durch analoge Schlussfolgerung und Nachdenken zu
erlangen und die Fähigkeit, edle Eigenschaften wie Rechtschaffenheit, Taten der
Gehorsamkeit und der Ergebenheit zu Allah zu entwickeln. Weit entfernt ist sein Zustand, während er
doch nur ein Tröpfchen Sperma gewesen war, der für seine Schöpfung in der
Gebärmutter seiner Mutter verweilt hatte, von seinem Zustand, wenn ein Engel
ihn zum Paradies eintreten lassen wird. „Segensreich
ist Allah, der beste Schöpfer.“[48]
Diese Welt ist
ein Dorf und der Mensch ist der Bewohner.
Alles steht ihm zu Diensten und alles funktioniert in seinem
Interesse. Alle anderen Geschöpfe sind
gemacht, um ihm zu dienen und seine Bedürfnisse zu stillen. Die Engel beschützen ihn während des Tages
und in der Nacht. Diejenigen von ihnen,
die für die Versorgung von Regen und Pflanzen zuständig sind, versorgen ihn mit
seinem Unterhalt; die Gestirne sind ihm ergeben und ziehen zu seinen Diensten
auf ihren Bahnen; die Sonne, der Mond und die Sterne sind alle ihm dienstbar
gemacht, damit er daran die Zeit erkennen kann und damit seine
Nahrungsbedingungen verbessert werden.
Die Welt der hohen Lüfte mit ihren Winden, Wolken, Vögeln und allem, das
sie enthält, steht ihm auch zu Diensten.
Ebenso die Erde mit allen ihren Meeren und Flüssen, ihren Bäumen und
Tieren und allem was darin enthalten ist.
Allah sagt (im Qur´an, was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Allah ist es, Der die Himmel und die Erde erschaffen hat
und vom Himmel Wasser herabkommen lässt, durch das Er dann für euch Früchte als
Versorgung hervorbringt. Und Er hat euch die Schiffe dienstbar gemacht, damit
sie auf dem Meer auf Seinen Befehl fahren, und Er hat euch die Flüsse dienstbar
gemacht. (32) Er hat euch die Sonne und den Mond in ihrem unablässigen Lauf
dienstbar gemacht, und Er hat euch die Nacht und den Tag dienstbar gemacht.
(33) Und Er gewährte euch von allem, worum ihr batet. Wenn ihr die Gunst(erweise)
Allahs aufzählen wolltet, könntet ihr sie nicht erfassen. Gewiss, der Mensch
ist wahrlich sehr oft ungerecht und sehr oft undankbar.“[49]
Um Seine Ehre
für den Menschen zu vervollständigen, schuf Er für ihn alles, was er in seinem
weltlichen Leben braucht, und alles, das er braucht, um die höchsten Ränge im
Jenseits zu erreichen. Er hat ihm daher
Seine Bücher offenbart und ihm Gesandte geschickt, die ihm das Gesetz Allahs
erklärten und ihn dazu aufforderten, es zu befolgen. Dann schuf ihm Allah von
ihm selbst – also von Adam selbst – eine Frau, damit er das Vergnügen genießen
kann, mit ihr zu leben, seine natürlichen Bedürfnisse erfüllen kann, seien sie
psychologischer, intellektueller oder körperlicher Art. Da fand er bei ihr Trost, Ruhe und
Beständigkeit und sie beide fanden in ihrem Beisammensein Frieden, Zuneigung,
Liebe und Gnade; aufgrund ihrer körperlichen, geistigen und nervlichen
Beschaffenheit sind sie dazu bestimmt, die Wünsche des anderen zu erfüllen und
beide sind dazu gemacht, in Harmonie neue Generationen zu zeugen. Die Seelen beider sind mit diesen Gefühlen
bereichert und ihre Beziehung ist von Behaglichkeit für Seele und Nerven
geprägt, Frieden für Körper und Geist, Stabilität im Leben und Unterhalt,
Vertrautheit der Seelen und Gewissen und Ruhe für den Mann und die Frau
gleichermaßen.
Allah erwählte
die Gläubigen von der Menschheit und machte sie zu seinen Freunden. Er ließ sie Ihm gehorsam sein und nach Seinen
Gesetzen für Ihn arbeiten, damit sie sich bewähren, um in Seinem Paradies zu
wohnen. Er erwählte von ihnen Propheten,
Gesandte, Rechtschaffene und Märtyrer und segnete sie in dieser Welt mit der
größten Gunst, welche die menschliche Seele genießen kann: Allah anzubeten, Ihm
zu gehorchen und an Ihn Bittgebete zu richten.
Er zeichnete sie auch mit großen Vorteilen aus – die andere nicht
erhalten können - unter anderen: Frieden, Ruhe und Freude, und noch großartiger
als dies alles ist die Tatsache, dass sie die Wahrheit kennen, welche die
Gesandten gebracht haben und dass sie daran glauben. Allah hält für sie – im Jenseits – ewige
Freude und großen Erfolg bereit, die Seiner Großzügigkeit angemessen sind,
gepriesen sei Er. Er wird auch ihren Glauben an Ihn belohnen und ihre
Aufrichtigkeit Ihm gegenüber und wird ihnen noch mehr von Seiner Güte zuteil
werden lassen.
Die Stellung
von Frauen:
Im Islam wird
der Frau eine hohe Position gegeben, wie sie sie noch in keiner anderen
Religion und in keiner anderen Gesellschaft als dem Islam erhalten hatte. Dies ist so, denn die Ehre, die der Islam der
Menschheit zugestanden hat, wird gerecht zwischen Männern und Frauen
aufgeteilt. Die Menschen sind vor Allahs
Regeln gleich, in dieser Welt ebenso wie in Bezug auf Seine Belohnung und
Wiedergutmachung am Letzten Tag. Allah
sagt (im Qur´an, was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Und Wir haben
ja die Kinder Adams geehrt.“[50]
Und Er sagt
auch (im Qur´an, was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Den Männern steht ein Anteil von dem zu, was die Eltern und
nächsten Verwandten hinterlassen, und den Frauen steht ein Anteil von dem zu,
was die Eltern und nächsten Verwandten hinterlassen, sei es wenig oder viel -
ein festgesetzter Anteil.“[51]
„Und ihnen (den Frauen) steht in rechtlicher Weise
(gegenüber den Männern) das gleiche zu, wie (den Männern) gegenüber ihnen.“[52]
„Die gläubigen Männer und die gläubigen Frauen, die einen
sind die Auwliya´ (Helfer, Schutzfreunde, Beschützer) der anderen.“[53]
„Und dein Herr hat bestimmt, dass ihr nur Ihm dienen und zu
den Eltern gütig sein sollt. Wenn nun einer von ihnen oder beide bei dir ein
hohes Alter erreichen, so sag nicht zu ihnen: "Pfui!" und fahre sie
nicht an, sondern sag zu ihnen ehrerbietige Worte. (23) Und senke für sie aus
Barmherzigkeit den Flügel der Demut und sag: "Mein Herr, erbarme Dich ihrer,
wie sie mich aufgezogen haben, als ich klein war."“[54]
„Da erhörte sie ihr Herr: ‚Ich lasse kein Werk eines (Gutes)
Tuenden von euch verlorengehen, sei es von Mann oder Frau.´“[55]
„Wer rechtschaffen handelt, sei es Mann oder Frau, und dabei
gläubig ist, den werden Wir ganz gewiss ein gutes Leben leben lassen. Und Wir
werden ihnen ganz gewiss mit ihrem Lohn das Beste von dem vergelten, was sie
taten.“[56]
„Wer aber, sei es Mann oder Frau, etwas an rechtschaffenen
Werken tut, und dabei gläubig ist, jene werden in den (Paradies)garten
eingehen, und es wird ihnen nicht ein Dattelkerngrübchen Unrecht zugefügt.“[57]
Diese Ehre, die
die Frau im Islam genießt, hat in keiner anderen Religion, keinem anderen
Glauben oder keinem anderen Gesetz ihres gleichen. Die römische Zivilisation hatte festgelegt,
dass die Frau eine Sklavin sein sollte und dem Mann untergeordnet und sie
sollte absolut keine Rechte besitzen. Es
gab sogar eine große Konferenz in Rom, wo die Angelegenheit der Frauen
diskutiert wurden. Der Schluss, der bei
dieser Konferenz gezogen wurde, war, dass die Frau ein lebloses Wesen sei, das
keinen Anteil am Leben im Jenseits haben könne und dass sie unrein sei. In Athen wurde die Frau als Abfall angesehen. Sie konnte wie jeder andere Gegenstand
verkauft und gekauft werden und sie wurde als eine Scheußlichkeit vom Werk
Satans betrachtet.
Nach den alten
indischen Statuten seien die Pest, der Tod, die Hölle, das Gift der Schlange
und das Feuer besser als Frauen. Ihr
Recht zu leben endete mit dem Tod ihres Ehemannes – der als ihr Herr betrachtet
wurde. Wenn sie sah, dass der Leichnam
ihres Ehemannes verbrannt wurde, musste sie sich selbst ins Feuer werfen und
wenn sie es nicht tat, wurde sie verflucht.
Was das
Judentum betrifft, wurde im Alten Testament folgendes Urteil gefällt:
“Ich
kehrte mein Herz, zu erfahren und erforschen und zu suchen Weisheit und Kunst,
zu erfahren der Gottlosen Torheit und Irrtum der Tollen, und fand, dass
bitterer sei denn der Tod ein solches Weib, dessen Herz Netz und Strick ist und
deren Hände Bande sind.“[58]
So waren die
Lebensbedingungen der Frau im antiken Zeitalter. Was mittelalterliche und gegenwärtige Zeiten
angeht, so erklären dies folgende Ereignisse:
Der dänische
Schriftsteller Wieth Kordsten erläuterte die Position der katholischen Kirche
gegenüber der Frau, als er sagte: „In mittelalterlichen Zeiten war das
Interesse an der europäischen Frau ziemlich limitiert und dies stand im
Einklang mit der Ansicht des katholischen Glaubens, der Frauen als menschliche
Wesen zweiter Klasse zu betrachten pflegte.“
In Frankreich
wurde im Jahr 586 n.Chr. eine Konferenz abgehalten, wo das Thema diskutiert
wurde, ob eine Frau als menschliches Wesen angesehen werden sollte oder
nicht. Am Ende der Diskussion zogen die
Beteiligten den Schluss, dass sie ein menschliches Wesen sei, aber geschaffen,
um dem Mann zu dienen. Im französischen
Gesetz besagt der Artikel 217: „Die verheiratete Frau – auch wenn ihre Ehe auf
Gütertrennung zwischen ihr und ihrem Ehegatten basiert, sollte keinem irgendetwas
von ihrem Besitz geben sei es mit oder ohne Kompensierung, außer wenn ihr
Ehegatte an der Transaktion beteiligt ist oder sein Einverständnis hierzu
schriftlich gegeben hat.“
In England
verbot Henry der VIII den englischen Frauen, im Heiligen Buch zu lesen, bis
1850 wurden Frauen nicht als englische Bürger betrachtet und bis 1882 besaßen
sie keine persönlichen Rechte.[59]
Was die
Situation von Frauen im zeitgenössischen Europa, Amerika und anderen
Industrienationen angeht, wird sie als gewöhnliches Geschöpf betrachtet, das
für kommerzielle Zwecke ausgenutzt wird, denn sie ist Bestandteil der
kommerziellen Werbung. Dies hat sogar
einen Grad erreicht, wo sie sich nackt auszieht, um für die Ware ihres Körpers
zu werben. Ihr Körper und ihre Ehre
wurden durch Reglementierungen entwürdigt, die von Männern festgelegt wurden,
um sie überall zu einem Lustobjekt zu machen.
Die gegenwärtige Frau ist ein Objekt der Fürsorge und Aufmerksamkeit,
solange sie in der Lage ist, von ihrem Besitz, ihrem Intellekt und ihrem Körper
zu geben. Wenn sie aber alt wird und
diese Mittel verliert, geben sie die Einzelpersonen und die gesamte
Gesellschaft auf, und sie lebt fortan einsam in ihrem Haus oder wird in ein
Altenheim oder in eine Anstalt abgeschoben.
Vergleiche das obere – auch wenn sie nie gleich sein können – mit dem,
was der Edle Qur´an sagt (was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Die gläubigen Männer und die gläubigen Frauen, die einen
sind die Auwliya´ (Helfer, Schutzfreunde, Beschützer) der anderen.“[60]
Und der
Allmächtige sagte auch:
„Und ihnen (den Frauen) steht in rechtlicher Weise
(gegenüber den Männern) das gleiche zu, wie (den Männern) gegenüber
ihnen.“[61]
Und der
Allwissende sagte auch:
„Und dein Herr hat bestimmt, dass ihr
nur Ihm dienen und zu den Eltern gütig sein sollt. Wenn nun einer von ihnen
oder beide bei dir ein hohes Alter erreichen, so sag nicht zu ihnen:
"Pfui!" und fahre sie nicht an, sondern sag zu ihnen ehrerbietige
Worte. (23) Und senke für sie aus Barmherzigkeit den Flügel der Demut und sag:
‚Mein Herr, erbarme Dich ihrer, wie sie mich aufgezogen haben, als ich klein
war.´“[62]
Während Allah
die Frau würdigt, verdeutlicht Er der gesamten Menschheit, dass Er sie als
Mutter, Ehefrau, Tochter und Schwester geschaffen hat; und Er legte für diese
Rollen besondere, legislative Regeln fest, die einzig und allein für sie sind –
und nicht für die Männer.
WAS IST DIE WEISHEIT UND DER SINN IN DER SCHÖPFUNG DES MENSCHEN?
Im vorigen
Kapitel wurde diskutiert, wie Allah Adam erschaffen hat und von ihm seine Frau
Eva und wie Er sie im Paradies wohnen lassen hat. Dann war Adam seinem Herrn ungehorsam und
später bat er Ihn um Vergebung. Da nahm
Allah seine Reue an und leitete ihn recht.
Darauf wies Allah ihn an, das Paradies zu verlassen und auf die Erde
hinabzugehen. Allah, der Gepriesene, der
Allerhöchste, hat darin eine Weisheit gelegt, welche der menschliche Verstand
nicht erfassen und seine Zunge nicht beschreiben kann. Wir werden hier einiges von dieser Weisheit
und den Gründen dafür nennen:
1. Dass
Allah die Schöpfung geschaffen hat, damit sie Ihm dient. Das ist der Sinn und Zweck ihrer
Erschaffung. Er sagt:
„Und Ich habe die Jinn und die Menschen
nur (dazu) erschaffen, damit sie Mir dienen.“[63]
Es ist auch bekannt, dass die
Vervollständigung des Gottesdienstes, der vom Menschen verlangt wird, einen
nicht in das Reich der Freude und Ewigkeit bringen kann, sondern in das Reich
der Prüfungen und Versuchungen. Das
Reich der Ewigkeit ist das der Freude und nicht das der Untersuchungen und
Anweisungen.
2. Allah
wollte von der Menschheit Propheten, Gesandte, Freunde und Märtyrer nehmen, die
Er liebt und die Ihn lieben. Dann
überließ Er sie sich selbst mit ihren Feinden, und führte sie durch diese in
Versuchung. Wenn sie Ihn dann vor allen
anderen Dingen vorzogen und ihre Leben und ihren Besitz opferten, um Seine
Zufriedenheit und Liebe zu verdienen, erreichten sie von Seiner Liebe und
Zufriedenheit, was sie anfangs nicht hätten erreichen können. Also sind das Prophetentum und das Märtyrertum
von den höchsten Graden vor Allah und hätten nicht erreicht werden können,
außer auf die Art und Weise, die Allah für Adam und seine Nachkommen bestimmt
hat, indem Er sie zur Erde geschickt hat.
3. Allah
ist der einzig wahre und wahrhaftige König.
Der König ist der Eine, der befiehlt und verbietet; belohnt und
bestraft; entwürdigt und würdigt; stärkt und schwächt. Allahs Souveränität machte es daher
notwendig, dass Er Adam und seine Nachkommen zu einem Ort schickte, an dem die
Regeln Seiner Souveränität auf sie wirken werden und um sie sodann an einen Ort
zu schicken, wo sie den Lohn erhalten werden für alles, was sie getan
haben.
4. Allah
schuf Adam aus einer Handvoll aller Erdsorten von dieser Erde; und es gibt
gutes und schlechtes und niedriges und hohes Land. Allah weiß, dass es unter den Kindern Adams
solche gibt, die ungeeignet sind, mit Ihm in Seinem Haus zu bleiben, deshalb
ließ Er Adam zu einem Ort hinabsteigen, wo Er zwischen Guten und Schlechten
unterscheidet. Allah hat für sie zwei
verschiedene Aufenthaltsorte gewählt: Er macht die Guten zu Bewohnern Seines
Reiches (Er lässt sie ins Paradies gehen) und die Schlechten zu Bewohnern des
Reiches des Elends (des Höllenfeuers).
5. Allah
gebühren die schönsten Namen. Von Seinen
Namen sind: Al-Ghafuur (der Oft-Vergebende), Ar-Rahiem (der
Barmherzigste), Al-Afuww (der Oft-Verzeihende), Al-Haliem (der
Nachsichtige). Da die Bedeutungen dieser
Namen feststehen müssen, ist es bei der Weisheit Allahs notwendig, dass Adam
und seine Kinder zu einem Reich hinabsteigen müssen, wo sie die Bedeutung der
schönen Namen Allahs mit Leben füllen können.
Damit Er vergeben kann, wem Er will, barmherzig sein kann, zu wem Er
will, verzeihen kann, wem Er will und nachsichtig sein kann, zu wem Er will und
andere Arten auf die Seine Namen und Eigenschaften sich zeigen können.
6. Allah
erschuf Adam und seine Kinder aus einer Mischung, die von Natur aus zu Gutem
und Bösem neigt, anfällig für die Gründe von Gelüsten und Versuchungen und für
die Gründe des Verstandes und des Wissens.
Er schuf in ihm Verstand und Lust und machte sie beide zu notwendigen
Faktoren, damit Sein Wille ausgeführt werden könnte und damit Er Seinen Dienern
Seine Größe an Weisheit, Macht und Seiner Gnade, Freundlichkeit und Wohlwollen
in Seiner Autorität und Souveränität zeigen kann. Dann schickte Er in Seiner Weisheit Adam und
seine Kinder auf die Erde, damit dort die Prüfung stattfinden könnte und zur
Vorbereitung dieser Faktoren und um seine Verantwortlichkeit ihnen gegenüber zu
manifestieren und damit Allah dann diese Grundlage nutzt, um den, dem es
gebührt, zu ehren oder zu entehren.
7. Der
Glaube an das Verborgene ist der nützliche Glaube. Was den Glaube an das Sichtbare angeht, so
würde jeder an den Tag der Wiedererweckung glauben. Wenn die Menschen in der Freude des
Paradieses geschaffen worden wären, hätten sie den Grad des Glaubens an das
Verborgene, das in Freude und Ehre endet, nicht erreichen können. Aus diesem Grund hat Allah sie zu diesem
Aufenthalt geschickt, damit sie die Gelegenheit haben, an das Verborgene zu
glauben.
8. Allah
möchte hiermit Seinen Dienern, denen Er Seine Gunst erwiesen hat, die
Vollkommenheit dieser Gunst und ihre Großartigkeit zeigen, damit sie Allah
danken und Ihn am meisten lieben und die Freude über das, was Allah ihnen
gewährt hat, gänzlich genießen. Allah
zeigt ihnen, was Er mit Seinen Feinden machte und die Strafe, die Er für sie
vorbereitet hat. Er macht sie auch zu
Zeugen der höchsten Arten von Wonnen, die Er ihnen gewährt hat, damit sie sich
mehr freuen. Dies ist ein Aspekt wie Er
Seine Gunst an ihnen erfüllt. Damit sie all dies erreichen können, muss Er sie
auf die Erde schicken, einer Prüfung unterziehen und dann diejenigen, die Er
mit Seiner Gnade und Wohlgesonnenheit will, erfolgreich machen und diejenigen
von ihnen aus Seiner Weisheit und Gerechtigkeit heraus entwürdigen, die Er
will, denn Er ist der Allwissende, der Allweise.
9. Allah
wollte, dass Adam und seine Kinder in bester Verfassung in das Paradies
zurückkehren sollen. Bevor sie es also
betreten, möchte Er, dass sie den Geschmack der Härte, des Kummers und der
Verzweiflung der Welt kennenlernen, damit der Wert für das Betreten des
Paradieses im Jenseits in ihrer Einschätzung größer ist, denn das Gegenteil
einer Sache zeigt erst ihre Schönheit.[64]
Nachdem der Ursprung des Menschen verdeutlicht worden ist,
ist es nun angebracht, sein Bedürfnis für die wahre Religion zu erklären.
BEDÜRFNIS DES
MENSCHEN AN RELIGION:
Das Bedürfnis
des Menschen an Religion ist größer als an anderen Notwendigkeiten des
Lebens. Denn der Mensch muss die Dinge
kennen, die Allah gefallen und die Dinge, die Allah nicht gefallen. Er muss auch Taten verrichten, die ihm Nutzen
bringen und andere, die Schaden von ihm abwehren können. Also ist es das Göttliche Gesetz, das
zwischen den Taten, die nutzen, und denen, die schaden, unterscheidet. Das ist Allahs Gerechtigkeit in Seiner
Schöpfung und Sein Licht unter Seinen Dienern, und es ist den Menschen nicht
möglich, ohne göttliches Gesetz zu leben, anhand dessen sie unterscheiden
können, was sie tun sollten und was sie nicht tun sollten. Wenn der Mensch
tatsächlich einen Willen hat, muss er wissen, was er will. Will er etwas, das ihm nutzt oder was ihm
schadet? Will er etwas, das ihn
verbessert oder was ihn zerstört? Manche
Menschen wissen dies von Natur aus, manche kommen durch vernünftiges Nachdenken
darauf und manche wissen es nicht, außer durch die Erläuterungen der Gesandten
und ihre Rechtleitung.[65]
Die
atheistischen und materialistischen Ansichten mögen noch so weit verbreitet und
ausgeschmückt werden; Ideologien und Theorien gedeihen, der Einzelne und die
Gesellschaft können ohne wahre Religion nicht auskommen. Denn diese Ideologien können die spirituellen
und physikalischen Bedürfnisse des Menschen nicht stillen. Und je mehr sich der Mensch in ihnen
vertieft, desto überzeugter wird er davon, dass sie ihm weder Sicherheit geben
noch seinen Durst stillen können und dass die wahre Religion unvermeidlich ist.
Ernest Rinan
sagte: „Alle Dinge, die wir für teuer halten, können schwinden, und die
Freiheit, unseren Verstand, unser Wissen und unsere Kenntnisse zu nutzen, kann
wertlos werden. Aber es ist unmöglich,
dass die Religion verschwindet. Sie wird
eher ein lebendiger Beweis für die Falschheit der materiellen Ideologie, die
den Menschen auf die verächtlichen Ebenen des irdischen Lebens beschränkt.”[66]
Muhammad Fareed
Wajdee sagte: “Es ist für religiöses Denken unmöglich, zu verschwinden, denn es
sind die höchsten und edelsten Neigungen des menschlichen Verstandes, um nicht
zu sagen, dass es eine Neigung ist, die den Menschen erhebt. Anstatt zu schwinden, sollte diese Neigung
eher anwachsen. Die religiöse Natur des
Menschen wird ihn immer verfolgen, solange er unterscheiden kann, was schön und
was hässlich ist, und diese Natur sollte in ihm der Erhabenheit seiner mentalen
Fähigkeiten und seinem Fortschritt im Wissen entsprechend weiter anwachsen.”[67]
Wenn sich ein
Mensch also von seinem Herrn fernhält, so erkennt er durch die Erhabenheit
seiner mentalen Fähigkeiten und die Breite seines Wissens das Ausmaß seiner
Unwissenheit über seinen Herrn und was Ihm zusteht und seine Unwissenheit über
sich selbst, was gut für ihn ist und was schädlich für ihn ist, was ihm Freude
bereitet und was ihm Elend bereiten wird.
Er wird ebenfalls seine Unwissenheit von wissenschaftlichen Details wie
Astronomie, die Wissenschaft von den Galaxien, Berechnungen,
Nuklearwissenschaften und so weiter feststellen. Dann, in dieser Zeit wird es sein, dass die
Welt das Stadium der Verblendung und Arroganz zugunsten der Demut und
Unterwerfung aufgeben und dann glauben wird, dass hinter diesen Wissenschaften
ein Wissender und Weiser steckt, und dass hinter der Natur ein Fähiger Schöpfer
ist. Diese Realität wird dann den unvoreingenommenen Forscher dazu zwingen, an
das Verborgene zu glauben, sich der geradlinigen Religion zuzuwenden und dem
Ruf der natürlichen Veranlagung zu folgen.
Wenn der Mensch aber von diesem Weg abdriftet, wird seine Natur einen
Rückschlag erleben und er wird auf die Stufe der Tiere herabkommen.
Aus dem oben
genannten schließen wir, dass die wahre Religiosität – die vom Glauben an die
Einzigkeit Allahs und von der Verrichtung Seinen Anweisungen entsprechender
gottesdienstlicher Handlungen abhängt – ein notwendiges Element des Lebens
darstellt, so dass der Mensch dadurch seine Dienstbereitschaft Allah, dem Herrn
der Welten, gegenüber verwirklicht und hiermit Freude und Sicherheit vor Zerstörung, Härte und Elend
erreicht. Es ist ebenfalls notwendig, um
die theoretische Fähigkeit im Menschen zu vervollkommnen. Nur hierdurch kann der intellektuelle Hunger
gestillt und können die höchsten Ziele erreicht werden. Dementsprechend ist die Religion ein
notwendiges Element zur Reinigung der Seele und zur Verfeinerung emotionaler
Stärke, denn die edelsten Gefühle finden in der Religion reichlich Platz und
eine Quelle, deren Wasser nicht versiegen, wo edle Gefühle ihre Ziele
erreichen. Sie ist ein notwendiges
Element für die Vervollkommnung der Willensstärke, denn sie bietet eine große
Unterstützung mit großem Antrieb und den wesentlichen Mitteln, die den
Elementen der Verzweiflung vorbeugen.
Angesichts dieser Tatsache müssen wir sagen, wenn manche behaupten, der
Mensch sei von Natur aus bürgerlich: „Der Mensch ist von Natur aus religiös“,
denn der Mensch hat zwei Kräfte: wissenschaftliche spekulative Kraft und
Willensstärke. Seine vollständige Freude
hängt davon ab, seine wissenschaftliche Kraft und seine Willensstärke zu
vervollkommnen, und die Vervollkommnung seiner wissenschaftlichen Kraft kann
nicht geschehen, außer wenn er folgendes weiß:
1. er
muss den Wahren Herrn kennen, den Schöpfer und Versorger; Der den Menschen aus
dem Nichts geschaffen hat und ihm Seine Gunst gewährt hat;
2. er
muss Seine Namen und Eigenschaften kennen und alles, das Ihm gebührt; und den
Einfluss, den diese Namen auf Seine Diener haben;
3. er
muss den Weg kennen, der zu Ihm führt, gepriesen sei Er;
4. er
muss die Hindernisse und den Schaden kennen, der den Menschen davon abhält, den
Weg und die großartige Wonne, zu der er führt, zu erkennen;
5. er muss wirkliche Erkenntnisse über seine
eigene Seele und ihre Bedürfnisse haben, erkennen, was gut für sie ist und was
ihr schadet, und ihre Vorzüge und Fehler kennen.
Erst wenn er
diese fünf Dinge kennt, kann der Mensch seine wissenschaftliche Kraft
vervollkommnen.
Und die
Vervollkommnung seiner wissenschaftlichen Kraft und seiner Willensstärke kann
durch nichts anderes erfolgen, als durch das Respektieren der Gesetze Allahs
über Seine Diener und durch das aufrichtige, ehrliche Ausführen dieser Rechte,
der Sunna des Propheten entsprechend und als Zeugnis Seiner Gunst an
ihm. Es gibt keinen anderen Weg diese
beiden Kräfte zu Vervollkommnen, als mit Seiner Hilfe. Deshalb ist es nötig, auf dem Geraden Weg
rechtgeleitet zu sein, auf dem Allah Seine Freunde führte.[68]
Nachdem wir
erfahren haben, dass die wahre Religion göttliche Unterstützung für
verschiedene Stärken der Seele ist, sollten wir auch wissen, dass Religion das
Schutzschild der Gesellschaft darstellt.
Dies ist so, weil das menschliche Leben nicht ohne gegenseitige
Zusammenarbeit funktionieren kann und diese Zusammenarbeit kann nicht
stattfinden, als durch ein System, das die menschlichen Beziehungen regelt,
ihre Verpflichtungen festlegt und ihre Rechte garantiert. Dieses System benötigt auch eine zügelnde und
zurückhaltende Autorität, die die Seele davor bewahrt, gegen das System zu
verstoßen, sie ermutigt, es zu bewahren, ihre Relevanz garantiert und die
Menschen davon abhält, es zu entweihen.
Was ist also
diese Kraft?
Es gibt auf
dieser Erdoberfläche keine Kraft, die es mit der Kraft der Religiosität
aufnehmen könnte, wenn es um die Garantie des Respekts der Ordnung, des
gesellschaftlichen Zusammenhalts, der Stabilität des Systems und die
Harmonisierung der Mittel zu Ausgeglichenheit und Ruhe in der Gesellschaft
geht.
Das Geheimnis
hierfür ist, dass sich der Mensch von den anderen Lebewesen darin
unterscheidet, dass alle seine freiwilligen Bewegungen und Taten von einem
unhörbaren und unsichtbaren Element kontrolliert werden. Dieses Element ist der Glaube, der die Seele
läutert und die Glieder reinigt. Der
Mensch wird daher immer von einem wahren oder falschen Glauben kontrolliert. Wenn dieser Glaube richtig ist, wird alles an
ihm richtig sein, aber wenn sein Glaube korrupt ist, ist alles an ihm
korrupt.
Die Aqida
(Glaubenslehre) und der Iman (Glaubensstärke) sind beide persönliche
Beobachter und Wächter des Menschen; und sie sind – wie an allen Menschen
festzustellen ist – von zwei Arten:
-
Glaube an den Wert moralischer
Vorzüglichkeit, menschlicher Würde und anderer Konzepte, gegen die verständige
Menschen aus Scham nicht verstoßen würden, selbst wenn sie keine äußeren
Konsequenzen zu befürchten und materiellen Lohn dafür hätten.
-
Glaube an Allah – gepriesen und erhaben
ist Er – und die Tatsache, dass Er der Wachende ist, Der die Geheimnisse und
das Verborgene kennt; von Dessen Befehlen und Verboten das islamische Gesetz
seine Kraft ableitet und vor Dem die Sinne sich übermäßig schämen, entweder aus
Liebe zu Ihm oder aus Furcht vor Ihm oder beidem. Es besteht kein Zweifel daran, dass diese Art
des Glaubens der stärkere darin ist, Autorität über die menschlichen Verstand
auszuüben. Er ist auch stärker darin,
den Tornados der Einflüsterungen und der Unbeständigkeit von Gefühlen zu
widerstehen und schneller darin, die Einflüsse auf den Verstand der Menschen
und ihrer Führer zu verlassen.
Deshalb ist
Religion der beste Garant für die Errichtung von Beziehungen zwischen den
Menschen auf der Grundlage von Gleichheit und Gerechtigkeit, die eine
Notwendigkeit in jeder Gesellschaft darstellen.
Es ist daher kein Wunder, dass Religion in der menschlichen Gesellschaft
die Stellung des Herzens im menschlichen Körper innehat.[69]
Wenn dies die
Stellung der Religion im allgemeinen ist – und was wir in der heutigen Welt an
zahlreichen Religionen und Glaubensrichtungen sehen, wo jede Gruppe sich ihres
Glaubens erfreut und eisern daran festhält – welche ist dann die wahre
Religion, die dem menschlichen Verstand das bietet, wonach er sich sehnt? Und welches sind die allgemeinen Kriterien
für die Wahre Religion?
ALLGEMEINE
KRITERIEN DER WAHREN RELIGION:
Jeder, der an
einem Glauben festhält, denkt, dass sein Glaube der wahre sei und alle, die
einer Religion folgen, denken, dass ihre Religion die ideale sei und der
geradeste Weg. Wenn du die Anhänger
veränderter Religionen oder die Anhänger von Menschen geschaffener
Glaubensrichtungen über den Beweis für ihren Glauben fragst, argumentieren sie,
dass schon ihre Vorväter diesen Glauben befolgten und sie folgen nur ihrem
Vorbild. Dann erzählen sie Geschichten
und Berichte, deren Kette der Überlieferung fragwürdig sind und deren Texte
nicht frei von Mängeln und Fehlern sind.
Sie verlassen sich nur auf weitervererbte Bücher, deren Autoren, Berichterstatter
und sogar deren ursprünglichen Sprachen und Quellen unbekannt sind. Es handelt sich lediglich um vermischte
Geschichten miteinander verknüpft, übertrieben und von Generation zu Generation
weitervererbt ohne irgendeine Wahrheitsprüfung durch Gelehrte und präzises
Überprüfen ihrer Texte. Diese
unbekannten Bücher, Erzählungen und blinden Imitationen können nicht als
Beweise in Angelegenheiten der Religion und des Glaubens genommen werden. Oder ist es möglich, dass alle diese
veränderten Religionen und von Menschen geschaffenen Glaubensrichtungen alle
wahr oder alle falsch sind?
Es ist
unmöglich, dass alle diese Religionen wahr sind, denn es gibt nur eine Wahrheit
und es kann nicht mehrere geben. Es ist
ebenfalls unmöglich, dass alle diese veränderten Religionen und von Menschen
geschaffenen Glaubensrichtungen von Allah und damit wahr sind. Da es also so viele Religionen gibt und nur
eine davon wahr sein kann, welche ist dann die wahre Religion?
Es sollte daher
Kriterien geben, um die wahre Religion von den falschen zu unterscheiden. Wenn wir feststellen, dass diese Kriterien
auf eine Religion passen, wissen wir, dass es die wahre Religion ist; und wenn
alle oder eines dieser Kriterien in irgendeiner Religion fehlen, wissen wir,
dass es sich um eine falsche Religion handelt.
Die Kriterien,
an denen wir die wahre Religion von den falschen unterscheiden können, sind:
Erstens: Dass die
Religion von Allah sein muss, offenbart durch einen Engel an einen Seiner
Gesandten, um sie der Menschheit zu überbringen. Denn die wahre Religion ist Allahs Religion,
und Er ist es, Der Seine Diener belohnen wird und sie am Tag des Gerichts
versammeln wird und über die Religion, die Er offenbart hat, befragen wird. Er sagt (im Qur´an, was der Bedeutung nach so
übersetzt werden kann):
„Gewiss, Wir haben dir (Offenbarung) eingegeben, wie Wir Nuh
und den Propheten nach ihm (Offenbarung) eingegeben haben. Und Wir haben
Ibrahim, Isma'il, Ishaq, Ya'qub, den Stämmen, "Isa, Ayyub, Yunus, Harun
und Sulaiman (Offenbarung) eingegeben, und Dawud haben Wir ein Buch der
Weisheit gegeben.“[70]
Er, der
Gepriesene, sagt (im Qur´an, was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Und Wir haben vor dir keinen Gesandten gesandt, dem Wir
nicht (die Weisung) eingegeben hätten: Es gibt keinen Gott außer Mir, so dient
Mir!“[71]
Anhand der oben
zitierten Verse und Kriterien ist jegliche Religion, die von einem Menschen
erfunden worden ist und ihm beigemessen wird und nicht Allah, definitiv eine
falsche Religion.
Zweitens: Dass die
Religion dazu aufrufen soll, Allah alleine anzubeten; sie sollte Schirk
(Mehrgötterei in jeglicher Form) und alles, das dazu führen kann,
verbieten. Dies ist so, weil das
Aufrufen zur Einzigkeit Gottes die hauptsächliche Mission aller Propheten und
Gesandter gewesen ist. Jeder Prophet
sagte zu seinem Volk:
„Dient Allah!
Keinen Gott habt ihr außer Ihm.”[72]
Drittens: Sie sollte mit
den Prinzipien übereinstimmen, zu denen alle die Gesandten ihre Völker
aufgerufen haben; und zwar Allah alleine anzubeten und Mehrgötterei,
Undiszipliniertheit zu den Eltern, jemanden ungerechtfertigt zu töten und alle
anderen unmoralischen Dinge, seien sie offensichtlich oder verborgen, zu
vermeiden.
Allah sagt (im
Qur´an, was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Und Wir haben vor dir keinen Gesandten gesandt, dem Wir
nicht (die Weisung) eingegeben hätten: Es gibt keinen Gott außer Mir, so dient
Mir!“[73]
Er sagt auch
(im Qur´an, was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Sag: Kommt her! Ich will euch verlesen, was euer Herr euch
verboten hat: Ihr sollt Ihm nichts beigesellen, und zu den Eltern gütig sein;
und tötet nicht eure Kinder aus Armut - Wir versorgen euch und auch sie; und
nähert euch nicht den Abscheulichkeiten, was von ihnen offen und was verborgen ist;
und tötet nicht die Seele, die Allah verboten hat (zu töten), außer aus einem
rechtmäßigen Grund! Dies hat Er euch anbefohlen, auf dass ihr begreifen möget.“[74]
Er sagt
ebenfalls (im Qur´an, was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Und frage wen von Unseren Gesandten Wir vor dir gesandt
haben, ob Wir anstatt des Allerbarmers (andere) Götter eingesetzt haben, denen
man dienen soll.“[75]
Viertens: Sie sollte
nicht widersprüchlich sein, indem sie eine Sache befiehlt und diesem Befehl an
anderer Stelle widerspricht. Sie sollte
auch nicht eine Sache verbieten und dann etwas, das ähnlich ist, grundlos
erlauben, oder etwas für eine Gruppe Menschen verbieten und einer anderen
erlauben. Allah sagt (im Qur´an, was der
Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Denken sie denn nicht sorgfältig über den Qur'an nach? Wenn
er von jemand anderem wäre als von Allah, würden sie in ihm wahrlich viel
Widerspruch finden.“[76]
Fünftens: Die Religion
sollte in ihren Befehlen, Verboten, Abschreckungsmittel und Sitten, die sie
anordnet, enthalten, was die Menschen, ihre Religion, ihre Würde, ihre
Besitztümer, ihr Leben und ihre Nachkommenschaft bewahrt, um diese fünf
Faktoren zu schützen.
Sechstens: Sie sollte als
Gnade der Menschheit dienen und sie vor ihren eigenen Ungerechtigkeiten
bewahren und den Ungerechtigkeiten, die einer gegen den anderen begeht, durch
widerrechtliches An-sich-reißen der Rechte des anderen und allgemeine
Höflichkeiten oder durch irreführen der Schwachen durch die Hände der Starken,
bewahren. Allah sagt, als Er die Gnade
erläutert, dass dem Propheten Moses die Thora gegeben wurde (im Qur´an, was der
Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Und als sich in Musa der Zorn beruhigt hatte, nahm er die
Tafeln. In ihrer Schrift ist Rechtleitung und Barmherzigkeit für die, die vor
ihrem Herrn Ehrfurcht haben.“[77]
Er sagt
ebenfalls (was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann), indem Er uns über
die Botschaft von Jesus informiert:
„Und damit Wir ihn zu einem Zeichen für die Menschen und zu
einer Barmherzigkeit von Uns machen.”[78]
Er sagt über
den Propheten Salih (im Qur´an, was der Bedeutung nach so übersetzt werden
kann):
„Er sagte: ‚O mein Volk, was meint ihr, wenn ich mich auf
einen klaren Beweis von meinem Herrn stütze und Er mir Barmherzigkeit von Sich
hat zukommen lassen, wer wird mir gegen Allah helfen, wenn ich mich Ihm
widersetze?´”[79]
Er sagt über
den Qur´an (was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Und Wir offenbaren vom Qur'an, was für die Gläubigen
Heilung und Barmherzigkeit ist.”[80]
Siebtens: Sie sollte die
Rechtleitung zum Gesetz Allahs enthalten und den Menschen die Absicht Allahs in
diesem Gesetz lehren:
Sie sollte den
Menschen über seinen Ursprung und seine letzte Bestimmung aufklären. Allah sagt über die Thora (im Qur´an, was der
Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Gewiss, Wir haben die Tora hinabgesandt, in der
Rechtleitung und Licht sind.”[81]
Er sagt über
das Evangelium (Indschil) (das Buch, das Jesus gegeben worden war) (im
Qur´an, was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Und Wir gaben ihm das Evangelium, in dem Rechtleitung und
Licht sind.”[82]
Er sagt über
den Qur´an (was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Er ist es, Der Seinen Gesandten mit der Rechtleitung und
der Religion der Wahrheit gesandt hat.”[83]
Die wahre
Religion ist die eine, die die Rechtleitung zum Gesetz Allahs enthält, Frieden
und Seelenruhe bietet, vor sämtlichen Anspielungen schützt, alle Fragen
beantwortet und jedes Problem löst.
Achtens: Sie sollte zu
guten Charaktereigenschaften und Taten, wie Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit,
Anstand und Großzügigkeit aufrufen. Sie
sollte auch schlechte Verhaltensweisen wie Ungehorsam gegenüber den Eltern,
Töten unschuldiger Seelen, unmoralische Taten aller Art, Lügen,
Ungerechtigkeit, Aggressivität, Geiz und Sündigen verbieten.
Neuntens: Sie sollte
denen Freude liefern, die an sie glauben.
Allah sagt (im Qur´an, was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Ta-Ha. (1) Wir haben den Qur'an nicht auf dich (als
Offenbarung) hinabgesandt, damit du unglücklich bist.”[84]
Sie sollte mit
der aufrechten Natur harmonisieren.
„(Dies bedeutet) die natürliche Weise Allahs, nach der Er den Menschen
die natürliche Weise gab.“[85]
Sie muss
ebenfalls mit dem gesunden Menschenverstand harmonisieren, denn die wahre Religion
wurde von Allah bestimmt und der gesunde Menschenverstand wurde von Allah
geschaffen und deshalb ist es unmöglich, dass das Gesetz Allahs und Seine Geschöpfe einander widersprechen.
Zehntens: Sie sollte zur
Wahrheit führen, die Menschen vom Irrtum fernhalten und zum geraden Weg führen,
wo es keine Krümmungen gibt. Allah
spricht von den Dschinn, nachdem einige von ihnen dem Qur´an zugehört
hatten, sagten sie zu den anderen (was der Bedeutung nach so übersetzt werden
kann):
„Sie sagten: O unser Volk, wir haben
ein Buch gehört, das nach Musa (als Offenbarung) herabgesandt worden ist, das
zu bestätigen, was vor ihm war, und das zur Wahrheit und zu einem geraden Weg
leitet.“[86]
Sie sollte zu
nichts auffordern, das den Menschen Elend bringt, wie Allah über den Qur´an
sagt (was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Ta-Ha. (1) Wir haben den Qur'an nicht
auf dich (als Offenbarung) hinabgesandt, damit du unglücklich bist.”[87]
Die wahre
Religion sollte den Menschen nichts auferlegen, was ihren Ruin herbeiführt. Allah sagt (im Qur´an, was der Bedeutung nach
so übersetzt werden kann):
„Und tötet euch nicht selbst. Allah ist
gewiss Barmherzig gegen euch.”[88]
Sie sollte auch
keine Unterschiede zwischen ihren Anhängern machen aufgrund ihrer Rasse,
Hautfarbe oder Zugehörigkeit. Allah sagt
(im Qur´an, was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
“O ihr Menschen, Wir haben euch ja von
einem männlichen und einem weiblichen Wesen erschaffen, und Wir haben euch zu
Völkern und Stämmen gemacht, damit ihr einander kennenlernt. Gewiss, der
Geehrteste von euch bei Allah ist der Gottesfürchtigste von euch. Gewiss, Allah
ist Allwissend und Allkundig.“[89]
Deshalb sollte
Frömmigkeit in der wahren Religion das anerkannte Kriterium sein, an dem
Menschen gemessen werden.
Nachdem wir die
Kriterien für die Unterscheidung zwischen der wahren Religion und den falschen
erwähnt und Beweise aus dem Qur´an aufgeführt haben, dass diese Kriterien
allgemein gültig sind und auf alle Gesandten Allahs zutreffen, ist es
angebracht, die Arten der Religion zu nennen.
ARTEN DER RELIGIONEN:
Die Menschheit
ist zweigeteilt, was ihre Glaubensrichtungen angeht:
Eine Gruppe, die ein Buch besitzt, das ihnen offenbart
worden war, wie die Juden, Christen und Muslime.
Was die Juden
und Christen betrifft, so waren die Bücher, die ihren Propheten offenbart
worden waren, aufgrund ihrer Unwissenheit über das, was in ihnen enthalten war,
weil sie Menschen als Götter neben Allah genommen hatten und durch die lange
Zeit, die zwischen ihnen und dem Erhalt dieser Bücher vergangen war, verloren
gegangen. Daher schrieben ihre Priester
einige Bücher, von denen sie behaupteten, sie wären von Allah, aber sie waren
nicht von Allah, sondern nur falsche Anmaßungen von Lügnern und Verfälschungen
von Fanatikern.
Was das Buch
der Muslime (den Edlen Qur´an) angeht, so ist es das letzte Göttliche Buch, das
offenbart wurde und das stärkste und festeste.
Allah Selbst garantiert seine Erhaltung und überließ dies nicht der
Menschheit. Er sagt (im Qur´an, was der
Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Gewiss, Wir sind es, die Wir die
Ermahnung herabgesandt haben, und Wir werden wahrlich ihr Hüter sein.”[90]
Der Qur´an wird
daher in den Herzen der Menschen bewahrt und im Buch, denn er ist das letzte
Buch, das Allah der Menschheit zu ihrer Rechtleitung gesandt hat. Er hat es zu einem Beweis gegen sie bis zur
letzten Stunde gemacht und Er hat seine Endlosigkeit festgelegt.
Er ist
jederzeit gültig für die, die seine Grenzen und Worte befolgen wollen, danach
handeln und daran glauben. Weitere Erklärungen über dieses Buch werden
in einem späteren Abschnitt gegeben.
Es gibt eine
andere Gruppe religiöser Anhänger, die kein offenbartes Buch von Allah haben,
obwohl sie ein ererbtes Buch von ihrem Religionsgründer haben, wie die Hindus,
Magier, Buddhisten, Konfuzianer und die Araber vor Muhammad.
Es gibt kein
Volk, das nicht etwas Wissen hat und einige Aktivitäten ausübt, durch die ihre
weltlichen Interessen erreicht werden.
Dies ist das allgemeine Wissen, das Allah jedem menschlichen Wesen
eingegeben hat, und sogar den Tieren, denn das Tier ist auch geleitet, wie es
Nutzen wie Futter und Wasser erreichen und vermeiden kann, was ihm schadet; und
Allah hat in ihm die Liebe zum ersten und Abneigung gegen das zweite
geschaffen. Er sagt (im Qur´an, was der
Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Preise den Namen deines höchsten
Herrn, (1) Der erschafft und dann zurechtformt (2) und Der das Maß festsetzt
und dann rechtleitet (d.h. der Menschheit das Richtige und das Falsche gezeigt
hat und den Tieren ihre Weiden).“[91]
Er sagt
ebenfalls (im Qur´an, was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann), indem
er uns darüber informiert, was der Prophet Moses zu Pharao gesagt hatte:
„Unser Herr ist derjenige, der allem
seine Natur gegeben und (es) hierauf rechtgeleitet hat.“[92]
Er klärt uns
auch über den Propheten Abraham auf, der von Seinem Herrn sagte: „Der mich
erschaffen hat und mich (nun) rechtleitet.“[93]
Es ist jedem
gesunden Menschen bekannt – der die mindeste Reflexion und Verstand zum Denken
besitzt – dass Anhänger von Religionen besser in sinnvollen Wissenschaften und
rechtschaffenen Taten sind, als diejenigen, die keine Religion haben. Aus diesem Grund finden wir nichts bei
Nicht-Muslimen unter den Anhängern anderer Religionen, außer dass die Muslime
etwas besseres und vollkommeneres besitzen; also besitzen die Anhänger von
Religionen was die anderen nicht haben.
Denn Wissen und
Taten sind von zwei Arten:
Erstens: Das, was durch
Intelligenz und Vernunft erreicht werden kann, wie Mathematik, medizinische
Wissenschaften und Herstellung.
Obwohl die
Anhänger der Religionen und die Atheisten gleichermaßen im Besitz dieser Dinge
sind; die Anhänger von Religionen sind dennoch besser darin.
Was aber die
Dinge betrifft, die nicht durch bloße Vernunft erkannt werden können, wie
Theologie und religiöse Wissenschaften, diese sind Vorrechte der Anhänger von
Religionen. Bei dieser Art des Wissens
gibt es Dinge, die durch logische Beweise belegt werden können, daher leiteten
die Gesandten die Menschen an, wie die logischen Beweismittel zu nutzen sind;
es ist sowohl logisch als auch gesetzlich.
Zweitens: Was nicht
bekannt sein kann außer durch die Information, die durch die Gesandten
übermittelt wurde. Diese Art von Wissen
und Taten kann durch den menschlichen Verstand nicht erreicht werden, wie das
Wissen über Allah, Seine Namen und Eigenschaften, die Wonne, die es im Jenseits
für denjenigen gibt, der Allah gehorcht und die Strafe für denjenigen, der Ihm
ungehorsam ist, die Erläuterung Seiner Anordnungen und die Information über die
vergangenen Propheten und deren Völker usw.[94]
AUSGANGSLAGE
DER EXISTIERENDEN RELIGIONEN:
Große
Religionen, ihre alten Bücher und antiken Gesetze sind zur leichten Beute für
leichtfertige und böswillige Leute geworden, zu Objekten des Gespötts für
Verzerrer und Heuchler und zu Zielscheiben blutiger Geschehnisse und großen
Elends, so sehr, dass sie ihren Schwung und ihre Gestalt verloren haben. Wenn ihre ersten Anhänger und Propheten jetzt
wiedererweckt würden, würden sie sie sicherlich zurückweisen und erklären, dass
sie sie nicht kennen.
Das Judentum[95] –
heute – ist zu einer Reihe von Ritualen und Traditionen ohne Schwung und ohne
Leben degradiert worden. Abgesehen davon
ist es eine Religion ausschließlich für eine besondere Rasse und birgt weder
eine Botschaft für die Welt, noch eine Sendung für die Menschen, noch
irgendeine Gnade für die Menschheit.
Diese Religion
litt in ihren Glaubensfundamenten, die ihr Motto unter anderen Religionen und
Nationen war.
Es war einst
eine edle Religion gewesen, war es doch die Religion, welche die Propheten
Abraham (Ibrahim) und Jakob (Ya´qub) ihren Kindern zu folgen geboten
hatten. Die Juden haben zahlreiche
Konzepte vom Glauben korrupter Nationen, mit denen sie ihre Nachbarschaft
teilten oder unter deren Vorherrschaft sie gerieten, angenommen. Sie hatten ebenfalls viele Bräuche und
Traditionen der Götzendiener übernommen. Dies wurde von unparteiischen
jüdischen Historikern bestätigt. In der jüdischen Enzyklopädie können wir
lesen, was es ungefähr bedeutet: „Die Verfluchung durch die Propheten wegen der
Anbetung von Bildern, zeigt an, dass
Götzenanbetung und falsche Gottheiten in den Herzen der Israeliten Einzug
erhalten haben und dass sie polytheistische und abergläubische Ansichten
übernommen hatten. Der Talmud bezeugt
ebenfalls die Tatsache, dass Götzendienst eine besondere Anziehungskraft auf
die Juden besaß.“[96]
Der Talmud[97]
von Babel – den die Juden überaus verehren und über die Thora bevorzugen-
zirkulierte unter den Juden des sechsten Jahrhunderts und enthält eine Menge
seltsamer Bekundungen ihrer Einfältigkeit, ihrer absurden Aussagen, ihres
unverschämten Verhaltens Allah gegenüber, ihrer Verhöhnung der Realität und
ihres Spiels mit der Religion und dem menschlichen Verstand. Er zeigt das
Ausmaß, mit dem die jüdische Gemeinschaft dieser Zeit Intellektualität und
Religiosität degradiert haben.[98]
Was das
Christentum angeht[99], so
leidet es seit seinen frühesten Tagen unter Verdrehungen durch Extremisten,
Veränderungen durch Unwissende und der Mehrgötterei der Römer, die behaupteten,
Christen zu sein.[100]
All diese
Verdrehungen, Veränderungen und Götzendienerei sind zur Messe geworden, unter
der alle großartigen Lehren von Jesus Christus begraben wurden, und das Licht
des Monotheismus und aufrichtigen Gottesdienstes sind hinter diesen Wolken
verborgen. Ein christlicher Verfasser
spricht über das Ausmaß, in welchem die Trinität seit Ende des vierten
Jahrhunderts nach Christus von der christlichen Gemeinschaft aufgenommen wurde:
„Der Glaube,
dass ein Gott aus drei verschiedenen Gottheiten besteht, ist seit dem letzten
Viertel des vierten Jahrhunderts in das innere Leben der christlichen Welt und
ihre Gedanken eingedrungen und wurde seither zum offiziell anerkannten Glauben
in allen Bereichen des Christentums. Die
Entwicklung der Trinität und ihr Geheimnis wurden bis zur zweiten Hälfte des
neunzehnten Jahrhunderts n.Chr. nicht preisgegeben.“[101]
Ein
zeitgenössischer christlicher Historiker[102]
diskutiert in seinem Buch das Auftauchen des Götzendienstes unterschiedlicher
Arten und Gestalt in der christlichen Gesellschaft und die Mannigfaltigkeit mit
der die Christen religiöse Riten, Traditionen und Helden von den Götzen von
Nationen und Religionen der Antike unter dem Vorwand der Nachahmung,
Bewunderung oder Unwissenheit angenommen haben.
Er sagte:
„Das Heidentum
ist beendet, aber nicht völlig eliminiert.
Es ist wohl eher in die Herzen eingedrungen und allem darin wurde
toleranter Weise gestattet, im Namen des Christentums und unter seinem
Deckmantel weiter zu existieren.
Diejenigen, die ihre Götter und Helden aufgegeben haben, nahmen einen
ihrer Märtyrer und gaben ihm den Titel eines ihrer früheren Götter, dann
errichteten sie eine Statue in seinem Namen.
Dies ist es, wie Mehrgötterei und Götzendienst auf diese lokalen
Märtyrer übertragen wurden. Bis zum Ende
des Jahrhunderts verbreitete sich das Anbeten der Märtyrer und Heiligen über
das gesamte Christentum und bildete einen neuen Glauben, der lehrte, dass
Heilige göttliche Eigenschaften hätten.
Diese Heiligen und verehrten Männer wurden zu Fürsprechern zwischen Gott
und dem Menschen genommen und heidnischen Festen wurden neue Namen gegeben, bis
das antike heidnische Sonnenfest 400 n.Chr. zu Weihnachten wurde.“
Was die Magier
angeht, so waren sie seit jeher dafür bekannt, dass sie die Naturelemente
anbeteten, von denen das Feuer das größte ist.
Sie haben mit seiner Anbetung begonnen und dazu Altäre und Tempel
gebaut, so dass diese Feuerhäuser überall in ihrem Land verbreitet waren und
alle anderen Religionen und Glaubensrichtungen mit Ausnahme der Feueranbetung
und der Verehrung der Sonne verschwanden.
Die Religion war für diese Menschen zu bloßen Riten und Traditionen
geworden, die an bestimmten Orten abgehalten wurden.[103]
Der dänische
Verfasser Arthur Christensen, der das Buch: „Iran während der Herrschaft der
Sassaniden“ geschrieben hat, beschreibt ihre verschiedenen religiösen Führer
und deren Funktionen. „Diese Funktionäre
müssen viermal täglich das Feuer anbeten.
Zusätzlich hierzu beteten sie Mond, Feuer und Wasser an. Sie hatten die Anordnung, das Feuer niemals
sterben zu lassen oder Feuer und Wasser zusammentreffen zu lassen oder das
Metall rosten zu lassen, denn sie verehrten auch das Metall.“[104]
Diese Magier
haben die ganze Zeit einen Dualismus praktiziert und dies war zu ihrem Motto
geworden. Sie glaubten an zwei Götter:
den Gott des Lichts oder Gott des Guten, den sie „Ahur Mazda“ oder „Yazdan“
nannten und der andere Gott war der Gott der Dunkelheit oder des Bösen und
wurde „Ahur Man“ genannt. Krieg und
Konflikte gab es ständig zwischen beiden.[105]
Was den
Buddhismus angeht, der in Indien und Mittelasien weit verbreitet ist, so handelt
es sich um ein Heidentum dessen Anhänger Götzen mit sich tragen, wohin sie auch
gehen. Sie bauen Tempel für diese Götzen
und errichten die Statue von „Buddha“, wohin sie auch gehen und sich
niederlassen.[106]
Was den
Brahmanismus, die Religion Indiens betrifft, so war sie für eine Menge
Gottheiten bekannt. Ihr Heidentum
erreichte im sechsten Jahrhundert v.Chr. seinen Höhepunkt, als die Zahl der
Gottheiten 330 Millionen Götter erreicht hatte.[107]
Alles ist
entsprechend dem Brahmanismus wunderbar, und alles ist nützlich geworden und
eine Gottheit zum Anbeten. Während jener
Zeit war die Kunst der Götzenherstellung äußerst einträglich geworden und viele
Götzenhersteller haben große Mengen an Götzen in verschiedenen Gestalten
geformt. Ein hinduistischer Schriftsteller
C.V.Vidya schrieb in seinem Buch „The History of Medieval Hindu“, als er über
die Ära von König Harash (606-648 n.Chr. ) sprach, die die Zeit der Ankunft des
Islam in Arabien ist: „Hinduismus und Buddhismus sind gleichermaßen heidnische
Religionen, obwohl der Buddhismus den Hinduismus in seinem Heidentum noch
übertroffen haben mag. Der Ursprung des
Buddhismus war die Leugnung der Existenz irgendeines Herrn, aber sie nahmen
nach und nach Buddha (ihren Gründer) zur größten Gottheit. Später fügte man andere Gottheiten wie
Bodhistavas dazu. Das Heidentum hat in
Indien derartig seinen Höhepunkt erreicht, dass der Name Buddha in manchen
östlichen Sprachen zum Synonym für einen Götzen oder eine Statue wurde.“ Zweifellos hat sich das Heidentum in der gegenwärtigen
Welt weit verbreitet. Die gesamte Welt vom Atlantischen Ozean bis zum
Pazifischen Ozean ist nahezu im Heidentum versunken. Die Angelegenheit erscheint, als ob das
Christentum, die semitischen Religionen und der Buddhismus einander in der
Verherrlichung und Verehrung von Götzen übertreffen wollen wie rennende
Pferde.“[108]
Ein anderer
Hindu sagte in seinem Buch: „The Prevailing Hinduism“, dass die Kunst, Götzen
herzustellen, noch nicht beendet ist, sondern kleine Götzen seien weiter dabei,
dem existierenden ´Gottheiten-Komplex´ in großer Zahl in den unterschiedlichen
geschichtlichen Perioden beizutreten, so dass sie unzählbar geworden seien.[109]
Dies
ist die Situation der Weltreligionen.
Was die zivilisierten Länder angeht, wo große Regierungen gebildet
wurden, wo zahlreiche Wissenschaften florierten und welche die Wiege der
Zivilisation, der Industrie und der Kunst waren, so sind sie zu Ländern ohne
Religion geworden. Es sind Länder, die ihre Herkunft und ihre Kraft verloren
haben, in denen es keine rechtschaffenen Reformer und Lehrer gibt, wo der
Atheismus öffentlich verkündet wird, Korruption aller Art wuchert, alle
Standards sich geändert haben, und der Mensch sich selbst gegenüber wertlos
geworden ist.
Aus diesem
Grunde gibt es so viele Fälle von Selbstmord, werden Familienbande zertrennt,
soziale Verbindungen werden in Unordnung gebracht, die Kliniken der Psychologen
sind voller Patienten und der Markt der Zauberkünstler wurde eröffnet. In diesen sogenannten zivilisierten Nationen
probiert der Mensch jedes Vergnügen aus und verfolgt jeden neu eingeführten und
erfundenen Glauben, versucht, den Wunsch seiner Seele zu sättigen, sich
glücklich zu machen und sich selbst Seelenfrieden zu verschaffen. Aber alle
diese Vergnügungen und alle diese Glaubensrichtungen und Theorien schlagen
darin fehl, für ihn diese Ziele zu erreichen und er muss in seinem
psychologischen Elend und seiner spirituellen Qual weiter machen, bis er eine
Beziehung zu seinem Schöpfer aufbaut und Ihn auf die Art und Weise anbetet, die
Ihm gefällt und mit der Er Seine Gesandten geschickt hat.
Allah sagt, als
Er die Situation dessen beschreibt, der sich von seinem Herrn abwendet und
Rechtleitung von anderen als Ihm sucht (im Qur´an, was der Bedeutung nach so
übersetzt werden kann):
„Wer sich aber von Meiner Ermahnung
abwendet, der wird ein beengtes Leben führen, und Wir werden ihn am Tag der
Auferstehung blind (zu den anderen) versammeln.“[110]
Er, der
Gepriesene, unterrichtet uns auch über das Leben der wahren Gläubigen und ihre
Freude in diesem weltlichen Leben, als Er (im Qur´an, was der Bedeutung nach so
übersetzt werden kann) sagt:
„Diejenigen, die glauben und ihren
Glauben nicht mit Ungerechtigkeit verdecken, die haben (das Recht auf)
Sicherheit, und sie sind rechtgeleitet.“[111]
Er, dessen Lob
groß ist, sagt (im Qur´an, was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Was aber diejenigen angeht, die
glückselig sind, so werden sie im (Paradies)garten sein, ewig darin zu bleiben,
solange die Himmel und die Erde währen, außer was dein Herr will, als eine
unverkürzte Gabe.“[112]
Wenn wir die
Kriterien für eine wahre Religion auf alle diese Religionen anwenden – außer
dem Islam – werden wir sehen, dass sie Mängel in diesen Kriterien aufweisen,
wie von der Darlegung oben deutlich wird.
Der größte Mangel, den diese Religionen aufweisen, ist der
Monotheismus. Denn ihre Anhänger haben
Allah andere Götter in der Anbetung zur Seite gestellt, zusätzlich zu der
Tatsache, dass diese Religionen den Menschen kein Gesetz geben, das an allen
Orten und zu allen Zeiten anwendbar ist und das sie, ihr Leben, ihren Glauben,
ihre Ehre, ihre Nachkommen und ihr Eigentum schützen kann. Diese Religionen führen die Menschen weder zu
Allahs Gesetz, das Er zu befolgen anordnet, noch gewähren sie ihnen
Seelenfrieden und Glückseligkeit als Folge ihrer innewohnenden
Widersprüche.
Was den Islam
angeht, so wirst du in den kommenden Kapiteln feststellen, dass er die wahre
Religion Allahs ist, mit der Er zufrieden ist und die Er für die Menschheit als
Religion ausgewählt hat.
Am Ende dieses
Abschnitts ist es passend, das Wesen des Prophetentums zu definieren und den
Bedarf der Menschheit daran; und die Grundlagen der Mission der Gesandten und
die Realität der letzten und immerwährenden Sendung des Islam zu erklären.
DAS WESEN DES
PROPHETENTUMS:
Das größte, das
der Mensch in diesem Leben wissen muss, ist das Wissen über seinen Herrn, Der
ihn aus dem Nichts erschaffen hat und ihn mit Seiner Gnade überhäuft hat. Und der großartigste Zweck, zu dem Allah die
Schöpfung geschaffen hat, ist, das sie Ihm Allein dient. Aber woher kann man seinen Herrn kennen, wie
man es sollte? Welche sind die
verbindlichen Pflichten und Verpflichtungen Ihm gegenüber? Wie kann er seinem Herrn dienen? Der Mensch kann jemanden finden, der ihm während
der Unbeständigkeit des Lebens zur Seite steht, seine Bedürfnisse erfüllt, wie
eine Behandlung für eine Unpässlichkeit, etwas Medizin gibt, ihm dabei hilft,
ein Haus zu bauen und so weiter und so fort; aber er kann unter den
gewöhnlichen Menschen keinen finden, der ihm seinen Herrn vorstellen und ihm erklären kann, wie er Ihn anbeten
soll. Dies ist so, weil die menschliche
Intelligenz nicht von allein wissen kann, was Allah beabsichtigt. Er kann noch
nicht einmal die Absicht seines Mitmenschen wahrnehmen, bevor dieser ihm
erzählt, was er beabsichtigt. Wie kann er dann wissen, was Allah meint? Außerdem ist dies auch so, weil diese
Angelegenheit nur auf Gesandte und Propheten beschränkt ist, die Allah
ausgewählt hat, die Botschaft zu übermitteln und diejenigen, die nach ihnen
kommen von den rechtgeleiteten Führern und die Erben des Propheten, die ihrem
Weg folgen, andere zu diesem Pfad nehmen und dabei helfen, ihre Botschaft zu
verkünden. Die Menschen können die
Offenbarung Allahs nicht direkt erhalten, denn sie sind nicht in der Lage dies
zu ertragen. Allah sagt (im Qur´an, was
der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Und es steht keinem menschlichen Wesen
zu, dass Allah zu ihm spricht, außer durch Eingeben (von Offenbarung) oder
hinter einem Vorhang, oder indem Er einen Boten sendet, der (ihm) dann mit
Seiner Erlaubnis (als Offenbarung) eingibt, was Er will. Gewiss, Er ist Erhaben
und Allweise.“[113]
Es
sollte daher einen Mittler geben und einen Botschafter, der das Gesetz Allahs
an Seine Diener übermittelt. Diese
Mittler und Botschafter sind die Gesandten und Propheten. Der Engel wird die Botschaft zum Propheten
bringen und der Prophet wird sie den Menschen übermitteln. Die Engel tragen die Botschaft nicht direkt
zu den Menschen, denn die Welt der Engel unterscheidet sich natürlich von der
der Menschen. Allah sagt (im Qur´an, was
der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Allah erwählt Sich aus den Engeln
Gesandte, und (auch) aus den Menschen. Gewiss, Allah ist Allhörend und Allsehend.“[114]
Allahs
Weisheit macht es notwendig, dass der Gesandte von der Rasse ist, wie die
Menschen, zu denen er gesandt wurde, damit sie ihn verstehen können, weil sie
mit ihm sprechen können.
Wenn
Gesandte von den Engeln zur Menschheit gesandt worden wären, wären sie nicht in
der Lage gewesen, ihnen gegenüberzutreten oder irgendetwas von ihnen zu
lernen. Allah der Erhabene sagt (im
Qur´an, was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Und sie sagen: "Warum ist kein
Engel zu ihm herabgesandt worden?" Wenn Wir aber einen Engel herabsenden
würden, dann wäre die Angelegenheit wahrlich entschieden, und ihnen würde dann
kein Aufschub gewährt. (8) Und wenn Wir ihn (den Gesandten auch) zu einem Engel
gemacht hätten, so hätten Wir ihn (doch) wahrlich zu einem Mann gemacht, und
Wir hätten ihnen wahrlich verdeckt, was sie zu verdecken suchten.“[115]
Er sagt
ebenfalls (im Qur´an, was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Und Wir sandten vor dir keine
Gesandten, die nicht Speise aßen und auf den Märkten umhergingen. Und Wir haben
die einen von euch zur Versuchung für die anderen gemacht, (um festzustellen,)
ob ihr standhaft seid. Und dein Herr sieht sehr wohl (alles). (20) Und
diejenigen, die nicht die Begegnung mit Uns erwarten, sagen: "O würden
doch die Engel auf uns herabgesandt, oder könnten wir doch unseren Herrn
sehen!" Sie verhalten sich ja hochmütig in Bezug auf sich selbst, und sie
lehnen sich in großer Mißachtung auf.“[116]
Er sagt auch
(im Qur´an, was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Und Wir haben vor dir nur Männer
gesandt, denen Wir (Offenbarungen) eingegeben haben. So fragt die Leute der
Ermahnung, wenn ihr (etwas) nicht wisst.“[117]
Er sagt auch
(im Qur´an, was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Und Wir haben keinen Gesandten gesandt,
außer in der Sprache seines Volkes, damit er ihnen (die Botschaft) klar macht.“[118]
Diese Gesandten
und Propheten besaßen einen vollständigen und vollkommenen Verstand, gute
Eigenschaften, Wahrhaftigkeit in Worten und Taten, Aufrichtigkeit bei der Übermittlung
dessen, was ihnen anvertraut worden war, göttliche Immunität von allem, das das menschliche Verhalten beflecken könnte und eine
körperliche Erscheinung, die frei von allem war, das den Blick abstoßen und dem
gesunden menschlichen Geschmack widersprechen könnte.[119] Allah hat sie in ihrer Person und in ihrem
Verhalten gereinigt. Sie sind die
vollkommensten in ihrem Benehmen, die reinsten in ihren Seelen und die
Großzügigsten. Allah vereinigte in ihnen
Besonnenheit, Wissen, Großmut, Großzügigkeit, Mut und Gerechtigkeit. Durch diese guten Eigenschaften zeichneten
sie sich unter ihren Völkern aus. Das
Volk des Propheten Salih sagte zu ihm, wie Allah uns in Seinem Buch erklärt
(was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Sie sagten: "O Salih, du warst
zuvor unter uns einer, auf den man Hoffnung setzte. Willst du uns denn
verbieten, dem zu dienen, dem unsere Väter dienen?“[120]
Er informiert
uns auch darüber, was das Volk des Propheten Schu´aib zu ihm sagte (im Qur´an,
was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Sie sagten: "O Su'aib, befiehlt
dir denn dein Gebet, dass wir das verlassen, dem unsere Väter dienen, oder
(davon absehen), mit unserem Besitz zu tun, was wir wollen? Du bist fürwahr der
Nachsichtige und Besonnene.“[121]
Der
Gesandte Allahs, Muhammad, war unter seinem Volk schon bevor er die Offenbarung
erhalten hat, mit dem Namen „Al-Amien“ (der Vertrauenswürdige) bekannt; Sein
Herr beschreibt ihn, indem Er sagt (im Qur´an, was der Bedeutung nach so
übersetzt werden kann):
„Und
du bist wahrlich von großartiger Wesensart.“[122]
Die
Gesandten und Propheten sind daher die besten von Allahs Geschöpfen. Er suchte sie aus und erwählte sie, Seine
Botschaft der Menschheit zu übermitteln und:
„Allah
weiß sehr wohl, wo Er Seine Botschaft anbringt.“[123]
Allah
sagt (im Qur´an, was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Gewiss, Allah hat Adam und Nuh und die
Sippe Ibrahims und die Sippe 'Imrans vor den (anderen) Weltenbewohnern
auserwählt.“[124]
Diese
Gesandten und Propheten – waren trotz der edlen Eigenschaften, mit denen Allah
sie beschrieben hat und den
außergewöhnlichen Verhaltensweisen, für die sie bekannt waren –
nichtsdestotrotz Menschen, die litten, wie andere Menschen leiden; sie litten
unter Hunger und Krankheit; sie schliefen, aßen, heirateten und starben. Allah sagt, indem Er sich an den Propheten
Muhammad wendet (im Qur´an, was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Du wirst gewiss sterben, und auch sie
werden sterben.“[125]
Allah
sagt ebenfalls (im Qur´an, was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Und Wir haben ja bereits Gesandte vor
dir gesandt und ihnen Gattinnen und Nachkommenschaft gegeben.“[126]
Sie
waren sogar der Verfolgung ausgesetzt; viele von ihnen wurden getötet oder von
ihren Häusern vertrieben. Allah sagt,
indem Er den Propheten Muhammad anspricht (was der Bedeutung nach so übersetzt
werden kann):
„Und als diejenigen, die ungläubig
sind, gegen dich Ränke schmiedeten, um dich festzusetzen oder zu töten oder zu
vertreiben. Sie schmiedeten Ränke, und (auch) Allah schmiedete Ränke. Aber
Allah ist der beste Ränkeschmied.“[127]
Aber
für sie war das Ende, der Sieg und die Autorität in diesem weltlichen Leben und
im Jenseits. Allah sagt (im Qur´an, was
der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Und Allah wird ganz gewiss denjenigen
helfen, die Ihm helfen.“[128]
Er sagt
ebenfalls (im Qur´an, was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Allah hat (vor)geschrieben:
"Siegen werde Ich ganz gewiss, (Ich) und Meine Gesandten." Gewiss,
Allah ist Stark und Allmächtig.“[129]
DIE ZEICHEN DES
PROPHETENTUMS:
Da das
Prophetentum ein Mittel ist mit dem das edelste allen Wissens erworben werden
kann, und die großartigsten und ehrenhaftesten Taten ausgeführt werden können,
hat Allah in Seiner Gnade diesen Propheten Zeichen gegeben, an denen sie
erkannt und durch die sie identifiziert werden können, daher hatte jeder
einzelne von ihnen, der den Anspruch erhob, eine Mission zu erfüllen, einige
Zeichen und Bedingungen, an denen er erkannt werden konnte und die auf seine
Vertrauenswürdigkeit hinwiesen, wenn er wahrhaftig war, ansonsten wäre er ein
Lügner. Es gab viele solche Zeichen:
1. Der
Gesandte sollte zur Anbetung Allahs alleine aufrufen und zum Aufgeben der
Anbetung anderer neben Ihm. Denn dies
ist der Zweck, zu dem Allah die Schöpfung geschaffen hat.
2. Der
Gesandte sollte die Menschen dazu aufrufen, ihm zu glauben und seine Botschaft
in die Tat umzusetzen. Allah befiehlt
Seinem Gesandten, Muhammad, zu sagen (im Qur´an, was der Bedeutung nach so
übersetzt werden kann):
„O ihr Menschen, ich bin der Gesandte Allahs an euch alle.“[130]
3. Allah
stärkt ihn mit verschiedenen Zeichen des Prophetentums. Von diesen Zeichen sind die Verse, die der
Prophet Muhammad von Allah gebracht hat und die sein Volk nicht verwerfen oder
nachahmen konnten. Ein anderes Beispiel
ist das Zeichen des Propheten Musa, als sein Hirtenstab sich in eine Schlange
verwandelte; das Zeichen des Propheten Jesus (´Isa), der den Blinden und den
Leprakranken mit der Erlaubnis Allahs heilte und das Zeichen Muhammads, welches
der Großartige Qur´an ist, obwohl er ungelehrt war und weder lesen noch
schreiben konnte, um nur ein paar wenige von den Zeichen der Propheten zu
nennen. Zu diesen Zeichen gehört auch
die deutliche und lebendige Wahrheit, die die Propheten und Gesandten gebracht
haben und die ihre Gegner nicht widerlegen oder verneinen konnten. Ihre Widersacher wussten eher sehr wohl, dass
das, was die Propheten brachten, die Wahrheit war, der man nicht widerstehen
konnte. Zu ihren Zeichen gehörten
ebenfalls vollkommene Gestalt, schöne Charakterzüge und großmütiges Benehmen,
mit dem Allah die Propheten unterschieden hat.
4. Seine
Botschaft muss in ihren Grundlagen mit den Grundlagen, zu denen alle Gesandten
und Propheten aufgerufen haben, übereinstimmen.[131]
5. Er
darf andere nicht dazu auffordern, ihn selbst anzubeten oder ihm
gottesdienstliche Handlungen irgendeiner Art zukommen zu lassen. Er darf auch nicht zur Verehrung seines
Stammes oder seines Klans aufrufen.
Allah befiehlt Seinem Propheten Muhammad, den Menschen zu sagen (im
Qur´an, was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Sag: Ich sage nicht zu euch, ich besäße die Schatzkammern
Allahs, und ich weiß auch nicht das Verborgene; und ich sage nicht zu euch, ich
sei ein Engel. Ich folge nur dem, was mir eingegeben wird.“[132]
6. Er
soll die Menschen um nichts in dieser Welt als Lohn für seine Mission
bitten. Allah sagt, als Er uns über
Seine Propheten Noah, Hud, Salih, Lot und Schu´aib informiert, dass sie ihren
Völkern sagten (was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Ich verlange von euch keinen Lohn dafür. Mein Lohn obliegt
nur dem Herrn der Welten.“[133]
Auch der
Prophet Muhammad sagte zu seinem Volk (was der Bedeutung nach so übersetzt
werden kann):
„Ich verlange von euch dafür (für den
Qur´an) keine Belohnung, und ich bin keiner von denen, die sich selbst zumuten
(und Dinge erfinden).“[134]
Diese Propheten
und Gesandten, von deren Qualitäten und Zeichen ihres Prophetentums ich dir
berichtet habe, sind viele. Allah sagt
(im Qur´an, was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Und Wir haben ja bereits in jeder
Gemeinschaft einen Gesandten erweckt: Dient Allah und meidet die falschen
Götter.“[135]
Diese Gesandten
haben die Menschheit glücklich gemacht; die Menschen haben ihre Geschichten
übermittelt und die Anweisungen für ihre Religion wurden wiederholt
weitergegeben, da sie wahr und gerecht sind.
Dementsprechend wurde der Sieg und die Vernichtung ihrer Feinde
wiederholt berichtet, mit dem Allah sie geehrt hat, wie die Vernichtung von
Noahs (Nuhs) Volk, das Ertrinken des Pharaos, die Bestrafung des Volkes von Lot
und der Sieg von Muhammad über seine Feinde und die Ausbreitung seiner
Religion. Wer dies weiß, wird mit
Sicherheit wissen, dass sie der Menschheit Gutes und Rechtleitung gebracht
haben; dass sie zu allem angewiesen haben, was ihnen nutzt und sie gewarnt
haben vor dem, was für sie schädlich sein könnte. Der erste von ihnen war Adam
und der letzte ist Muhammad.
BEDARF DER
MENSCHEN AN GESANDTEN:
Die Propheten
sind Allahs Gesandte an Seine Diener; damit sie ihnen Seine Befehle
überbringen, ihnen die frohe Botschaft geben von der Wonne, die Allah ihnen
vorbereitet hat, wenn sie Seinen Befehlen gehorchen, und sie vor der
ewigwährenden Strafe und Qual zu warnen, wenn sie Ihm ungehorsam sind und ihnen
die Geschichten von den Nationen der Vergangenheit und den Strafen und Qualen
in dieser Welt erzählen, die sie wegen ihres Ungehorsams gegenüber den Befehlen
ihres Herrn befallen hatten. Diese
göttlichen Befehle und Verbote kann man von selbst durch menschliches
Nachdenken nicht kennen, aus diesem Grund hat Allah Befehle und Verbote
erlassen als eine Ehre für die Menschheit und um ihre Interessen zu
schützen. Weil die Menschen dazu neigen,
ihren Begierden Folge zu leisten, wobei sie die Verbote missachten, andere
Menschen angreifen und deren Rechte nehmen.
Deshalb hat Allah in Seiner größten Weisheit dann und wann Gesandte zur
Menschheit geschickt, die sie an die Befehle Gottes erinnerten, sie vor dem
Ungehorsam warnten, die Ermahnungen zitierten und ihnen die Geschichten der
vergangenen Völker berichteten. Denn
wenn man wundervolle Geschichten hört und großartige Konzepte die Psyche
wecken, nimmt die Vernunft dies auf, das Wissen vermehrt sich und die richtige
Wahrnehmung stellt sich ein. Je mehr der
Mensch hört, desto mehr denkt er; je mehr er denkt, desto mehr überlegt er; je
mehr er überlegt, desto mehr versteht er und je mehr er versteht, desto mehr
handelt er.
Also ist das
Senden der Gesandten unvermeidlich und es gibt keine Alternative für sie, wenn
die Wahrheit festgestellt werden soll.[136]
Schaikh-ul-Islam
Ibn Taymiyya[137] sagte:
„Die göttliche Botschaft ist notwendig, um den Menschen in seinem weltlichen
Leben und seinem letzten Aufenthalt zu reformieren. Genau wie es für ihn kein Wohl in seinem
jenseitigen Leben geben wird, wenn er der Botschaft nicht folgt, gibt es für
ihn auch kein Wohlergehen in seinem weltlichen Leben, wenn er der Botschaft
nicht folgt. Er ist daher daran
gebunden, Allahs Gesetz Folge zu leisten, denn er lebt zwischen zwei
Bewegungen: eine Bewegung, mit der er sucht, was ihm Nutzen bringt und eine
andere Bewegung, mit der er von ihm abwendet, was ihm schadet. Allahs Gesetz ist also das Licht, das ihm
zeigt, was ihm nutzen oder schaden kann. Das ist das Licht Allahs auf der Erde,
Seine Gerechtigkeit unter Seinen Dienern und Sein Schutzwall, der dem, der ihn
betritt, Sicherheit gewährt. Was mit Allahs Gesetz gemeint ist, ist keine
körperliche Unterscheidung zwischen dem Schädlichen und dem Nützlichen; denn
selbst die Tiere können das. Der Esel
und das Kamel können zwischen Gerste und Sand unterscheiden. Was hiermit gemeint ist, ist das in der Lage
sein, zwischen Taten zu unterscheiden, die dem, der sie tut, in seinem
weltlichen Leben und in seinem Jenseits schaden können und Taten, die ihm in
seinem weltlichen Leben und in seinem Jenseits nutzen können; wie
beispielsweise der Nutzen des Glaubens, des Glaubens an die Einzigkeit Allahs,
der Gerechtigkeit, der Rechtschaffenheit, der Freundlichkeit, der Ehrlichkeit,
der Sittsamkeit, der Tapferkeit, des Wissens, der Beständigkeit, des Gebietens
alles Guten und des Verbietens alles Schlechten, des Pflegens der
Verwandtschaftsbande, des Pflichtbewusstseins gegenüber den Eltern, der
Freundlichkeit den Nachbarn gegenüber, der Erfüllung seiner Verpflichtungen,
die Reinigung seiner Taten für Allah, Ihm vertrauen, Ihn um Hilfe bitten, mit
Seiner Vorherbestimmung zufrieden sein, sich Seinen Regeln unterwerfen, an Ihn
und Seine Gesandten in allem glauben, worüber sie ihn informieren und alle
anderen Taten, die für den Menschen in seinem weltlichen Leben und im Jenseits
von Nutzen sind. Im Gegenteil des zuvor
genannten liegt sein Elend und Schaden in seinem weltlichen Leben und im
Jenseits.
Hätte es die
göttlichen Botschaften nicht gegeben, der menschliche Verstand wäre nicht auf
die Einzelheiten gekommen, was ihm in diesem weltlichen Leben nutzen oder
schaden könnte. Eine der größten Gnaden
Allahs für Seine Diener ist, dass Er ihnen Seine Gesandten geschickt, ihnen
Seine Bücher offenbart und den geraden Weg gewiesen hat. Hätte es sie nicht
gegeben, wären die Menschen wie das Vieh oder sogar noch schlimmer. Wer also die Botschaft Allahs akzeptiert und
darin standhaft ist, gehört zu den Besten der Schöpfung. Wer sie aber ablehnt und davon abweicht,
befindet sich also unter den Schlimmsten der Schöpfung und ist in einer
schlechteren Verfassung als der Hund und das Schwein und das verachtenswerteste
Geschöpf. Es gibt keinen anderen Weg wie
die Bewohner der Erde überleben können, als durch die Wirkungen der Botschaft,
die unter ihnen existiert, denn wenn der Einfluss der Botschaft von der Erde
beseitigt und die Zeichen ihrer Rechtleitung ausradiert werden, wird Allah den
Himmel bloßlegen und die Wiedererweckung geschehen lassen. Außerdem ist der Bedarf der Erdenbewohner an
der Botschaft nicht wie ihr Bedarf an der Sonne, dem Mond, der Luft und dem
Regen, und es ist nicht wie ihr Bedarf an ihren eigenen Seelen oder wie der
Bedarf des Auges am Licht; oder wie der des Körpers an Essen und Trinken. Der Bedarf an einem Gesandten ist eher viel
größer als an allem anderen, das man sich vorstellen kann.
Die Gesandten
sind Vermittler zwischen Allah und Seinen Geschöpfen, was Seine Befehle und
Verbote angeht; sie sind Abgesandte zwischen Ihm und Seinen Dienern. Der letzte
von ihnen, ihr Führer und der beliebteste von ihnen bei Allah ist
Muhammad. Allah schickte ihn aus Gnade
für die Menschheit und allem, das existiert.
Er macht ihn zu einem Beweis für diejenigen, die dem rechten Weg folgen
und zum Beweis gegen alle Geschöpfe. Er
befiehlt Seinen Dienern, ihm zu folgen, ihn zu lieben, zu respektieren und zu
ehren und ihm gegenüber alle Verpflichtungen zu erfüllen, die ihm
zustehen. Allah hat mit allen anderen
Propheten und Gesandten einen Bund geschlossen und Eid schwören lassen, dass
sie an ihn glauben und ihm folgen würden (wenn sie ihn träfen oder von ihm
hörten) und Er ordnete ebenfalls an, denselben Bund auch mit ihren gläubigen
Anhängern zu schließen. Allah sandte ihn
zu Beginn der Stunde. Mit ihm führte Er
viele aus dem Irrtum heraus, errettete viele aus ihrer Unwissenheit und öffnete
durch seine Botschaft blinde Augen, taube Ohren und versiegelte Herzen. Er erleuchtete die Erde durch seine
Botschaft, nachdem sie im Dunkel gewesen war, und vereinte die gespaltenen
Herzen. Er begradigte mit dem Gesandten
den verkrümmten Glauben und erklärte mit ihm den leuchtenden Pfad. Allah öffnete sein Herz, entfernte seine
Last, erhöhte seinen Ruhm und ließ denen, die gegen ihn waren, Demütigung und
Schande widerfahren. Er schickte ihn
nach einer Pause in der Reihe, in der Er die Gesandten geschickt hatte und
nachdem der Einfluss, den die zuvor offenbarten Bücher hinterlassen hatten,
ausgelöscht war, als die Worte verdreht und die Gesetze verändert worden waren,
als jede Nation ihre Meinungen auf Ungerechtigkeit gründete, Entscheidungen
bezüglich Allah und zwischen Seinen Dienern mit ihren eigenen korrupten
Aussagen und Wünschen trafen. Da war es
, dass Allah die Menschheit durch ihn rechtleitete und ihnen den richtigen Weg
zeigte, Er brachte die Völker durch ihn aus der Dunkelheit zum Licht und machte
die Unterscheidung zwischen denen, die Erfolg verdienen und denen, die Sünder
sind, durch ihn. Wer seiner Leitung
folgt, wird rechtgeleitet sein, und wer von Seinem Weg abweicht, geht Irre und
hat sich damit selbst geschadet. Allahs
Segen und Frieden seien auf ihm und auf allen anderen Gesandten und Propheten.[138]
Wir
können nun den Bedarf des Menschen an der Botschaft in folgenden Punkten
zusammenfassen:
1. Dass der Mensch ein gehegtes Geschöpf ist und
es ist unumgänglich für ihn, seinen Herrn und Schöpfer zu kennen; zu wissen,
was Er von ihm verlangt und warum Er ihn geschaffen hat. Der Mensch kann dies alles aber nicht von
alleine wissen, sondern nur durch die Propheten und Gesandten und wenn er die
Rechtleitung und das Licht kennt, das sie gebracht haben.
2. Der
Mensch besteht aus Körper und Seele. Die
Nahrung für den Körper ist das, was an Essen und Trinken zur Verfügung steht,
aber die Nahrung für die Seele wurde uns durch den Einen, Der sie geschaffen
hat, beschrieben; diese Nahrung sind wahre Religion und rechtschaffene
Taten. Also sind es die Propheten und
Gesandten, die die wahre Religion gebracht und zu rechtschaffenen Taten
angeleitet haben.
3. Der Mensch ist von Natur aus religiös und er
muss eine Religion haben, die er praktiziert und diese Religion muss die Wahre
sein. Es gibt also keinen anderen Weg,
die wahre Religion zu kennen, als durch den Glauben an die Propheten und
Gesandten und an alles zu glauben, was sie gebracht haben.
4. Der Mensch muss den Weg kennen, der ihn zur
Zufriedenheit Allahs in dieser Welt und zur Wonne im Jenseits führen. Und keiner kennt diesen Weg außer den
Propheten und Gesandten alleine.
5. Der Mensch selbst ist schwach und viele Feinde
warten auf ihn: Satan möchte ihn irreführen, schlimme Gefährten lassen ihm
schlechte Dinge gut erscheinen und sein inneres Ich lässt ihn Böses tun. Daher braucht er etwas, das ihn gegen die
bösen Pläne seiner Feinde schützen kann und die Propheten und Gesandten sind
es, die den Menschen dazu anleiten und es ihm deutlich erklärt haben.
6. Der Mensch ist von Natur aus gesellig, sein
Treffen anderer Menschen und seine Beziehungen zu ihnen bedürfen eines
Gesetzes, durch das Gerechtigkeit und Gleichheit unter den Menschen
gewährleistet werden können – ohne die das menschliche Leben wie das Leben im
Dschungel wäre. Dieses Gesetz muss auch
in der Lage sein, das Recht eines jeden ohne Übertreibung und Gleichgültigkeit
zu schützen, und keiner könnte ein so vollkommenes Gesetz bringen außer den
Propheten und Gesandten.
7. Der Mensch muss wissen, was ihm Ruhe und
psychologische Sicherheit geben kann und ihn zu den Mitteln wirklicher Freude
führt. Dies ist es, wozu die Propheten
angeleitet haben.
Nachdem
wir erklärt haben, warum die Schöpfung Propheten und Gesandte benötigt, ist es
nun passend, die Beweise, die die letzte Wiederkehr belegen, zu
diskutieren.
DIE LETZTE
WIEDERKEHR:
Jeder Mensch
weiß mit Sicherheit, dass der Tod unvermeidbar ist. Aber welches Schicksal erwartet ihn nach dem
Tod? Wird er glücklich oder elend sein?
Viele Menschen
und Völker glauben, dass sie nach dem Tod wiedererweckt und für alle ihre Taten
zur Rechenschaft gezogen werden; dass sie eine gute Belohnung erhalten werden,
wenn sie Gutes getan haben und eine Strafe, wenn sie Böses getan haben.[139]
Dieses Thema –
die Wiedererweckung und Rechenschaft – bestätigt der gesunde Menschenverstand
und die göttlichen Gesetze unterstützen dies.
Es basiert auf drei Fundamenten:
1. Bestätigung des vollkommenen Wissens des
Herrn, gepriesen sei Er.
2. Bestätigung Seiner vollkommenen
Allmächtigkeit.
3. Bestätigung Seiner vollkommenen Weisheit.[140]
Es gibt viele
schriftliche und logische Beweise zur Bestätigung der letzten Wiederkehr,
einige davon sind:
1. Die Zeichen
für die Wiedererweckung der Toten in der Erschaffung der Himmel und der
Erde. Allah sagt (im Qur´an, was der
Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Sehen sie denn nicht, dass Allah, Der
die Himmel und die Erde erschaffen hat und bei ihrer Erschaffung nicht ermüdet
ist, (auch) die Macht hat, die Toten wieder le bendig zu machen? Ja doch,
gewiss, Er hat zu allem die Macht.“[141]
Er sagt ebenfalls (im Qur´an, was der
Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Hat nicht Derjenige, Der die Himmel
und die Erde erschaffen hat, (auch) die Macht, ihresgleichen zu erschaffen? Ja
doch! Und Er ist der Allerschaffer und Allwissende.“[142]
2. Die Zeichen
für Allahs Fähigkeit, die Schöpfung wieder hervorzubringen, anhand Seiner
Fähigkeit, sie ohne irgendein Vorbild entstehen zu lassen. Also wird Er, Der in der Lage ist, etwas zur
Existenz zu bringen, es vernünftigerweise auch wieder entstehen lassen
können. Allah, der Erhabene, sagt (im
Qur´an, was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Und Er ist es, Der die Schöpfung am
Anfang macht und sie hierauf wiederholt; das ist für Ihn noch leichter. Er hat
die höchste Eigenschaft in den Himmeln und auf der Erde, und Er ist der
Allmächtige und Allweise.”[143]
Er sagt ebenfalls (im Qur´an, was der Bedeutung
nach so übersetzt werden kann):
„Er führt Uns ein Beispiel an und
vergißt seine (eigene) Erschaffung. Er sagt: "Wer macht die Knochen wieder
lebendig, wenn sie zerfallen sind?" (78) Sag: Wieder lebendig macht sie
Derjenige, Der sie das erste Mal hat entstehen lassen. Und Er weiß über jede
Schöpfung Bescheid.“[144]
3. Er hat den
Menschen in bester Gestalt und in dieser vollkommenen und vollständigen Form
geschaffen. Er hat ihn mit Gliedern,
Kraft und Eigenschaften ausgestattet; mit Fleisch, Knochen, Venen und Nerven,
mit Auslässen, und mit der Fähigkeit, zu planen, Dinge herzustellen und sich
Werkzeuge zu basteln und zu verwenden. In all dies sind die größten Zeichen für
Seine Fähigkeit, die Toten im Jenseits zu erwecken.
4. Die Zeichen
Seiner Fähigkeit, die Toten im Diesseits wiederzuerwecken, weisen auf Seine
Fähigkeit hin, die Toten im Jenseits wiedererwecken zu können . In den Göttlichen Büchern, die Allah Seinen
Gesandten offenbart hat, wurden hierüber Geschichten erzählt. Beispiele hierfür war die Wiederbelebung von
Toten mit der Erlaubnis Allahs durch die Hände Abrahams und Jesus, Friede sei
mit ihnen, unter vielen anderen.
5. Die Zeichen Seiner Fähigkeit, die Toten
wiederzuerwecken, anhand Seiner Fähigkeit, Dinge hervorzubringen, die den Szenarien
am Tag der Versammlung und Wiedererweckung ähnlich sind, wie:
a. Allah schuf den Menschen aus einem Tropfen
Sperma, der über den ganzen Körper verteilt wurde – dies ist der Grund dafür,
dass alle Körperteile den Geschlechtsverkehr genießen – Allah sammelt diesen
Tropfen von allen Körperteilen, lässt ihn in die Gebärmutter wandern und schuf
damit den Menschen. Wenn alle diese
Teile zerstreut wurden und Er sie zusammen sammelte und daraus den Menschen
entstehen ließ, was kann Ihn dann daran hindern, sie wieder einmal zusammen zu
vereinen, wenn sie dann nach dem Tod wieder verstreut werden. Allah sagt (im Qur´an, was der Bedeutung nach
so übersetzt werden kann):
„Und habt ihr gesehen, was ihr ergießt?
(58) Seid ihr es etwa, die ihn erschaffen oder sind nicht doch Wir die
Erschaffer?[145]
b. Wenn Pflanzensamen – egal welcher Art – auf
fruchtbares Land fallen und Erde und Wasser überdecken sie, wäre die logische
Konsequenz eigentlich, dass sie vergehen und verrotten, denn jeder von den
beiden – Wasser oder Erde – lässt den Samen verrotten und die Verbindung beider
wird dies mit noch größerer Wahrscheinlichkeit tun.
Tatsache ist aber, dass der Samen nicht
verrottet, sondern erhalten bleibt. Wenn
die Feuchtigkeit zunimmt, bricht der Samen auf und aus ihm keimt eine
Pflanze. Weist dies nicht auf eine
vollkommene Kraft und umfassende Weisheit hin?
Wird dieser Allweise und Allmächtige Herr nicht in der Lage sein, die
Teile des Menschen zu sammeln und seine Glieder wiederherzustellen? Allah sagt (im Qur´an, was der Bedeutung nach
so übersetzt werden kann):
„Was meint ihr denn zu dem, was ihr an
Saatfeldern bestellt? (63) Seid ihr es etwa, die es wachsen lassen, oder sind
nicht doch Wir es, die wachsen lassen?“[146]
In einem ähnlichen Vers sagt Allah (im
Qur´an, was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Und du siehst die Erde regungslos,
doch wenn Wir Wasser auf sie herabkommen lassen, regt sie sich, schwillt und
lässt von jeder entzückenden (Pflanzen)art wachsen.“[147]
5. Der Allmächtige, Allwissende und Allweise
Schöpfer ist weit davon entfernt, die Schöpfung aus Spaß erschaffen und dann
sich selbst überlassen zu haben. Er sagt
(im Qur´an, was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Und Wir haben den Himmel und die Erde
und das, was dazwischen ist, nicht umsonst erschaffen. Das ist die Meinung
derjenigen, die ungläubig sind. Doch wehe denjenigen, die ungläubig sind, vor
dem (Höllen)feuer.”[148]
Allah schuf die
Schöpfung aus größter Weisheit und zu einem vornehmen Zweck. Er sagt (im Qur´an, was der Bedeutung nach so
übersetzt werden kann):
„Und Ich habe die Jinn und die Menschen
nur (dazu) erschaffen, damit sie Mir dienen.“[149]
Es ist daher
nicht anzunehmen, dass vor diesem Allweisen Herrn diejenigen, die Ihm
gehorchen, und diejenigen, die Ihm nicht gehorchen, als gleichwertig angesehen
werden. Er sagt (im Qur´an, was der
Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Oder sollen Wir etwa diejenigen, die
glauben und rechtschaffene Werke tun, den Unheilstiftern auf der Erde
gleichstellen oder die Gottesfürchtigen den Lasterhaften?“[150]
Deshalb
entstammt es Seiner vollkommenen Weisheit und Seiner Großartigen Kraft, die
Schöpfung am Tag der Wiedererweckung zu erheben, um jeden Menschen für seine
Taten zu entlohnen; und um den, der Gutes tat, zu belohnen, und den, der Böses
tat, zu strafen. Allah sagt (im Qur´an,
was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Zu Ihm wird eure aller Rückkehr sein.
(Das ist) Allahs Versprechen in Wahrheit. Er macht die Schöpfung am Anfang und
wiederholt sie hierauf, um (es) denjenigen, die glauben und rechtschaffene
Werke tun, in Gerechtigkeit zu vergelten. Für diejenigen, die ungläubig sind, wird
es ein Getränk aus heißem Wasser und schmerzhafte Strafe geben dafür, dass sie
ungläubig gewesen sind.“[151]
Der Glaube an
den Letzten Tag – den Tag der Wiedererweckung – hat großen Einfluss auf den
Einzelnen und die Gesellschaft. Einige
Einflüsse sind folgende:
1. Er lässt den Menschen die Anstrengung
unternehmen, Allah in der Aussicht auf diesen Tag zu gehorchen und hält ihn aus
Furcht vor der Bestrafung an diesem Tag davon zurück, Ihm ungehorsam zu
sein.
2. Der Glaube an den Letzten Tag tröstet den
Gläubigen über die Wonnen und Freuden dieser Welt hinweg, die er versäumt, und
lässt ihn auf die Wonnen und die Freuden des Jenseits hoffen.
3. Durch den Glauben an den Letzten Tag kennt der
Mensch sein Schicksal nach dem Tod und er weiß, dass er eine gute Belohnung für
seine Tat zu erwarten hat, wenn sie gut ist, und dass er bestraft wird, wenn
sie schlecht ist. Er weiß, dass er
Rechenschaft ablegen muss; dass an ihm Rache geübt wird für diejenigen, denen
er in dieser Welt Unrecht getan hat und die Rechte derer, denen er Unrecht
getan hat oder die er unterdrückt hat, werden von ihm zurückgenommen.
4. Der Glaube an den Letzten Tag verwirklicht
Frieden und Sicherheit für die Menschheit, insbesondere in dieser Zeit, wo es
nicht genug Sicherheit gibt und Kriege ohne Ende wüten – denn der Glaube an
Allah und den Letzten Tag hält den Menschen davor zurück, anderen öffentlich
oder im Verborgenen Böses zu tun. Glaube
dringt in sein Herz ein und lässt ihn schlimme Absichten unterlassen – sofern
er welche hat.
5. Der Glaube an den Letzten Tag schreckt den
Menschen davon ab, anderen ungerecht zu behandeln und ihre Rechte zu
verletzen. Wenn Menschen an den Letzten
Tag glauben, sind sie davor sicher, sich gegenseitig Unrecht zu tun und ihre
Rechte werden geschützt sein.
6. Der Glaube an den Letzten Tag lässt den
Menschen diesen weltlichen Aufenthalt als einfach ein Stadium des Lebens
betrachten und nicht als das wirkliche Leben selbst.
Um diesen Teil
abzuschließen, lass uns die Worte von „WinBet“ dem amerikanischen Christen, der
in einer Kirche zu arbeiten pflegte und dann den Islam angenommen und die
Frucht des Glaubens an den Letzten Tag gefunden hatte. Er sagt: „Ich kenne jetzt Antworten auf die
Fragen, die mich mein Leben lang beschäftigt haben. Die Fragen sind: Wer bin ich? Was will ich?
Warum bin ich zu dieser Welt gekommen?
Und wie ist mein Ausgang?”[152]
GRUNDLAGEN
DER BOTSCHAFT DER GESANDTEN:
Alle Propheten
und Gesandten waren einstimmig in ihrem Aufruf zu allgemeinen Grundlagen[153]
wie dem Glauben an Allah, Seine Engel, Seine Bücher, Seine Gesandten; der
Glaube an den Letzten Tag und an die Vorherbestimmung, sei sie gut oder
schlecht; und wie die Anordnung, Allah allein anzubeten, ohne Ihm einen Partner
zur Seite zu stellen, Seinem Geraden Weg zu folgen, und nicht anderwärtigen
Wegen; wie das Verbieten von vier Arten von Sünden; alle schlimmen Taten, die
offensichtlichen und die verborgenen Sünden; ungerechte Unterdrückung; Allah in
der Anbetung Partner zur Seite stellen und Götzen anzubeten und Fetischen zu
dienen. Sie stimmten ebenfalls darin
überein, dass Allah weit darüber erhaben ist, eine Frau, Kinder, Partner oder
dergleichen zu haben, wie sie auch darin übereinstimmten, dass es verboten ist,
etwas über Ihn zu sagen, was nicht wahr ist; sie verboten Kindermord;
ungerechtfertigtes Töten; Wucher zu verzehren; das Eigentum der Waisen
aufzuzehren. Sie waren ungeteilter
Meinung über die Erfüllung von Abkommen und darüber, volles Maß und Gewicht zu
geben, pflichtbewusst den Eltern gegenüber zu sein; unter den Menschen gerecht
zu sein; ehrlich in Aussagen und Taten zu sein; sie untersagten Verschwendung
und Hochmut, ebenso wie den Besitz anderer unrechtmäßig aufzuzehren.
Ibn al-Qayyim[154]
sagte: „Alle göttlichen Gesetze sind in ihren Fundamenten einstimmig – selbst
wenn sie in anderen Dingen unterschiedlich sein mögen. Das Gute dieser Gesetze ist tief im
menschlichen Verstand verwurzelt und wären die Gesetze nicht in dieser Form
gekommen, wären sie weder weise, noch nützlich, noch barmherzig, obwohl es
unmöglich ist, dass sie in irgendeiner anderen Form hätten kommen können. Allah sagt (im Qur´an, was der Bedeutung nach
so übersetzt werden kann):
„Wenn die Wahrheit ihren Neigungen gefolgt wäre, gerieten
die Himmel und die Erde und wer in ihnen ist wahrlich ins Verderben.“[155]
Wie kann ein
weiser Mensch es für gestattet halten, dass das Gesetz Allahs, der der Beste
Richter ist, in einer anderen Form kommen sollte als in seiner gegenwärtigen
Form?[156]
Aus
diesem Grund praktizierten alle Propheten eine Religion, wie Allah in Seiner
Aussage bestätigt (im Qur´an, was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„O ihr Gesandten, esst von den guten
Dingen und handelt rechtschaffen; gewiss, Ich weiß über das, was ihr tut,
Bescheid. (51) Gewiss, diese ist eure Gemeinschaft, eine einzige Gemeinschaft,
und Ich bin euer Herr; so fürchtet Mich!“[157]
Er sagt
ebenfalls (im Qur´an, was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Er hat euch von der Religion
festgelegt, was Er Nuh anbefahl und was Wir dir (als Offenbarung) eingegeben
haben und was Wir Ibrahim, Musa und 'Isa anbefahlen: Haltet die (Vorschriften
der) Religion ein und spaltet euch nicht darin (in Gruppen).“[158]
Der Sinn und
Zweck von Religion ist, die Menschheit das erreichen zu lassen, wozu sie
geschaffen wurden: ihren Herrn allein anzubeten, ohne Ihm Partner zur Seite zu
stellen.[159]
Er
schrieb ihnen Riten vor, die sie erfüllen müssen und legte Verpflichtungen
fest. Er gab ihnen auch die Mittel, die
sie Gutes erreichen lassen, damit sie die Zufriedenheit ihres Herrn erreichen
können und Freude in dieser Welt und im Jenseits, einem göttlichen Weg
entsprechend, der den Menschen nicht zerreißt oder mit tödlichen Krankheiten
betrübt, die einen Widerstreit zwischen seiner Natur und seiner Seele und der
Welt um ihn herum herbeiführen kann.
Alle Gesandten riefen zur göttlichen Religion auf, die den Menschen mit
glaubensmäßigen Grundlagen versorgte, an die er glauben sollte, und mit dem
Gesetz, das er in seinem Leben befolgen sollte.
Aus diesem Grund war die Thora sowohl ein Glaube als auch ein Gesetz,
und ihre Anhänger waren angewiesen, sie zum Richter unter einander zu
machen. Allah sagt (im Qur´an, was der
Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Gewiss, Wir haben die Tora
hinabgesandt, in der Rechtleitung und Licht sind, womit die Propheten, die sich
(Allah) ergeben hatten, für diejenigen, die dem Judentum angehören, walten, und
so auch die Leute des Herrn und die Gelehrten.“[160]
Dann
kam der Christ, der ihnen das Evangelium brachte, in dem es Rechtleitung und
Licht gab und um die Thora zu bestätigen, die ihm vorausgegangen war. Allah sagt (im Qur´an, was der Bedeutung nach
so übersetzt werden kann):
„Und Wir ließen auf ihren Spuren Jesus,
den Sohn Maryams, folgen, das zu bestätigen, was von der Tora vor ihm
(offenbart) war; und Wir gaben ihm das Evangelium, in dem Rechtleitung und
Licht sind.”[161]
Dann
kam Muhammad mit dem abschließenden göttlichen Gesetz und der vollständigen
Religion als Zeuge über die Gesetze, die zuvor gekommen waren und um sie aufzuheben. Allah gab ihm den Qur´an als Bestätigung der
göttlichen Bücher, die zuvor gekommen waren.
Allah sagt (im Qur´an, was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Und Wir haben zu dir das Buch mit der
Wahrheit hinabgesandt, das zu bestätigen, was von dem Buch vor ihm (offenbart)
war, und als Wächter darüber. So richte zwischen ihnen nach dem, was Allah (als
Offenbarung) herabgesandt hat, und folge nicht ihren Neigungen entgegen dem,
was dir von der Wahrheit zugekommen ist.[162]
Allah
erklärt ebenfalls, dass Muhammad und die Gläubigen, die mit ihm waren, an Ihn
glaubten, wie es alle Propheten vor ihnen getan hatten. Er sagt (im Qur´an, was der Bedeutung nach so
übersetzt werden kann):
„Der Gesandte (Allahs) glaubt an das,
was zu ihm von seinem Herrn (als Offenbarung) herabgesandt worden ist, und
ebenso die Gläubigen; alle glauben an Allah, Seine Engel, Seine Bücher und
Seine Gesandten - Wir machen keinen Unterschied bei jemandem von Seinen
Gesandten. Und sie sagen: Wir hören und gehorchen. (Gewähre uns) Deine
Vergebung, unser Herr! Und zu Dir ist der Ausgang.“[163]
DIE BLEIBENDE
BOTSCHAFT[164]:
Alles, das
zuvor zur Situation des Judentums, Christentums, Mazdaismus, usw. erklärt
wurde, zeigt die Situation der Menschheit (siehe den Abschnitt ‘Ausgangslage
der existierenden Religionen’ in diesem Buch) im 6.Jahrhundert n.Chr., als die
Religion verdreht wurde, und alle politischen, sozialen und wirtschaftlichen
Bedingungen ebenfalls verdreht wurden; in einer Zeit in der blutige Kämpfe weit
verbreitet waren, Diktaturen gebildet und die Menschheit in ziemlicher
Dunkelheit lebte. Diese Situation führte
zu der Dunkelheit der Herzen als Ergebnis des Unglaubens und der
Unwissenheit. Sitten verfielen, Ehre und
Rechte wurden verletzt und Unheil wurde an Land und auf dem Meer zur
Tagesordnung. Die Situation war so
schrecklich, dass wenn ein weiser Mann darüber nachdenken würde, würde er zu
dem Schluss kommen, dass die Menschheit – in jener Zeit – am Sterben war und
dass sie einem Abgrund ohne Ausweg entgegeneilte, hätte Allah sie nicht mit
einem großen Reformer gerettet, der die Fackel des Prophetentums trug und das
Licht der Rechtleitung, um der Menschheit den Weg zu weisen und sie auf den
geraden Weg zu führen.
Zu jener Zeit
gestattete Allah, dass sich das immerwährende Licht des Prophetentums von Mekka
her ausbreitete, wo das Große Gotteshaus steht.
Die mekkanische Umgebung war wie die anderen menschlichen Umfelder, was
die Mehrgötterei, die Unwissenheit, Ungerechtigkeit und Selbstherrschaft
angeht, aber sie unterschied sich in vielen Eigenschaften von anderen Orten,
unter anderem in folgendem:
1. es war eine reine Umgebung, die
nicht durch die Verunreinigungen der griechischen, römischen oder indischen
Philosophie beeinflusst worden war. Ihre
Ureinwohner pflegten über tief verwurzelte Sprachgewandtheit, einen lebendigen
Verstand und außerordentliche Veranlagungen zu verfügen.
2. sie
befindet sich im Herzen der Welt. Sie
bildet den Mittelpunkt zwischen Europa, Asien und Afrika, ein wichtiger Faktor,
der es der ewigwährenden Botschaft leicht macht, sich schnell zu verbreiten und
diese Kontinente innerhalb kurzer Zeit zu erreichen.
3. sie
war ein sicherer Ort. Allah hatte ihn
beschützt, als Abraha (der abessinische König) ihn einnehmen wollte. Auch die benachbarten Reiche der Römer und
Perser waren nicht in der Lage gewesen, ihn zu erobern. Sogar sein Handel im Norden und im Süden war
gesichert. Das waren Vorboten für die
Ankunft eines Edlen Propheten. Allah hat
die Bewohner dieser Stadt an Seine große Gunst ihnen gegenüber erinnert, als Er
sagte (im Qur´an, was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Haben Wir ihnen denn nicht eine feste
Stellung in einem sicheren geschützten Bezirk verliehen, zu dem die Früchte
jeder Art zusammengetragen werden als Versorgung von Uns aus?“[165]
4. es
ist eine Wüstengegend, die viele ihrer guten und empfehlenswerten Charakterzüge
wie Großzügigkeit, gute Nachbarschaft, aufrichtige Sorge um die Ehre unter
anderen bewahrt hatte – Eigenschaften, die sie zum besten Ort für den Stamm der
Quraisch machte, der wohlbekannt war für seine Sprachgewandtheit, rednerische
und ehrwürdige Eigenschaften, die ihnen Positionen der Würde und der
Führerschaft eingebracht hatten.
Allah wählte
Seinen Propheten Muhammad zum letzten aller Propheten und Gesandten. Er wurde im 6.Jahrhundert n.Chr. in Mekka
geboren, ungefähr im Jahr 570. Er wuchs
als Waisenkind auf, denn sein Vater starb, als er noch nicht geboren war. Seine Mutter und sein Großvater
väterlicherseits starben, als er sechs Jahre alt war. Daher sorgte sein Onkel für ihn, und er wuchs
als Waise auf. Zeichen außerordentlicher
Klugheit zeigten sich an ihm; und seine Gewohnheiten, Manieren und
Charakterzüge waren anders als die seines Volkes. Er hatte nie gelogen und nie jemanden verletzt. Er war für seine Ehrlichkeit, Sittlichkeit
und Aufrichtigkeit so sehr bekannt, dass viele seines Volkes ihm ihre
wertvollen Besitztümer anvertrauten und er gab darauf acht, wie auf sein
eigenes Leben und seinen eigenen Besitz.
Dies brachte ihm den Beinamen „Al-Amin“ (der Vertrauenswürdige)
ein. Er war genügsam und schüchtern und
zeigte sich niemals nackt vor jemandem, seit er in das entsprechende Alter
gekommen war. Er war einfach und fromm
und fühlte sich verletzt, wenn er sein Volk die Götzen anbeten, Alkohol trinken
und unschuldiges Blut vergießen sah. Er
schloss sich ihnen nur bei den Taten an, die er liebte und die ihm gefielen und
hielt sich von ihnen fern, wenn sie ihren schamlosen Taten und Sünden nachgingen. Er half den Waisen und den Witwen und speiste
die Hungerleidenden. Als er fast vierzig
Jahre alt war, fühlte er sich angesichts der Korruption um ihn herum höchst
unbehaglich und begann, sich zurückzuziehen, um seinen Herrn anzubeten, und er
bat Ihn um Rechtleitung zum geraden Weg.
Als er in diesem Zustand war, kam einer der Engel mit der Offenbarung
von seinem Herrn hinab und befahl ihm, diese Religion der Menschheit zu
verkünden; sie dazu aufzurufen, Allah allein anzubeten und damit aufzuhören,
andere neben Ihm anzubeten. Dann ging die
Offenbarung von Anweisungen und Regelungen Tag für Tag und Jahr für Jahr
weiter, bis Allah diese Religion für die Menschheit vervollkommnet und Seine
Gunst an ihnen mit dieser Vollkommenheit erfüllt hat. Nachdem der Gesandte Allahs seine Pflicht
erfüllt hatte, ließ Allah ihn sterben.
Er hat 63 Jahre gelebt; 40 Jahre vor seinem Prophetentum und 23 Jahre
als Prophet und Gesandter.
Wer über die
Bedingungen der Propheten nachdenkt und ihre Geschichten studiert, wird mit
Sicherheit feststellen, dass das Prophetentum keines anderen Propheten so wie
das des Propheten Muhammad etabliert wurde.
Wenn du darüber nachdenkst, wie das Prophetentum von Musa und ´Isa
übermittelt worden war, dann weißt du, dass es auf einander folgte. Aber die Folge, in der der Prophet Muhammad
geschickt wurde, war größer, stärker und frisch. Dementsprechend war auch die Reihenfolge, in
der ihre Wunder übermittelt wurden, ähnlich, aber das womit die Wunder
Muhammads übermittelt wurden, war großartiger, denn er hatte viele Wunder und
das größte davon war der Glorreiche Qur´an, der noch immer weiter in Ton und
Schrift übermittelt wird.[166]
Wer einen
Vergleich zwischen dem anstellt, was die Propheten Musa und ´Isa gebracht haben
und dem, was der Prophet Muhammad an wirklichem Glauben, weisen Anordnungen und
nützlichem Wissen gebracht hat, wird mit Sicherheit feststellen, dass alle von
ihnen von einem einzigen Licht stammen: dem Licht des Prophetentums. Wer die Bedingungen der Anhänger der
Propheten mit denen der Anhänger Muhammads vergleicht, wird mit Sicherheit
feststellen, dass die Anhänger Muhammads die besten der Menschen waren und
diejenigen, der Anhänger der Propheten, die den meisten Einfluss auf die, die
nach ihnen kamen, besessen haben. Sie haben
den islamischen Monotheismus verbreitet, sich für Gerechtigkeit eingesetzt und
waren gnädig zu den Schwachen und Bedürftigen.[167]
Wenn du
zusätzliche Beweise für Muhammads Prophetentum wissen willst, werde ich dir die
Beweise und Zeichen zitieren, die ´Ali bin Rabban at-Tabari gefunden hat, als
er Christ war. Später hat er aufgrund
dieser Zeichen den Islam angenommen. Sie sind:
1. Der
Gesandte rief zur Anbetung Allahs Allein auf und zur Aufgabe der Anbetung
anderer neben Ihm. Hierin stimmte er mit
allen anderen Propheten überein.
2. Er
zeigte deutliche Zeichen, die nur Propheten Allahs zeigen können.
3. Er
sagte zukünftige Ereignisse voraus und sie geschahen, wie er sie vorausgesagt
hatte.
4. Er
sagte das Auftreten vieler Ereignisse in der Welt voraus und in welchen
Ländern, und diese Ereignisse geschahen, wie er sie vorhergesagt hatte.
5. Dass
das Buch, das Muhammad gebracht hat – der Qur´an – ein Zeichen seines
Prophetentums darstellt, denn es ist von schönster Sprachkunst, einem
ungelehrten Mann herabgesandt, der weder lesen noch schreiben konnte, aber
damit die Redner herausforderte, etwas derartiges wie eine Sure[168] davon
hervorzubringen; und aufgrund der Tatsache, dass Allah seine Bewahrung
garantiert, den korrekten Glauben damit erhält, es als vollkommene göttliche
Anweisung garantiert und damit die beste Gemeinschaft gründete.
6. Dass er das Siegel der Propheten ist und wenn
er nicht gesandt worden wäre, dann hätten sich die Ankündigungen der
vergangenen Propheten, die die frohe Botschaft von seiner Ankunft verkündet
hatten, als falsch erwiesen.
7. Dass
alle Propheten lange Zeit vor seiner Ankunft Voraussagen über ihn gemacht
hatten. Sie haben seine Mission
beschrieben, sein Land und die Unterwerfung anderer Nationen und Könige durch
ihn und seine Nation. Sie erwähnten ebenfalls
die Verbreitung seiner Religion.
8. Sein
Sieg über Nationen, die Krieg gegen ihn geführt haben, als Zeichen seines
Prophetentums; denn es wäre für einen Mann unmöglich gewesen, der
fälschlicherweise behauptet hätte, der Gesandte Allahs zu sein, dass er durch
Allah mit Sieg, Vorherrschaft und Geltung über seine Feinde gestärkt worden
wäre, seine Botschaft verbreitet und eine Vielzahl von Anhängern bekommen
hätte; denn all dies kann nicht eintreten außer durch die Hand eines wahren
Propheten.
9. Seine
religiösen Riten und gottesdienstlichen Handlungen, sein Anstand, seine
Ehrlichkeit, sein vorbildlicher Charakter, sein Benehmen und seine
Anordnungen. All dies kann man nicht
zusammen an einem Menschen finden, außer an einem Propheten.
Nachdem er diese
Beweise erwähnt hatte, sagte dieser rechtgeleitete Mann: „Dies sind erleuchtende
Züge und genügende Beweise. Wer mit ihnen begabt wurde, muss ein Prophet sein;
eine solche Person hat das Ziel getroffen und war erfolgreich; und der Glaube
an ihn ist Pflicht. Wer diese Beweise
ablehnt und verneint, hat einen Verlust seiner Bemühungen herbeigeführt und
sein weltliches Leben und das Jenseits verloren.”[169]
Am Ende dieses
Abschnitts will ich euch von zwei Zeugnissen erzählen: von dem des früheren
römischen Königs, der ein Zeitgenosse des Propheten Muhammads war, und das des
zeitgenössischen christlichen Evangelisten John Cent.
Das erste
Zeugnis war das von Heraklius:
Al-Bukhary
berichtete die Geschichte von Abu Sufyan als der römische König ihn rufen
ließ. Abu Sufyan sagte, dass Heraklius
nach ihm schickte, als er in Begleitung einiger Reiter von den Quraisch auf
Handelsreise nach Syrien unterwegs gewesen war, zu einer Zeit als der Gesandte
Allahs gerade Waffenstillstand mit Abu Sufyan und den Götzendienern von den
Quraisch hatte. Sie kamen zu Heraklius
als sie in Ilya (einer Stadt in Syrien) waren.
Heraklius lud sie zu seinem Gericht und bei ihm waren große Männer Roms. Er rief sie und seinen Übersetzer. Dann fragte er Abu Sufyan und seine
Begleiter: „Welcher von euch steht diesem Mann am nächsten, der behauptet, ein
Prophet zu sein?“
Abu Sufyan
sagte: „Ich bin ihm am nächsten im Blut.“
Heraklius sagte
dann seiner Gefolgschaft: „Bringt ihn nahe zu mir und lass seine Gefährten
hinter ihm stehen.“ Dann sagte er zu
seinem Übersetzer: „Sag ihnen: Ich werde diesen (Abu Sufyan) über den Mann
befragen, der behauptet, ein Prophet zu sein.
Wenn er mich also belügt, solltet ihr das zurückweisen.“
Abu Sufyan
sagte: „Bei Allah! Wenn es nicht eine
Schande gewesen wäre, einer Lüge bezichtigt zu werden, so hätte ich über ihn
gelogen. Die erste Frage, die er
stellte, war: Wie ist die Abstammung unter euch?“ Abu Sufyan antwortete: „Er ist von edler
Abstammung unter uns.“
Dann fragte er: „Hat irgendjemand von
euch jemals dieses Wort vor ihm gesprochen?“
Ich sagte: „Nein.“
Er fragte dann: „War irgendeiner seiner
Vorväter ein König gewesen?“
Ich sagte: „Nein.“
Er sagte: „Sind seine Anhänger edle
Männer oder schwache Menschen?“
Ich sagte: „Schwache Menschen.“
Er sagte: „Werden es mehr oder
weniger?“
Ich sagte: „Es werden mehr.“
Er sagte: „Traten irgendwelche von
ihnen von seiner Religion zurück, nachdem sie diese angenommen hatten?“
Ich sagte: „Nein.“
Er sagte: „Betreibt er Verrat?“
Ich sagte: „Nein, aber wir haben gerade
Waffenstillstand und wir wissen nicht, was er als nächstes tun wird.”
Abu Sufyan fügte hinzu: „Das war das
einzige, das ich gegen ihn sagen konnte.“
Heraklius fragte weiter: „Habt ihr
gegen ihn Krieg geführt?“
Ich sagte: „Ja!“
Er sagte: „Wie war euer Krieg gegen
ihn?“
Ich sagte: „Der Sieg war
abwechselnd. Er gewann manchmal und wir
gewannen manchmal.“
Er sagte: „Was befiehlt er euch zu
tun?“
Ich sagte: „Er sagte: ´Betet Gott
allein an und stellt Ihm in der Anbetung nichts zur Seite und meidet, was eure
Väter sagen. Er gebot uns das Gebet,
Ehrlichkeit, Rechtschaffenheit und Freundlichkeit zu Familie und Verwandten.“
Heraklius sagte
dann zu seinem Übersetzer: „Sag ihm: Ich habe dich über seine Abstammung
befragt und du sagst, er sei von edler Abstammung unter euch. Das ist der Fall bei den Gesandten. Sie werden von edler Abstammung in ihrem Volk
gesandt.
Ich
habe dich gefragt: Hat irgendeiner von euch behauptet, was er behauptet, und du
sagst, Nein. Und ich sage: Wenn
irgendjemand vor ihm gesagt hätte, was er nun sagt, hätte ich gesagt, er
wiederholt, was andere vor ihm gesagt hatten.
Ich
habe dich gefragt: War einer seiner Vorfahren ein König gewesen? Und du sagtest: Nein. Wenn irgendeiner seiner Vorväter ein König
gewesen wäre, hätte ich gesagt, er verlangt das Königtum seines Vaters.
Ich
habe dich gefragt: Habt ihr ihn jemals der Lüge bezichtigt, bevor er sagte, was
er sagt, und du antwortetest: Nein.
Daher weiß ich, dass er das Belügen der Menschen nicht hätte vermeiden
können, hätte er Lüge gegen Gott gesprochen.
Ich
fragte dich, ob diejenigen, die ihm folgen, edle Männer oder schwache Menschen
sind und du hast geantwortet, seine Anhänger sind die Schwachen. Ja, dies sind die Anhänger der
Gesandten.
Ich
fragte dich, ob ihre Zahl anwächst oder abnimmt und du sagtest, sie wächst
an. So ist das mit dem Glauben, bis er
vervollständigt wird.
Ich
habe dich gefragt, ob irgendwelche seiner Anhänger im Verdruss abtrünnig
werden, nachdem sie seine Religion angenommen haben, und du sagst: Nein. Ja, so ist das mit dem Glauben, wenn er in
die Herzen eingezogen ist.
Ich
habe dich gefragt, ob er betrügt und du sagtest: Nein. Das ist das Verhalten der Gesandten. Sie betrügen nicht.
Und
ich habe dich gefragt, was er euch zu tun befohlen hat und du sagtest, dass er
euch aufgetragen hat, Allah allein anzubeten und Ihm nichts zur Seite zu
stellen in der Anbetung, dass er euch Gebete, Rechtschaffenheit und Anstand
befohlen hat; dass er euch verbietet, Götzen anzubeten.
Wenn
alles, was du mir erzählt hast, wahr ist, wird er bald das unter Kontrolle
haben, wo ich jetzt stehe. Ich weiß,
dass so ein Prophet hervorkommen wird, aber ich dachte nicht, dass er von euch
kommen wird. Hätte ich gewusst, dass ich
ihn treffen würde, hätte ich die Schwierigkeiten auf mich genommen, ihn zu
treffen. Und ich wäre bei ihm geblieben,
ich hätte seine Füße gewaschen.“
Dann
ließ er den Brief des Gesandten Allahs bringen, den er mit Dihya, dem Herrscher
von Busra geschickt hatte. In dem Brief
stand:
Ich beginne im Namen
Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen. Von Muhammad bin Abdullah dem
Gesandten Gottes an Heraklius, dem Kaiser von Rom. Friede sei auf dem, der der
Rechtleitung folgt. Ich lade dich zum Islam ein. Akzeptiere den Islam und du
wirst sicher sein. Gott wird dir eine doppelte Belohnung zukommen lassen. Wenn
du dich von der Botschaft Gottes trennst, wirst du die Sünden aller deiner
Anhänger tragen: Sag: O Leute der Schrift, kommt her zu einem
zwischen uns und euch gleichen Wort: dass wir niemandem dienen außer Allah und
Ihm nichts beigesellen und sich nicht die einen von uns die anderen zu Herren
außer Allah nehmen. Doch wenn die sich abkehren, dann sagt: Bezeugt, dass wir
(Allah) ergeben sind.)) (Qur`an 3:64)[170]
Das
zweite Zeugnis:
Es
ist das Zeugnis des zeitgenössischen christlichen Evangelisten John Cent, der
sagte: „Nach kontinuierlichem Lesen über den Islam und seine Prinzipien, die
den Einzelnen und der Gesellschaft dienen, und seine Gerechtigkeit bei der
Einrichtung der Gesellschaft auf den Grundlagen von Gleichheit und
Monotheismus, habe ich mich selbst mit allen meinen Sinnen und meinem Geist
wiedergefunden, und ich schwor Allah, gepriesen sei Er, dass ich ein Verkünder
und Prediger des Islam in allen Teilen der Welt sein werde.“
Dieser
Mann ist nachdem er das Christentum studiert hatte und darin versiert geworden
war, zu dieser Gewissheit gelangt. Er
fand, dass es zu vielen Fragen des menschlichen Lebens keine Antworten liefern
konnte. Da begann er, daran zu
zweifeln. Später studierte er den
Kommunismus und den Buddhismus, aber auch dort fand er nicht, wonach er
suchte. Schließlich beschäftigte er sich
tiefgründig mit dem Islam, dann glaubte er daran und rief zum Islam auf.[171]
DAS
SIEGEL DES PROPHETENTUMS:
Aus
dem, was zuvor diskutiert wurde, ist dir die Realität des Prophetentums, seine
Zeichen und Beweise und die Zeichen des Prophetentums Muhammads deutlich
geworden. Bevor wir jetzt über das
Siegel des Prophetentums sprechen, musst du wissen, dass Allah nur aus
folgenden Gründen Gesandte schickt:
1. Dass
die Botschaft des Propheten spezifisch für ein besonderes Volk bestimmt war,
wobei der betroffene Gesandte nicht verpflichtet war, seine Botschaft den
benachbarten Nationen zu verkünden und dass Allah einen anderen Propheten mit
einer besonderen Botschaft zu einer anderen Nation sendet.
2. Dass
die Botschaft des vorangegangenen Propheten ausgelöscht worden war, in diesem
Fall schickte Allah einen anderen Propheten, der ihre Religion erneuern sollte.
3. Dass
das Gesetz der vorangegangenen Propheten nur für seine Zeit gültig war und für
nachfolgende Zeiten nicht länger geeignet ist, denn Allah schickt einen
weiteren Gesandten mit einem anderen Gesetz, das für eine andere Zeit und Ort
geeignet sein wird.
Die Weisheit
Allahs hat es erforderlich gemacht, dass Er Muhammad mit einer Botschaft für
die gesamte Menschheit schickt, die für alle Zeiten und Orte gültig ist und die
Er gegen ändernde und fälschende Hände beschützt, so dass sie Seine lebendige
Botschaft bleiben kann, nach der die Menschen leben und die rein und frei von
dem Makel der Verfälschungen und Änderungen sein wird. Aus diesem Grund hat Allah sie zum Siegel der
Botschaften gemacht.[172]
Eines der
Dinge, durch die Allah Muhammad von den anderen unterschieden hat, ist, dass Er
ihn zum Siegel aller Propheten machte, nach dem es keinen anderen Propheten
geben wird. Dies ist so, weil Allah mit
ihm alle Botschaften vervollständigt hat, alle Gesetze aufgehoben, die Struktur
vervollständigt und aktualisiert mit
seinem Prophetentum die Prophezeiung von Jesus Christus, als er sagte: „Jesus sprach zu ihnen: Habt ihr nie gelesen in der Schrift:
"Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein
geworden. Von dem HERRN ist das geschehen, und es ist wunderbar vor unseren
Augen"?“[173]
Der Reverend
Ibrahim Khaleel – der Muslim geworden war – betrachtete diesen Text als
Äquivalent zu der Aussage des Gesandten Allahs: „Wahrlich, mein Beispiel und
das der Propheten vor mir ist wie das eines Mannes, der ein Haus gebaut und
geschmückt hat, bis auf eine Stelle in der Größe eines Ziegels an einer Ecke,
die er unausgefüllt ließ. Die Menschen
gingen um es herum und bewunderten es und sagten: Warum fehlt dieser
Ziegel? Er sagte: Ich bin dieser Ziegel
und ich bin das Siegel der Propheten.“[174]
Aus diesem
Grund machte Allah das Buch, das Muhammad gebracht hat, zum Zeugen über alle
vorherigen Bücher und es setzte sie außer Kraft. Genau wie Er das Gesetz Muhammads die vorigen
Gesetze ersetzen lassen hat. Allah
garantiert die Bewahrung Seiner Botschaft, deshalb wurde sie erfolgreich
übermittelt. Der Qur´an wurde nach und nach offenbart. Die praktische Durchführung der Lehren und
ihre gottesdienstlichen Handlungen, Sunna und Regelungen wurden auch nach und
nach übermittelt.
Wer die
Biographie des Propheten und seine Sunna liest, wird erfahren, dass die
Gefährten alle Situationen, Aussagen und Taten Muhammads für die Menschheit
bewahrt haben. Sie überlieferten seine
gottesdienstlichen Handlungen für seinen Herrn, sein Bestreben für Seine Sache,
sein Gedenken Allahs und seine Bitten um Seine Vergebung. Sie überlieferten seine Großzügigkeit, seinen
Mut, seine Beziehung zu seinen Gefährten und zu denen, die ihn besuchten. Sie berichteten von seiner Freude, seinem
Kummer, seinen Reisen, seinem Aufenthalt, seinen Manieren beim Essen, Trinken
und Bekleiden, was er machte, wenn er wach war und wenn er sich schlafen
legte. Wenn du all dies weißt, bist du
dir mit Sicherheit bewusst, dass dieser Religion Allahs Schutz gewährt wird und
du weißt, dass er der letzte aller Propheten und Gesandten ist; denn Allah hat
uns mitgeteilt, dass dieser Gesandte der letzte aller Propheten ist. Er sagt (im Qur´an, was der Bedeutung nach so
übersetzt werden kann):
„Muhammad ist nicht der Vater
irgendjemandes von euren Männern, sondern Allahs Gesandter und das Siegel der
Propheten.“[175]
Muhammad sagte
ebenfalls über sich selbst: „Ich wurde zur ganzen Menschheit gesandt und ich
wurde zum Siegel aller Propheten gemacht.“[176]
Jetzt lass uns
den Islam erklären und sein Wesentliches, seine Quellen, Säulen und Stufen
erläutern.
DIE BEDEUTUNG
DER WORTES: ISLAM
Wenn du
Wörterbücher zu Rate ziehst, wirst du herausfinden, dass das Wort Islam
Unterwürfigkeit, Gehorsam, Ergebung und Zufriedenheit mit dem Befehl und den
Verboten des Befehlshabers ohne Vorbehalte.
Allah hat die wahre Religion ´Islam´ genannt, denn sie ist Gehorsam Ihm
gegenüber, Ergebung in Seine Anweisungen ohne Widerstand, reinigende
gottesdienstliche Handlungen für Ihn, an Sein Wort zu glauben und auf Ihn zu
vertrauen. Der Islam wurde damit zum
Namen für die Religion, die von Muhammad gebracht wurde.
Definition von
Islam:
Warum wurde
diese Religion Islam genannt? Anhänger
verschiedener Religionen auf der ganzen Welt haben ihre Religionen entweder
nach dem Namen eines Mannes oder einer besonderen Rasse benannt, wie das
Christentum, das nach Jesus Christus benannt wurde, und der Buddhismus, der
nach seinem Gründer Buddha benannt wurde, und Zarathustrier nach seinem Gründer
Zarathustra.
Das Judentum
entstand im Stamm Juda und so weiter.
Nur der Islam wird nicht einem bestimmten Mann oder einer bestimmten
Nation zugerechnet. Sein Name zeigt die
spezifische Eigenschaft, die die Bedeutung des Islam betont. Es ist an diesem Namen wesentlich, dass kein
Mann an der Existenz dieser Religion irgendeine Rolle gespielt hat und dass sie
nicht ausschließlich für eine Nation unter Ausschluss anderer Nationen
ist. Ihr einziges Ziel besteht darin,
alle Menschen der Erde die Eigenschaften des Islam haben zu lassen. Wer sich auch immer durch die Charakterzüge
des Islam auszeichnet von den Menschen in der Vergangenheit und in der
Gegenwart, ist ein Muslim, genau wie jeder aus den kommenden Generationen
Muslim genannt wird, der diese Eigenschaften des Islams besitzt.
Die Realität
des Islam:
Es ist bekannt,
dass alles auf dieser Welt gewissen Regeln und festen Normen unterworfen
ist. Die Sonne, der Mond, die Sterne und
die Erde – sie alle gehorchen einem allgemeinen Gesetz, gegen das sie nicht
angehen oder von dem sie nicht um Haaresbreite abweichen können. Selbst der Mensch ist, wenn du gut darüber
nachdenkst, den Gesetzen Allahs absolut unterworfen. Er kann weder atmen, noch ein Bedürfnis für
Wasser, Nahrung, Licht und Wärme verspüren, außer durch die göttliche
Bestimmung, die sein Leben regelt; und alle Teile seines Körpers unterwerfen
sich dieser göttlichen Bestimmung. Die
Funktionen, die diese Teile erfüllen, können nur ausgeführt werden, wenn Allah
es für sie vorgeschrieben hat.
Dieser
verständliche göttliche Erlass, dem der Mensch unterworfen ist und vor dem
keiner in diesem Universum – vom Planeten bis hin zum kleinsten Saatkörnchen im
Sand der Erde - entfliehen kann, ist der göttliche Erlass des Herrlichen, des
Souveränen und des Allmächtigen Herrn.
Wenn sich alles, das sich in den Himmeln und auf Erden befindet, und
alles, das zwischen ihnen ist, diesem göttlichen Erlass unterwirft, bedeutet
dies, dass sich die gesamte Welt diesem Allmächtigen Souverän unterwirft und
Dem gehorcht, Der sie geschaffen hat.
Aus diesem
Aspekt wird deutlich, dass der Islam die Religion für das gesamte Universum
ist. Denn Islam bedeutet, Ergebung und
Gehorsamkeit dem Befehl des Befehlshabers und Seinen Verboten gegenüber ohne
Vorbehalte, wie zuvor festgestellt. Die
Sonne, der Mond und die Erde – alle sind Ihm ergeben. Luft, Wasser, Licht, Dunkelheit und Hitze,
alle sind Ihm ergeben; der Baum, der Stein und die Tiere – alle sind Ihm
ergeben. Sogar der Mensch, der seinen Herrn
nicht kennt und Seine Existenz und Seine Zeichen leugnet oder andere als Ihn
oder andere neben Ihm anbetet, ergibt sich Ihm von Natur aus.
Wenn du dies
alles weißt, lass uns jetzt den Menschen betrachten und du wirst herausfinden,
dass zwei Faktoren seine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen trachten:
Erstens: Seine
natürliche Veranlagung; wie die Ergebenheit Allah gegenüber; das Lieben, Ihn
anzubeten; Seine Nähe zu suchen; lieben, was Er liebt an Wahrheit, Gutem und
Aufrichtigkeit; hassen, was Er hasst an Falschheit, Bösem, Ungerechtigkeit und
Schlechtem; und andere natürliche Faktoren wie Liebe von Geld, Familie und
Kindern und das Verlangen nach Essen, Trinken und Geschlechtsverkehr und
notwendige körperliche Funktionen, die damit im Zusammenhang stehen.
Zweitens: Der
freie Wille und die freie Wahl des Menschen.
Allah hat ihm Gesandte geschickt und Bücher offenbart damit er zwischen
wahr und falsch unterscheiden kann; zwischen Rechtleitung und Irrtum; gut und
schlecht. Er gab ihm mentale Kraft und
Verständnis, so dass er seine Wahl mit sicherem Wissen treffen kann. Wenn er also will, nimmt er den guten Weg,
der ihn zu Wahrheit und Rechtleitung führt, und wenn er will, nimmt er den
schlechten Weg, der ihn zum Schlechten und zum Verderben führt.
Wenn du den
Menschen aus der Perspektive des ersten Faktors betrachtest, findest du heraus,
dass er geschaffen wurde, um sich Allah zu ergeben, unter der Bedingung, an
dieser Ergebenheit festzuhalten, ohne irgendwelche Irrwege zu beschreiten,
genau wie jedes andere Geschöpf.
Aber wenn du
ihn aus der Perspektive des zweiten Faktors betrachtest, siehst du, dass er ein
freies Geschöpf ist, das wählt, was ihm gefällt. Er kann sich aussuchen, Muslim zu werden oder
ein Ungläubiger… „ob er nun dankbar oder undankbar sein mag.“[177]
Daher werden
die Menschen in zwei Kategorien unterteilt:
Ein Mensch, der
seinen Schöpfer kennt und an Ihn als seinen Herrn und Gott glaubt, Den er
allein anbetet und Dessen Gesetz er in seinem Leben aus freiem Willen befolgt;
er hat auch die Neigung, sich seinem Herrn zu unterwerfen, Dem er nicht
entgehen kann und Dessen Anordnungen er Folge zu leisten hat – ein solcher Mann
ist ein vollständiger Muslim, dessen Islam vollkommen ist und dessen Wissen gut
ist, denn er kennt Allah, seinen Schöpfer und Gestalter, Der ihm Gesandte
geschickt hat und ihn die Kraft des Wissens und des Lernens gegeben hat. Ein solcher hat einen gesunden Verstand und
eine richtige Meinung; denn er hat von seinem Gehirn Gebrauch gemacht und sich
dann entschieden, keinen außer Allah anzubeten, Der ihn mit Verständnis und
gesunden Ansichten gesegnet hat. Seine
Zunge spricht nichts als die Wahrheit; denn nun glaubt er nur an den einen
Herrn, Allah, den Erhabenen, Der ihm die Fähigkeit zu sprechen gab. Nun bleibt nichts in seinem Leben als die
Wahrheit; denn er folgt und ergibt sich Allahs Gesetz, innerhalb dessen er
freien Willen besitzt; und zwischen ihm und anderen Geschöpfen besteht das
universelle Band der Vertrautheit und Freundschaftlichkeit, denn er betet
nichts und niemanden außer Allah, den Allerweisesten, den Allwissenden, an, Den
alle Geschöpfe anbeten und unter Dessen Befehlen und Anordnungen sich alle
ergeben und überlassen. Und Allah hat
dir alle diese Geschöpfe zur Verfügung gestellt, o du Mensch!
REALITÄT DES
UNGLAUBENS:
Das Gegenteil
dazu bildet ein anderer Mann, der zwar Allah unterworfen geboren wurde und sein
ganzes Leben unterworfen gelebt hat, aber nie irgendeine Unterwürfigkeit
verspürte oder auch nur eine Vorstellung davon hattte. Er hat seinen Herrn weder gekannt, noch an
Sein Gesetz geglaubt, noch ist er Seinen Gesandten gefolgt. Er hat das Wissen und seinen Verstand nicht
benutzt, den Allah ihm gegeben hatte, um seinen Schöpfer zu erkennen, Der ihm
Ohren und Augen gab. Er zog es vor,
Seine Existenz zu leugnen, verschmähte es, Ihn anzubeten, und lehnte ab, sich
Seinen Gesetzen in Angelegenheiten des Lebens, in denen er das Recht auf
Einteilung und Auswahl hat, zu unterwerfen.
Oder er hat Ihm andere in der Anbetung zur Seite gestellt und lehnte es
ab, an Seine Zeichen zu glauben, die auf Seine Einzigkeit hinweisen. Ein solcher
Mann ist ein Ungläubiger. Denn die
Bedeutung von ´Unglaube´ ( Kufr) in der arabischen Sprache ist
´bedecken, verbergen´. Daher wird dieser
Mann ein Kafir genannt (ungläubig), denn er verbirgt seine Natur,
bedeckt sie mit Unwissenheit und Unverschämtheit; und das Wesen der Welt und
seines eigenen Daseins sind vor ihm verborgen.
Deshalb siehst du ihn seine intellektuellen und logischen Fähigkeiten
nur in dem nutzen, was seiner Natur widerspricht. Nun ist es dir überlassen, das Ausmaß des
tiefen Irrtums und der deutlichen Übertretung einzuschätzen, die den
Ungläubigen herabgewürdigt haben.[178]
Dieser Islam,
den du praktizieren solltest, ist keine schwierige Sache, sondern sehr einfach
für jemanden, dem Allah es leicht macht.
Der Islam ist die Religion, der das ganze Universum folgen soll.
„Und Ihm hat sich unterwerfend ergeben,
wer in den Himmeln und auf der Erde ist, freiwillig oder widerwillig.“[179]
Allah sagt (im
Qur´an, was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Gewiss, die Religion ist bei Allah der
Islam.”[180]
Es ist die
Ergebenheit zu Allah, denn Ihm steht aller Lobpreis zu:
„Und wenn sie mit dir streiten
(wollen), dann sag: Ich habe mein Antlitz Allah ergeben, und (ebenso,) wer mir
folgt!“[181]
Der Gesandte
Allahs erklärte auch die Bedeutung des Islam, als er sagte:
“Es ist, dein
Herz Allah zu unterwerfen, dein Angesicht (im Gebet) zu Allah zu richten und
das verpflichtende Almosen zu geben.”[182]
Ein Mann fragte
den Gesandten Allahs: ´Was ist Islam?´
Der Gesandte
Allahs antwortete: ´Es ist, dein Herz Allah zu unterwerfen; und dass die
Muslime vor dem Schaden deiner Zunge und deiner Hand sicher sind.´
Der Mann sagte:
´Welcher Islam ist am besten?´
Er antwortete:
´Der Glaube (Iman).´
Er fragte: ´Was
ist Glaube?´
Er
antwortete: ´An Allah, Seine Engel, Seine Bücher, Seine Gesandten und an die
Wiedererweckung nach dem Tod zu glauben.´[183]
Der Gesandte
Allahs sagte ebenfalls: “Islam ist zu bezeugen, dass es keine Gottheit gibt,
die es wert ist, angebetet zu werden, außer Allah, und dass Muhammad der
Gesandte Allahs ist; die Gebete einzuhalten, Zakah zu geben, den Monat Ramadhan
zu fasten und die Pilgerfahrt zum Haus zu machen, wenn du dazu in der Lage
bist.“[184]
Er sagte
ebenfalls: “Der Muslim ist der, vor dessem Bösen seiner Hand und seiner Zunge
alle Muslime sicher sind.“[185]
Diese Religion
– die Religion des Islam – ist die Religion die immer war, denn alle Propheten
waren Muslime. Allah sagt über den
Propheten Noah, der der erste der Gesandten war , (im Qur´an, was der Bedeutung
nach so übersetzt werden kann):
„Und verlies ihnen die Kunde von Nuh,
als er zu seinem Volk sagte: "O mein Volk, wenn euch mein Stand (unter
euch) und meine Ermahnung mit Allahs Zeichen schwer ankommt, so verlasse ich
mich auf Allah. So einigt euch über eure Angelegenheit, ihr und eure Teilhaber,
und (der Entschluß in) eure(r) Angelegenheit soll für euch nicht unklar sein;
hierauf führt (ihn) an mir aus und gewährt mir keinen Aufschub...bis: Und mir
ist befohlen worden, einer der (Allah) Ergebenen zu sein.“[186]
Der Allmächtige
sagt über Abraham (im Qur´an, was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Als sein Herr zu ihm sprach: Ergib
dich (Allah) unterwerfend (d.h. sei Muslim)! Sagte er: ‚Ich habe mich
unterwerfend dem Herrn der Welten ergeben´.“[187]
Er sagt über
Moses (im Qur´an, was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Und Moses sagte: ‚Mein Volk, wenn ihr
an Allah glaubt, so vertraut auf Ihn, wenn ihr euch (Allah) unterwefend
Ergebene seid.´“[188]
Er sagt
folgendes über Jesus Christus (im Qur´an, was der Bedeutung nach so übersetzt
werden kann):
„Und als Ich den Jüngern eingegeben
habe: Glaubt an Mich und an Meinen Gesandten – haben sie gesagt: ‚Wir glauben,
und bezeuge Du, dass wir uns Dir unterwerfend Ergebene sind!´”[189]
Diese Religion
– der Islam – leitet alle ihre Gesetze, Glaubensgrundlagen und Regeln von der
göttlichen Offenbarung ab: dem Qur´an und der Sunna. Ich werde dich über sie kurz informieren.
QUELLEN DES
ISLAM:
Es war für die Anhänger
der aufgehobenen Religionen und der von Menschen erfundenen Glaubensrichtungen
zur Gewohnheit geworden, die ihnen eigenen Bücher zu heiligen, die in alten
Zeiten geschrieben worden waren und deren Autoren oder Übersetzer oder die
Zeit, wann sie niedergeschrieben wurden, nicht wirklich bekannt sind. Sie wurden lediglich von einigen Menschen
geschrieben, die unter dem zu leiden pflegten, unter dem andere Menschen leiden
wie Schwäche, Mängel, launenhaften Begierden und Vergesslichkeit.
Was den Qur´an
betrifft, er ist anders als alle anderen Bücher, denn er beruht auf der wahren
Quelle: der göttlichen Offenbarung – der Qur´an und die Sunna. Es folgt eine kurze Einführung über diese
beiden.
A. der
glorreiche Qur´an:
Du hast zuvor
erfahren, dass der Islam die Religion Allahs ist, aus diesem Grund hat Allah
den Qur´an Seinem Gesandten Muhammad als Rechtleitung für die Frommen, Gesetz
für die Muslime, Heilung für Krankheiten in den Herzen derjenigen, die Allah
heilen möchte, und als Licht für diejenigen, denen Allah Erfolg gewährt, offenbart. Er enthält die Grundlagen, für die Allah die
Gesandten geschickt hat.[190] Der Qur´an war weder das erste Buch, das
offenbart wurde, noch war Muhammad der erste Gesandte, der geschickt worden
war. Allah hatte Abraham die Schriften
offenbart, Moses die Tora und Jesus das Evangelium. Alle diese Bücher waren Offenbarungen Allahs
an Seine Propheten und Gesandten. Aber
der wahre Inhalt dieser Bücher ging größtenteils verloren und wurde
ausgelöscht, und Änderungen und Verfälschungen traten an seine Stelle. Was den Qur´an betrifft, so garantiert Allah
Selbst seinen Schutz und macht ihn zum Zeugen und Ersatz für die früheren
Bücher. Er sagt, wobei er sich an den
Propheten wendet (was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Und Wir haben zu dir das Buch mit der
Wahrheit hinabgesandt, das zu bestätigen, was von dem Buch vor ihm (offenbart)
war, und als Wächter darüber.“[191]
Er beschreibt
den Qur´an als Erklärung für alles (was der Bedeutung nach so übersetzt werden
kann):
„Und Wir haben dir das Buch offenbart
als klare Darlegung von allem.“[192]
Er nennt ihn
Rechtleitung und Gnade (was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Aber nun ist ein klarer Beweis von
eurem Herrn und Rechtleitung und Barmherzigkeit zu euch gekommen.“[193]
Er beschreibt
ihn als das, was zu Aufrichtigkeit leitet, als Er sagt (was der Bedeutung nach
so übersetzt werden kann):
„Gewiss, dieser
Qur'an leitet zu dem, was richtiger ist.“[194]
Der Qur´an
leitet die Menschheit in allen Aspekten ihres Lebens zum rechtschaffenen Weg.
Wer darüber
nachdenkt, wie der Qur´an offenbart und wie er bewahrt wurde, wird das Buch
achten und seine Absicht für Allah allein reinigen. Allah, der Erhabene, sagt (was der Bedeutung
nach so übersetzt werden kann):
„Und er ist ganz sicher eine
Offenbarung des Herrn der Weltenbewohner; (192) mit dem der vertrauenswürdige
Geist herabgekommen ist (193) auf dein Herz, damit du zu den Überbringern von
Warnung gehörst.“[195]
Also ist der
Eine, Der den Qur´an offenbart hat, Allah, der Herr der Welten; und der eine,
der ihn gebracht hat, ist der vertrauenswürdige „Geist“ Gabriel; und der eine,
in dessen Herz er offenbart wurde, war der Prophet.
Der Qur´an ist
ein immerwährendes Wunder für Muhammad.
Er enthält Zeichen, die bis zum Tag der Wiedererweckung anhalten
sollen. Die Zeichen und Wunder der
früheren Propheten pflegten mit dem Lebensende des Propheten beendet zu sein,
aber Allah hat den Qur´an zu einem ewigwährenden Beweis gemacht. Er ist ein beträchtlicher Beweis und ein
überwältigendes Zeichen. Allah fordert
die Menschheit heraus, etwas entsprechendes zu schaffen oder auch nur eine
einzige Sura, die ihm ähnelt und sie sind dazu nicht in der Lage, ungeachtet
der Tatsache, dass er aus Buchstaben und Worten besteht, und dass die Menschen,
denen er zuerst offenbart wurde, Leute der Dichtkunst und der Rhetorik gewesen
waren. Allah sagt (was der Bedeutung
nach so übersetzt werden kann):
„Oder sagen sie: ‚Er hat ihn ersonnen‘.
Sag: Dann bringt eine Sura bei, die ihm gleich ist, und ruft an, wen ihr könnt,
anstatt Allahs, wenn ihr wahrhaftig seid.“[196]
Zu den Dingen,
die die Tatsache bezeugen, dass der Qur´an die Offenbarung von Allah ist,
gehört, dass er Geschichten vergangener Nationen enthält, zukünftige Ereignisse
prophezeit, die eingetreten sind, wie er es vorausgesagt hatte und die
Tatsache, dass er zahlreiche wissenschaftliche Fakten erwähnt, die bis vor
kurzem noch nicht entdeckt worden waren.
Ein weiterer Beweis dafür, dass er ein von Gott offenbartes Buch ist,
ist, dass der Prophet, dem es offenbart wurde, nichts derartiges gekannt hatte
oder von ihm berichtet wurde, dass er etwas ähnliches wie den Qur´an gekannt
haben könnte. Allah sagt (was der
Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Sag: Wenn Allah wollte, würde ich ihn
euch nicht verlesen, und Er würde euch nicht davon Kenntnis geben. Ich habe
doch vordem ein Leben lang unter euch verweilt. Begreift ihr denn nicht?“[197]
Er war vielmehr
ein Analphabet, der weder lesen noch schreiben könnte. Er hattte auch keinen Gelehrten oder Mann
besucht, um etwas wie den Qur´an hervorzubringen. Allah sagt (im Qur´an, was der Bedeutung nach
so übersetzt werden kann):
„Und du hast vordem kein Buch verlesen und es auch nicht mit
deiner rechten Hand niedergeschrieben. Sonst würden wahrlich diejenigen
zweifeln, die (es) für falsch erklären.“[198]
Dieser
ungelehrte Mann, von dem in der Thora und im Evangelium beschrieben wurde, dass
er weder lesen noch schreiben würde, wurde von jüdischen und christlichen
Mönchen aufgesucht, die einige Überreste von der Thora und dem Evangelium
besaßen, und über Angelegenheiten befragt, über die sie uneinig waren, und sie
baten um seinen Schiedsspruch in Dingen, in denen sie stritten. Allah sagt, als Er die Beschreibung Muhammads
in der Thora und der Bibel erklärt (was der Bedeutung nach so übersetzt werden
kann):
„Die dem Gesandten, dem schriftunkundigen Propheten, folgen,
den sie bei sich in der Tora und im Evangelium aufgeschrieben finden. Er
gebietet ihnen das Rechte und verbietet ihnen das Verwerfliche, er erlaubt ihnen
die guten Dinge und verbietet ihnen die schlechten.“[199]
Allah
sagt ebenfalls, als Er über die Fragen spricht, die die Juden und Christen dem
Propheten gestellt haben (was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Die Leute der Schrift verlangen von dir,
dass du ihnen vom Himmel ein Buch offenbaren lässt.“[200]
„Und sie fragen dich nach dem Geist.“[201]
„Und sie fragen dich nach
Dsul-Qarnain.“[202]
„Gewiss, dieser Qur'an erzählt den
Kindern Israels das meiste von dem, worüber sie uneinig sind.“[203]
Reverend
Abraham Philips hat einen fehlgeschlagenen Versuch unternommen, in seiner
Doktorarbeit den Qur´an zu untergraben.
Der Qur´an hat ihn aber mit seinen Tatsachen, Beweisen und Zeichen
überwältigt. Der Mann hat seine eigene
Schwäche bekannt, sich seinem Schöpfer ergeben und den Islam angenommen.[204]
Als ein Muslim
dem amerikanischen Doktor Jeffrey Lang ein Exemplar der Übersetzung der
Bedeutung des Edlen Qur´an präsentierte, stellte dieser fest, dass dieser
Qur´an ihn ansprach, seine Fragen beantwortete und die Hürde zwischen ihm und
seiner eigenen Seele entfernte. Er
sagte:
„Es scheint,
dass Der, Der den Qur´an offenbart hat, mich besser kennt als ich selbst.“[205]
Ja, Der Eine,
Der den Qur´an offenbart hat, ist der Schöpfer des Menschen und Er ist Allah,
gepriesen sei Er. Er sagt (was der
Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Sollte denn Derjenige, Der erschaffen
hat, nicht Bescheid wissen'? Und Er ist der Feinfühlige und Allkundige.“[206]
Also hat das
Lesen der Übersetzung der Bedeutung des Edlen Qur´an den Mann zum Islam geführt
und dazu, eben dieses Buch zu schreiben, das ich eben zitiert habe. Der Qur´an ist für alle Bedürfnisse des
Menschen umfassend. Er enthält die
Grundlagen des Glaubens, Regelungen, zwischenmenschliche Beziehungen und
Benehmen. Allah sagt (im Qur´an, was der
Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Nichts haben Wir in der Schrift
vernachlässigt.“[207]
Im
Qur´an ist der Aufruf, an die Einzigkeit Allahs zu glauben, und Seine Namen,
Eigenschaften und Taten werden erwähnt.
Er ruft dazu auf, an die Richtigkeit dessen, was die Propheten und
Gesandten gebracht haben, zu glauben. Er bestätigt die Wiedererweckung,
Belohnung und Abrechnung und stellt dafür Tatsachen und Beweise auf. Er erzählt die Geschichten vergangener
Völker, die Strafe, die in dieser Welt über sie hereingebrochen ist, ebenso wie
die Qualen und außerordentlichen Strafen, die sie im Jenseits erwarten. Er enthält auch viele Beweise und Zeichen,
die Wissenschaftler in Erstaunen versetzen und die ihn für alle Generationen
geeignet machen; und in denen zahlreiche Gelehrte und Forscher finden, wonach
sie suchen. Ich werde nur drei Beispiele
geben, die diese Tatsachen enthüllen.
1. Seine Aussage: „Und Er ist es, Der den
beiden Meeren freien Lauf lässt: Das eine ist süß und erfrischend, das andere
salzig und (auf der Zunge) brennend. Und Er hat zwischen ihnen beiden ein
trennendes Hindernis und eine verwehrte Absperrung errichtet.“[208]
Er sagt auch (im Qur´an, was der Bedeutung
nach so übersetzt werden kann):
„Oder (sie sind) wie Finsternisse in einem
abgrundtiefen Meer, das von Wogen überdeckt ist, über denen (nochmals) Wogen
sind, über denen (wiederum) Wolken sind: Finsternisse, eine über der anderen.
Wenn er seine Hand ausstreckt, kann er sie kaum sehen. Und wem Allah kein Licht
schafft, für den gibt es kein Licht.“[209]
Es ist wohlbekannt, dass Muhammad niemals
auf dem Meer gereist ist und dass es zu seiner Zeit nicht die Instrumente
gegeben hat, um die Tiefen des Meeres zu erforschen. Wer sonst hätte Muhammad diese Informationen
geben können, wenn nicht Allah?
2. Allah sagt (im Qur´an, was der Bedeutung nach
so übersetzt werden kann): „Wir schufen den Menschen ja aus einem Auszug aus
Lehm. (12) Hierauf machten Wir ihn zu einem Samentropfen in einem festen
Aufenthaltsort. (13) Hierauf schufen Wir den Samentropfen zu einem Anhängsel,
dann schufen Wir das Anhängsel zu einem kleinen Klumpen, dann schufen Wir den
kleinen Klumpen zu Knochen, dann bekleideten Wir die Knochen mit Fleisch.
Hierauf ließen Wir ihn als eine weitere Schöpfung entstehen. Segensreich ist
Allah, der beste Schöpfer.“[210]
Die Wissenschaftler haben diese winzigen
Details der Stadien der Embryonalentwicklung erst vor kurzem entdeckt.
3. Allah sagt auch (im Qur´an, was der Bedeutung
nach so übersetzt werden kann): „Er verfügt über die Schlüssel des
Verborgenen; niemand kennt sie außer Ihm. Und Er weiß, was auf dem Festland und
im Meer ist. Kein Blatt fällt, ohne dass Er es weiß; und (es gibt) kein Korn in
den Finsternissen der Erde und nichts Feuchtes und nichts Trockenes, das nicht
in einem deutlichen Buch (verzeichnet) wäre.“[211]
Die Menschheit
kannte nichts von diesen allumfassenden Gedanken und hatte nie über diese Dinge
nachgedacht, geschweige denn verfügte sie über die Fähigkeit dazu. Wenn eine Gruppe von Wissenschaftlern eine Pflanze
oder ein Insekt beobachtet, und sie berichten von dem, was sie herausgefunden
und entdeckt haben, sind wir erstaunt, obwohl wir wissen, dass in dieser
Pflanze oder in diesem Insekt mehr vor den Wissenschaftlern verborgen ist, als
das, was sie beobachtet haben.
Der
französische Gelehrte Maurice Bucaille hat einen Vergleich zwischen der Thora,
dem Evangelium und dem Qur´an angestellt und zwischen modernen
wissenschaftlichen Entdeckungen bezüglich der Himmel, der Erde und den Menschen
und fand heraus, dass diese modernen Entdeckungen mit dem, was im Qur´an steht,
übereinstimmen. Andererseits fand er
heraus, dass die Thora und das Evangelium, die heute im Umlauf sind, zahlreiche
Irrtümer über die Schöpfung der Himmel, der Erde der Menschen und der Tiere
enthalten.[212]
B. Die Sunna
des Propheten:
Allah
offenbarte dem Gesandten den Qur´an und enthüllte ihm etwas Ähnliches, nämlich
die Sunna des Propheten, die den Qur´an erläutert. Der Gesandte Allahs sagte: „Wahrlich, mir
wurde der Qur´an gegeben und etwas ihm Ähnliches.“[213]
Allah hat ihm
gestattet, die allgemeinen und besonderen Verse des Qur´an zu erläutern. Allah sagt (was der Bedeutung nach so
übersetzt werden kann):
„Und Wir haben zu dir die Ermahnung hinabgesandt, damit du
den Menschen klar machst, was ihnen offenbart worden ist, und auf dass sie
nachdenken mögen.”[214]
Die Sunna ist
die zweite Quelle der islamischen Religion.
Es bedeutet, alles, das vom Propheten überliefert wurde – mit gut
verbundener und authentischer Überliefererkette – von seinen Aussagen, Taten,
Bestätigungen und Vorzügen. Es ist
ebenfalls eine Offenbarung von Allah an Seinen Gesandten Muhammad, denn der
Prophet sprach nicht aus eigener Neigung heraus. Allah sagt (im Qur´an, was der Bedeutung nach
so übersetzt werden kann):
„Und er redet nicht aus (eigener) Neigung. (3) Es ist nur
eine Offenbarung, die eingegeben wird. (4) Belehrt hat ihn der Besitzer starker
Kräfte (der Engel Gabriel).“[215]
Der Prophet
übermittelte den Menschen nur das, was ihm befohlen wurde zu übermitteln. Allah sagt über ihn (im Qur´an, was der
Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Ich folge nur dem, was mir (als Offenbarung) eingegeben
wird, und ich bin nur ein deutlicher Warner.“[216]
Die reine Sunna
ist die praktische Anwendung von Regeln, Glaubensgrundlagen, gottesdienstlichen
Handlungen, Formen der Beziehung und des Benehmens, die der Islam
gebietet. Der Gesandte Allahs diente als
Beispiel für das, was ihm befohlen worden war, erklärte es den Leuten und
befahl ihnen, es so zu tun, wie er es tat.
Er sagte beispielsweise: „Betet, wie ihr mich beten gesehen habt.“[217]
Allah, der
Allmächtige, hat den Gläubigen befohlen, ihm in allen seinen Taten und Aussagen
gleichzutun, damit ihr Glauben vollständig würde. Er sagt (im Qur´an, was der Bedeutung nach so
übersetzt werden kann):
„Ihr habt ja im Gesandten Allahs ein schönes Vorbild, (und
zwar) für einen jeden, der auf Allah und den Jüngsten Tag hofft und Allahs viel
gedenkt.”[218]
Die
Edlen Gefährten des Propheten übermittelten seine Aussagen und Taten
denjenigen, die nach ihnen kamen und diese übermittelten sie wiederum denen,
die nach ihnen kamen. Dann wurden sie in
den Büchern der Sunna berichtet. Die
Überlieferer der Sunna waren streng mit denen, von denen sie überlieferten und
machten zu einer Bedingung, dass sie Zeitgenossen jener sein mussten, von denen
sie diese Sunna zitierten, bis die Überliefererkette vom Überlieferer bis zum
Gesandten Allahs richtig verbunden war. (Als ein Ergebnis dieser einzigartigen
akademischen Methodologie und Genauigkeit und Präzision im Überliefern der
Sunna wurde eine Wissenschaft unter den Muslimen eingeführt, die als
´ilmul-aljarh wat-ta´deel´ und ´ilm mustalahul-alhadeeth´ bekannt ist. Die beiden Wissenschaften gehören zu den
außerordentlichen Qualitäten der Muslime, die keiner vor ihnen besessen
hatte.) Sie machten es auch zur
Bedingung, dass alle Männer, die an der Überlieferung beteiligt gewesen waren,
ehrliche, gerechte, aufrichtige und Leute der Integrität gewesen sein mussten.
Die
Sunna wie sie als praktische Anwendung des Islam betrachtet wird, erläutert
auch den Qur´an, kommentiert ihn und erklärt die Verse, die allgemeine
Bedeutungen haben. Der Gesandte Allahs
pflegte all dies zu tun, manchmal mit seinen Worten, manchmal mit seinen Taten
und manchmal mit beiden. Die Sunna kann
in manchen Fällen unabhängige Erklärungen mancher Regelungen und Gesetze geben,
die im Qur´an nicht vorhanden sind. Man
muss an Qur´an und Sunna glauben, dass sie die Primärquellen der islamischen
Religion darstellen, die befolgt werden müssen und denen man sich zuwenden
muss. Dem Befehl beider ist zu
gehorchen, von ihren Verboten soll man sich fernhalten und an ihre Inhalte ist
zu glauben. Man muss auch an das
glauben, was beide an Namen, Eigenschaften und Werken Allahs enthalten; was Er
für Seine gläubigen Freunde bereitet hat und was Er Seinen ungläubigen Feinden
angedroht hat. Er sagt (was der
Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Aber nein, bei deinem Herrn! Sie
glauben nicht eher, bis sie dich über das richten lassen, was zwischen ihnen
umstritten ist, und hierauf in sich selbst keine Bedrängnis finden durch das,
was du entschieden hast, und sich in voller Ergebung fügen.“[219]
Er sagt
ebenfalls (was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Was nun der Gesandte euch gibt, das
nehmt; und was er euch untersagt, dessen enthaltet euch.“[220]
Nachdem wir
eine Einführung über die Quellen dieser Religion gegeben haben, ist es nun
angebracht, über die Stufen zu sprechen, diese sind: Islam, Iman und
Ihsan. Wir werden auch kurz auf die
Säulen dieser Stufen zu sprechen kommen.
DIE ERSTE STUFE:
Der Islam: Dieser besteht aus fünf Säulen. _Diese sind: Bezeugen, dass es
keine Gottheit gibt, der es gebührt, angebetet zu werden, außer Allah und dass
Muhammad Sein Gesandter ist; das Gebet zu verrichten; Zakat zu entrichten; den
Monat Ramadhan zu fasten und die Pilgerreise.
Dieerste Stufe: Bezeugen, dass es keine Gottheit
gibt, der es gebührt, angebetet zu werden, außer Allah und dass Muhammad Sein
Gesandter ist.
Der erste Teil
dieses Bekenntnisses bedeutet, dass es keine rechtmäßige Gottheit auf der Erde
oder in den Himmeln gibt, außer Allah alleine.
Er ist der einzige, wahre Gott und alle Gottheiten neben Ihm sind
falsch.[221]
Es bedeutet
ebenfalls, alle gottesdienstlichen Handlungen für Allah alleine reinigen und
Ihm darin keinen zur Seite zu stellen.
Wer dieses Zeugnis ablegt, kann davon keinen Nutzen haben, bis er zwei
Dinge erfüllt:
1. dass
er es aus Glauben, Wissen, Überzeugung und Liebe heraus ausspricht.
2. dass
er an alles, das neben Allah angebetet wird, nicht glaubt. Wer dieses Bekenntnis ausspricht, und
trotzdem an etwas glaubt, das neben Allah angebetet wird, dem wird das nicht
nutzen.[222]
Zu bezeugen, dass
Muhammad der Gesandte Allahs ist, bedeutet, ihm in allem zu folgen, was er
befiehlt, zu glauben, worüber er uns informiert, sich von dem fernzuhalten, was
er verbietet und wovor er warnt, und Allah nur mit dem anzubeten, was er
bestimmt hat. Man muss auch wissen und
im Gedächtnis behalten, dass Muhammad Allahs Gesandter an die gesamte
Menschheit ist, dass er nur ein Diener Allahs ist und daher nicht angebetet
wird. Vielmehr ist ihm zu gehorchen und zu folgen, und wer ihm folgt, der wird
das Paradies betreten und wer ihm nicht gehorcht, der geht ins Feuer. Man muss ebenfalls wissen und im Gedächtnis
behalten, dass islamische Gebote in Glaubensangelegenheiten und
gottesdienstlichen Handlungen, die von Allah befohlen wurden, Gesetzessysteme,
rechtliche und moralische Bestimmungen bei der Gründung einer Familie oder auf
dem Gebiet Dinge zu erlauben oder zu verbieten, nur über diesen edlen Propheten
vermittelt werden können, denn er ist der Gesandte Allahs, der Sein Gesetz der
Menschheit übermittelt.[223]
Die zweite
Säule: Gebet[224]
Das Gebet ist
die zweite Säule des Islam. Es ist eine
sehr wichtige Säule, denn es ist die Verbindung zwischen dem Menschen und
seinem Herrn. Er wiederholt es fünfmal
täglich, womit er seinen Glauben erneuert, sich von Schandflecken und Sünden
reinigt und das zwischen ihm und obszönen Dingen und Sünden steht. Wenn er vom Schlafen aufsteht, erscheint er
vor Seinem Herrn, rein und sauber, bevor er sich mit den Angelegenheiten dieser
Welt befasst. Er verherrlicht seinen
Herrn, bestätigt Sein absolutes Recht auf Anbetung indem er sich fünfmal jeden
Tag niederwirft, steht und verbeugt.
Bevor er zu
beten beginnt, muss er sein Herz, seinen Körper, seine Kleidung und den Platz
für sein Gebet reinigen. Der Muslim muss
dieses Gebet in der Gemeinschaft mit seinen Brüdern im Glauben verrichten –
wenn es leicht für ihn ist – während sie alle vor dem Angesicht ihres Herrn
stehen, in Richtung der geehrten Kaaba, dem Hause Allahs.
Das
Gebet wurde in der besten Form zur Vorschrift gemacht, in dem der Schöpfer
Seiner Schöpfung befiehlt, Ihn anzubeten; denn es enthält Lobpreisungen mit
allen Körperteilen; vom Wort der Zunge, Taten der Hände, Füße, Kopf, Sinnen und
allen anderen Teilen des Körpers; jeder Teil hat seinen Anteil an dieser
großartigen gottesdienstlichen Handlung.
Die Sinne und Glieder haben ihren Anteil daran und das Herz nimmt
ebenfalls seinen Anteil daran. Das Gebet
besteht aus der Verherrlichung Allahs, Seinem Lobpreis, Seinem Ruhm. Es besteht ebenfalls aus dem wahren
Glaubensbekenntnis, der Rezitation aus dem Qur´an, dem Stehen vor seinem Herrn,
Der ihn kontrolliert, dann sich vor Ihm in dieser Position zu demütigen, indem
man ihn in Demut bittet und Seine Nähe sucht.
Dann verbeugt man sich, wirft sich vor Ihm nieder und sitzt, alles in
Ergebenheit, Demut und indem man seine eigene Hilflosigkeit vor Seiner Größe
und Seiner Macht zeigt. Das Herz des
Dieners wird weich, sein Körper wird demütig und seine Glieder ordnen sich
demütig ihrem Herrn unter. Dann beendet
er sein Gebet, indem er sich bei Allah bedankt und ihn preist, und um Frieden
und Segen für Seinen Propheten Muhammad bittet und schließlich bittet er seinen
Herrn um die guten Dinge dieser Welt und des Jenseits.[225]
Die dritte
Säule: Zakat[226]
Zakat – das
Pflichtalmosen – ist die dritte Säule des Islam. Es ist für reiche Muslime Pflicht, Zakat von
ihrem Reichtum zu geben. Es ist ein sehr
kleiner Anteil seines Reichtums, den er den Armen und Bedürftigen und anderen,
denen es zusteht, abgibt.
Muslime müssen
denen, die sie empfangen dürfen, die Zakat bereitwillig geben. Man darf den Empfänger weder daran erinnern,
noch darf man ihn auf irgendeine Weise aufgrund dessen schädigen. Man muss sie zahlen, um die Zufriedenheit
Allahs dadurch zu erlangen; nicht um dadurch irgendeine Gegenleistung oder Dank
von den Menschen zu erwarten. Man sollte
sie Allah zuliebe geben, nicht um anzugeben oder um gerühmt zu werden. Zakat zu geben bringt Segen und erfreut das Herz
des Armen, des Notleidenden und des Bedürftigen. Es bewahrt sie davor, zu betteln und es ist
eine Zuneigung und ein Schutz vor der Vernachlässigung und Armut, die sie
befallen könnte, wenn die Reichen sie so lassen würden. Zakat zahlen, wenn es für einen Pflicht
geworden ist, ist eine großzügige, großmütige, selbstlose, menschenfreundliche
und mitleidvolle Eigenschaft. Es
bedeutet auch, sich von den Zügen des Geizes und der Habsucht werteloser
Menschen zu befreien. Mit dem Zakat
unterstützen die Muslime einander, der Reiche zeigt den Armen gegenüber
Mitgefühl, so dass in der Gemeinschaft – wenn dieser Ritus richtig angewandt
wird – kein armer Bedürftiger mehr bleibt, kein unterdrückter Schuldner oder
kein Reisender ohne Proviant.
Die vierte
Säule: Fasten
Das bedeutet,
im Monat Ramadhan von der Dämmerung bis zum Sonnenuntergang zu fasten. Der fastende Muslim verzichtet auf Essen,
Trinken, Geschlechtsverkehr und ähnliche Dinge als gottesdienstliche Handlung
Allah zuliebe, um seine Begierden zu zügeln.
Allah hat dem Kranken, dem Reisenden, der Schwangeren, der stillenden
Mutter und der Frau, die gerade entbunden hat, das Fasten erleichtert. Er hat jedem die Regeln auferlegt, die für
ihn passend sind. In diesem Monat zügelt
der Muslim seine Begierden und diese gottesdienstliche Handlung wird seine
Seele von aus der tierähnlichen Welt zu einer Welt ähnlich der der Engel
bringen, die Allah nahestehen. Die
Situation eines fastenden Muslim kann ihn Stadien erreichen lassen, in denen er
wie jemand denkt, der in dieser Welt nicht mehr zu erreichen braucht, als das
Wohlgefallen Allahs. Fasten erleichtert
das Herz, lässt einen der Welt entsagen, ermuntert einen, das zu ersuchen, was
bei Allah ist, und erinnert den Wohlhabenden an die Armen und ihre
Lebensbedingungen, damit wird in seinem Herzen Zuneigung für sie geweckt und er
weiß, dass er in Allahs Gunst lebt und daher seine Dankbarkeit Ihm gegenüber
vermehren sollte.
Fasten reinigt
die Seele und schafft in ihr Furcht vor Allah.
Es lässt die Einzelnen und die Gesellschaft die Aufsicht und Führung
Allahs in frohen wie in schweren Zeiten, in der Öffentlichkeit und im
Verborgenen spüren, wo eine Gesellschaft einen ganzen Monat diese
gottesdienstliche Handlung einhält und sich ihres Herrn bewusst ist;
angetrieben von der Furcht vor Allah, dem Erhabenen, durch den Glauben, dass
Allah kennt, was versteckt und verborgen ist, dass der Mensch unausweichlich
eines Tages vor Ihm stehen wird, an dem Er ihn über alle seine Taten befragen
wird: kleine und große.[227]
Die fünfte
Säule: Hajj[228]
Pilgerreise zum
Hause Allahs in Mekka. Sie ist für jeden
Muslim verpflichtend, der erwachsen, vernünftig und fähig ist; der die
Beförderungsmittel für die Reise nach Mekka besitzt oder sich leisten kann,
diese auszuleihen und der auch das besitzt, was für ihn ausreicht, um auf der
gesamten Reise versorgt zu sein unter der Bedingung, dass seine Versorgung das
Übermaß der Versorgung derjenigen ist, die von ihm abhängig sind. Er sollte auch sicher sein, dass der Weg sicher
ist und er muss auch die Sicherheit der von ihm Abhängigen während er fort ist
gewährleisten. Hajj ist einmal im Leben
Pflicht für jeden, der dazu in der Lage ist, sie zu verrichten.
Wer
beabsichtigt, Hajj zu machen, sollte bei Allah bereuen, damit seine Seele frei
von den Schandflecken der Sünden sein kann.
Wenn er Mekka und andere heilige Stätten erreicht, führt er die
Hajjriten als gottesdienstliche Handlung und Lobpreisung Allahs durch. Er muss wissen, dass nicht die Kaaba und die
anderen heiligen Stätten neben Allah angebetet werden dürfen, denn sie können
weder nutzen noch schaden. Er sollte
ebenfalls wissen, dass wenn Allah den Muslimen nicht befohlen hätte, die
Pilgerreise zu diesem Hause zu unternehmen, dann wäre es für keinen Muslim in
Ordnung, sie zu machen. Auf der
Pilgerschaft trägt der Pilger zwei weiße Tücher. Die Muslime versammeln sich
aus allen Teilen der Erde an einem Ort, tragen die gleiche Kleidung und beten
Einen Gott an; ohne Unterschied zwischen Führer und Geführten; Reichen und
Armen; Weißen und Schwarzen. Alle sind
Geschöpfe Allahs und Seine Diener. Es
gibt keine Überlegenheit eines Muslim über einen anderen Muslim außer in
Frömmigkeit und guten Taten. Durch Hajj
erreichen Muslime Zusammenhalt und gegenseitige Anerkennung, sie erinnern sich
an diesem Tag daran, dass Allah sie alle wiedererwecken und an einem einzigen
Ort versammeln wird, um abzurechnen, dadurch bereiten sie sich mit Taten des
Gehorsams zu Allah auf das vor, was nach dem Tod ist.
Anbetung im
Islam:[229]
Dies bedeutet,
Allah anzubeten, der Bedeutung nach und in Wirklichkeit. Allah ist der Schöpfer und du bist das
Geschöpf; du bist der Diener und Er ist der Eine, den du anbeten musst. Wenn das der Fall ist, muss der Mensch den
geraden Weg Allahs in diesem Leben verfolgen, und Seinem Gesetz und dem Weg der
Gesandten folgen. Allah hat großartige
Gesetze für Seine Diener erlassen, wie den Glauben an Seine Einzigkeit, das
Verrichten von Gebeten, Zahlen der Zakat, Fasten und Pilgern. Dies sind allerdings nicht die einzigen
gottesdienstlichen Handlungen im Islam.
Gottesdienst im Islam ist umfassender.
Es ist alles, das Allah liebt und Worte und Taten, mit denen Er
zufrieden ist, seien sie offensichtlich oder verborgen. Also jede Tat oder jede Aussage, alles, was
du machst oder tust, was Allah liebt und womit Er zufrieden ist, ist
Gottesdienst. Sogar jedes gute
Verhalten, das du mit der Absicht tust, Allah zu gefallen, ist
Gottesdienst. Deine gute Beziehung zu
deinem Vater, Familie, Ehegatten, Kindern und Nachbarn ist Gottesdienst, wenn
du dadurch die Zufriedenheit Allahs suchst.
Dein gutes Benehmen zu Hause, auf dem Markt und im Büro ist
Gottesdienst, wenn es um Allahs Willen geschieht. Das Anvertraute bewahren, ehrlich und gerecht
sein, anderen nicht schaden, Schwache unterstützen, auf erlaubte Weise seinen
Lebensunterhalt verdienen, für Familie und Kinder sorgen, die Armen trösten,
den Kranken besuchen, den Hungrigen speisen und den Unrecht behandelten helfen
– dies alles ist Gottesdienst, wenn es zu Allahs Zufriedenheit führt. Alle Taten, die du für dich selbst, deine
Familie oder die Gesellschaft oder dein Land tust, durch die du die
Zufriedenheit Allahs erlangst, sind gottesdienstliche Handlungen. Sogar wenn du deine Begierden auf erlaubte
Art und Weise erfüllst, ist das Gottesdienst, wenn du es mit einer guten
Absicht tust. Der Gesandte Allahs sagte:
„Selbst wenn einer von euch seine sexuellen Begierden sättigt, ist das ein
Almosen.“ Die Gefährten sagten: „O
Gesandter Allahs! Einer von uns stillt seine
eigene Lust und bekommt trotzdem einen Lohn?“
Er antwortete: „Sagt mir, wenn er es auf nicht erlaubte
Weise getan hätte, hätte er dann nicht gesündigt? Dem entsprechend erhält er einen Lohn, wenn
er es auf erlaubte Art und Weise tut.“[230]
Der Prophet sagte auch: “Jeder Muslim muss Almosen geben.“
Er wurde gefragt: „Was ist, wenn er nichts findet, um
Almosen zu geben?“
Er sagte: Er arbeitet mit seinen beiden Händen, hat daran
selbst Nutzen und gibt dann Almosen.“
Er wurde wieder gefragt: „Aber wie, wenn er dazu nicht in
der Lage ist?“
Er sagte: „Er sollte den Bedürftigen unterstützen, der
benachteiligt ist.“
Er wurde wieder gefragt: „Aber wie, wenn er nicht kann?“
Er antwortete: „Er gebietet das Gute.“
Und er wurde wieder gefragt: „Aber wie, wenn er dazu nicht
in der Lage ist?“
Er antwortete: „Er hält sich davon zurück, Schlechtes zu
tun, denn dies ist für ihn auch ein Almosen.“[231]
DIE ZWEITE STUFE[232]:
Der Glaube und
seine sechs Säulen: der Glaube an Allah, Seine Engel, Seine Bücher, Seine
Gesandten, der Glaube an den Letzten Tag und der Glaube an die
Vorherbestimmung.
Erstens: Der
Glaube an Allah.
Du musst an
Seine Herrschaft glauben; dass Er der Herr ist, der Schöpfer, der Eigentümer
und der Überwacher aller Dinge. Du
musst ebenfalls an Sein Recht auf Anbetung glauben, dass Er die Einzig Wahre
Gottheit ist, dass alle Gottheiten neben Ihm falsch sind. Du musst an Seine Namen und Eigenschaften
glauben, dass Ihm die schönsten Namen und vollkommenen Eigenschaften
zukommen. Er sagt (was der Bedeutung nach
so übersetzt werden kann):
„(Er), der Herr der Himmel und der Erde
und dessen, was dazwischen ist. So diene Ihm und sei beharrlich in Seinem
Dienst. Weißt du (etwa) einen, der Kennzeichen gleich den Seinen besäße?“[233]
Du must auch
glauben, dass Ihn weder Schlummer noch Schlaf überkommt; dass Er alles weiß,
was verborgen und was offenkundig ist; und dass ihm die souveräne Herrschaft in
den Himmeln und auf der Erde gehört. Er sagt (was der Bedeutung nach so
übersetzt werden kann):
„Er verfügt über die Schlüssel des
Verborgenen; niemand kennt sie außer Ihm. Und Er weiß, was auf dem Festland und
im Meer ist. Kein Blatt fällt, ohne dass Er es weiß; und (es gibt) kein Korn in
den Finsternissen der Erde und nichts Feuchtes und nichts Trockenes, das nicht
in einem deutlichen Buch (verzeichnet) wäre.”[234]
Du musst auch
daran glauben, dass Er – der Erhabene – hoch über Seinem Thron erhaben weit
über Seiner Schöpfung ist und dass Er mit Seinem Wissen bei ihnen ist und ihre
Umstände kennt, ihre Unterhaltungen hört, ihre Plätze sieht und ihre
Angelegenheiten kontrolliert. Er sorgt
für die Armen, gibt Erleichterung für die Niedergeschlagenen, gibt Macht, wem
Er will, nimmt sie, wem Er will, und dass Er fähig ist, alle Dinge geschehen zu
lassen.[235]
Zum
Nutzen des Glaubens an Allah gehört folgendes:
1. Er lässt den Menschen Allah lieben und Ihn
lobpreisen und damit Seine Befehle ausführen und sich von allem fernhalten, das
Er verbietet. Wenn der Mensch dies tut,
erreicht er vollkommene Freude in dieser Welt und im Jenseits.
2. Der Glaube an Allah schafft Selbstachtung und
Würde in der Person, denn dadurch weiß der Mensch, dass nur Allah der
Eigentümer von allem ist, das in diesem Universum existiert, dass es keinen
gibt, der Schaden oder Nutzen bringt außer Ihm.
Dieses Wissen macht ihn von allem anderen als Allah unabhängig und
entfernt aus seinem Herzen die Furcht vor anderen außer Allah und er wird nicht
auf andere außer Allah hoffen und er wird keinen fürchten außer Ihn allein.
3. Der Glaube an Allah schafft Demut im Herzen;
denn der Mensch wird wissen, welche Gunst Allah ihm erwiesen hat. Satan wird nicht in der Lage sein, ihn zu
täuschen und er wird nicht überheblich und arrogant werden oder mit seiner
Kraft oder seinem Reichtum angeben.
4. Derjenige, der an Allah glaubt, wird ein
bestimmtes Wissen haben, dass es keinen Weg zu Erfolg und Erlösung gibt, als
durch gute Taten, die Allah gefallen.
Einige Menschen haben allerdings den
falschen Glauben, dass Allah befohlen habe, Sein Sohn solle als Sühne für die
Sünden der Menschheit gekreuzigt werden; einige glauben an falsche Gottheiten,
denken, diese würden für sie tun, was sie wünschen, obwohl diese sich selbst
weder nutzen noch schaden können; während einige Atheisten sind, die gar nicht
an die Existenz eines Schöpfers glauben.
Alle diese Glaubensrichtungen sind
nichts weiter als Wunschgedanken; denn wenn diejenigen, die an ihnen festhalten
Allah am Tag der Wiedererweckung treffen und die Wirklichkeit sehen, werden sie
erkennen, dass sie sich in einem deutlichen Irrtum befunden haben.
- Der Glaube
an Allah schafft im Menschen eine große Kraft der Entschlossenheit, des
Mutes, der Ausdauer, der Standhaftigkeit und des Vertrauens in Allah, wenn
er sich in den hochragenden Angelegenheiten dieser Welt anstrengt, um die
Zufriedenheit Allahs zu erreichen.
Er wird vollkommene Sicherheit darüber haben, dass er sein
Vertrauen in den Eigentümer der Himmel und der Erde setzt, und dass Er ihm
helfen und ihn führen wird. Er wird
dann fest sein wie ein Felsen in seiner Geduld, seiner Standhaftigkeit und
in seinem Vertrauen auf Allah.[236]
Zweitens:
Der Glaube an die Engel
Ein
Muslim muss an die Engel glauben, dass es Allah war, Der sie geschaffen hat. Er
beschreibt sie als „ehrenvolle Diener“: „Vielmehr sind es geehrte Diener.
(26) Sie kommen Ihm im Reden nicht zuvor, und nur nach Seinem Befehl handeln
sie. (27) Er weiß, was vor ihnen und was hinter ihnen liegt, und sie legen
Fürsprache nur für denjenigen ein, dem Er zustimmt. Und sie sind aus Furcht vor
Ihm besorgt.“[237]
Er beschreibt
sie ebenfalls wie folgt: „Sie sind weder zu hochmütig, Ihm zu dienen, noch
werden sie (dessen) müde. (19) Sie preisen (Ihn) Nacht und Tag und lassen
(darin) nicht nach.“[238]
Allah verbirgt
sie vor unseren Augen, so dass wir sie nicht sehen. Aber Allah zeigt manchmal einige von ihnen manchen
Seiner Propheten und Gesandten. Engel
haben ihnen zugeordnete Aufgaben.
Gabriel ist mit den Offenbarungen beauftragt, die er von Allah zu denen
von Seinen Gesandten bringt, die Er wünscht.
Unter ihnen ist auch ein Engel, der dazu beauftragt ist, die Seelen zu
nehmen, unter ihnen sind diejenigen, die mit den Föten in den Gebärmüttern
beauftragt sind, unter ihnen sind diejenigen, die mit dem Schutz der Menschen
beauftragt sind und unter ihnen sind diejenigen, die damit beauftragt sind,
ihre Taten aufzuzeichnen. Jeder Mensch
hat zwei Engel: „Wo die beiden Empfänger (der Taten) empfangen, zur Rechten
und zur Linken sitzend. (17) Kein Wort äußert er, ohne dass bei ihm ein
Beobachter bereit wäre (sie aufzuschreiben).”[239]
Der Nutzen des Glaubens an die Engel:
1. Er
reinigt den Glauben des Muslims von den Verunreinigungen der Mehrgötterei; denn
wenn ein Muslim an die Existenz der Engel glaubt, die Allah mit diesen großen
Aufgaben betraut hat, ist er frei von dem Glauben an imaginäre Kreaturen, von
denen manche Menschen glauben, sie hätten einen Anteil daran, die
Angelegenheiten des Universums am Laufen zu erhalten.
2. Es
lässt die Muslime wissen, dass die Engel nicht nutzen und nicht schaden können,
sondern sie sind ehrbare Diener, die Allah nicht ungehorsam sind, wenn Er ihnen
befiehlt, sondern tun, was ihnen befohlen wurde. Er wird sie weder anbeten, noch ihnen seine
Angelegenheiten überlassen oder sich auf sie verlassen.
Drittens: Der
Glaube an die Bücher
Dies bedeutet,
daran zu glauben, dass Allah Seinen Propheten und Gesandten Bücher offenbart
hat, um die Wahrheit zu erklären und dazu aufzurufen. Allah sagt (was der Bedeutung nach so
übersetzt werden kann):
„Wir haben ja Unsere Gesandten mit den
klaren Beweisen gesandt und mit ihnen die Schrift und die Waage (der
Gerechtigkeit) herabkommen lassen, damit die Menschen für die Gerechtigkeit
eintreten.”[240]
Diese Bücher
sind zahlreich. Unter ihnen sind die
Schriften des Propheten Abrahams, die Tora des Propheten Moses, die Psalmen,
die dem Propheten David gegeben wurden und das Evangelium, das von Jesus
Christus gebracht wurde, Friede sei mit ihnen allen.
Der Glaube an
die vorigen Bücher besteht darin, zu glauben, dass Allah es war, Der sie Seinen
Gesandten offenbart hatte, und dass sie das Gesetz enthielten, von dem Allah
wollte, dass es den Menschen jener Zeit gebracht würde.
Alle diese
Bücher, über die uns Allah informiert, wurden ausgelöscht. Die Schrift Abrahams existiert nicht mehr in
dieser Welt. Was die Tora, das
Evangelium und die Psalmen angeht, obwohl sie noch dem Namen nach in den Händen
der Juden und Christen existieren, wurden sie verändert, verfälscht und
manipuliert und vieles von ihrem ursprünglichen Inhalt ist verloren
gegangen. Was nicht zu ihnen gehörte,
wurde in sie eingefügt, und sie wurden jenen zugeschrieben, die nicht ihre
Verfasser gewesen waren. Das Alte
Testament beispielsweise besteht aus über vierzig Büchern, und nur fünf davon
werden Moses zugeschrieben. Was das
heute existierende Evangelium betrifft, geht nichts davon auf Jesus zurück. Das letzte Buch, das Allah offenbart hat, ist
der Qur´an, der dem Propheten Muhammad offenbart worden war. Er ist immer von Allah beschützt worden und
wird es immer noch. Keine Veränderung
oder Verfälschung schlich sich in seine Buchstaben, Worte, Vokale oder
Bedeutungen ein.
Der Qur´an
unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von allen anderen Büchern:
1. Die
vorigen Bücher sind verloren gegangen; Veränderungen und Verfälschungen haben
sich eingeschlichen; sie wurden denen zugeschrieben, die nicht ihre
rechtmäßigen Besitzer gewesen waren; viele Kommentare und Auslegungen wurden
ihnen hinzugefügt und sie enthalten Vieles, das der Göttlichen Offenbarung, dem
Verstand und der Natur widerspricht.
Was den Qur´an angeht, so wird er noch immer von Allah beschützt, mit
seinen Buchstaben und Worten, mit denen Allah ihn Muhammad offenbart hat. Keine Veränderung und kein Zusatz haben sich
eingeschlichen; denn die Muslime waren eifrig bemüht, dass der Qur´an von jeglichen
Mängeln frei bleibt. Sie vermischen ihn
nicht mit irgendetwas aus der Geschichte des Lebens vom Propheten, oder der
seiner Gefährten oder den Erläuterungen des Qur´an oder den Regelungen für
gottesdienstliche Handlungen und zwischenmenschliche Beziehungen.
2. Heute
gibt es für die alten Bücher keine historische Autorität mehr. Sogar über diejenigen, denen sie offenbart
worden waren, oder in welcher Sprache sie offenbart worden waren, ist bei
einigen nichts mehr bekannt. Manche
werden sogar anderen zugesprochen, die sie überhaupt nicht gebracht
hatten.
Was den Qur´an betrifft, haben ihn die Muslime von Muhammad
nach und nach, wörtlich und in geschriebener Form übermittelt bekommen. Und zu jeder Zeit und in jedem Land gibt es
tausende von Muslimen, die dieses Buch auswendig gelernt haben und es gibt außerdem
tausende von Kopien. Wenn die mündlichen
nicht mit den niedergeschriebenen Abschriften übereinstimmen, werden die
divergenten Kopien nicht anerkannt; denn was im Gedächtnis der Menschen ist,
sollte immer mit den Niederschriften übereinstimmen. Vor allem wurde der Qur´an mündlich auf eine
Art und Weise überliefert, wie kein
anderes Buch dieser Welt. Sogar diese
besondere Methode der Überlieferung ist nirgends zu finden außer bei den
Muslimen. Die Methode der Bewahrung des Qur´an sieht folgendermaßen aus: Der
Schüler lernt den Qur´an vom Lehrer direkt auswendig; der ihn zuvor von seinem
eigenen Lehrer auswendig gelernt hatte. Der Lehrer gibt dem Schüler ein
Zertifikat, das „Ijaazah“ genannt wird, in dem der Lehrer bezeugt, dass er dem
Schüler beigebracht hat, was er selbst von seinen Lehrern von einem nach dem
anderen gelernt hatte, jeder einzelne von diesen Lehrern nennt den Namen des
Lehrers, von dem er den Qur´an gelernt hatte, bis die Kette den Gesandten
Allahs selbst erreicht. So geht die
Kette der Lehrer in mündlicher Folge zurück bis zum Gesandten Allahs. Es existieren viele starke Beweise und
historische Zeugnisse – mit zusammenhängenden Überliefererketten – über die
Kenntnisse von jeder Sura und jedem Vers des Qur´an, was die Zeit und den Ort
der Offenbarung an Muhammad angeht.
3. Die
Sprachen, in denen die vorigen Bücher offenbart worden waren, sind seit langer
Zeit erloschen. Keiner in dieser Zeit
spricht diese Sprachen noch und nur sehr wenige Menschen können sie noch
verstehen. Was die Sprache angeht, in
der der Qur´an offenbart wurde, so handelt es sich um eine lebendige Sprache,
die heutzutage von hunderten von millionen Menschen gesprochen wird. Sie wird in jedem Land der Welt gelehrt und
studiert. Selbst wer sie nicht studiert,
wird überall jemanden finden, der ihm die Bedeutung des Qur´an lehren
kann.
4. Jedes
der vorigen Bücher war für eine bestimmte Zeit gedacht und zu einem bestimmten
Volk gesandt; darum enthielten sie Gesetze, die ausschließlich für dieses Volk
und diese Zeit waren. Ein Buch, das
diese Eigenschaften hatte, kann nicht für die gesamte Menschheit geeignet
sein.
Was den
großartigen Qur´an angeht, ist er ein Buch, das für alle Zeiten und Orte
gedacht ist. Er besteht aus Anweisungen,
Regeln darüber, wie Menschen miteinander umgehen sollten, und Umgangsformen,
die für jedes Zeitalter angemessen sind, denn er wendet sich an die Menschheit
im allgemeinen.
Angesichts des
oben genannten wird deutlich, dass es nicht möglich ist, dass Allahs Beweis
gegen die Menschheit in Büchern sein sollte, deren ursprünglichen Abschriften
nicht länger existieren und deren Sprachen keiner mehr auf der Welt spricht,
nachdem sie verändert worden waren.
Allahs Beweis gegen die Menschheit sollte in einem Buch stehen,
beschützt und sicher vor Veränderungen, Mängeln oder Verfälschungen. Seine Kopien sollten überall verbreitet sein
und in jeder Sprache, die von millionen Menschen gelesen werden kann, damit es
die Botschaft Allahs der ganzen Menschheit überbringen kann. Dieses Buch ist der großartige Qur´an, den
Allah Muhammad offenbart hat und das der Zeuge aller vorigen Bücher ist und sie
bestätigt – bevor diese verändert worden waren.
Es ist das Buch, dem die gesamte Menschheit folgen muss, damit es für
sie Licht, Heilung, Rechtleitung und Gnade sein kann. Allah sagt (was der Bedeutung nach so
übersetzt werden kann):
„Und dies ist ein Buch, das Wir (als Offenbarung)
hinabgesandt haben, ein gesegnetes (Buch). So folgt ihm und seid
gottesfürchtig, auf dass ihr Erbarmen finden möget.“[241]
Er sagt
ebenfalls (was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Sag: O ihr Menschen, ich bin der Gesandte Allahs an euch
alle.“[242][243]
Viertens: Der
Glaube an die Gesandten
Dies bedeutet,
daran zu glauben, dass Allah Seiner Schöpfung Gesandte geschickt hat, um ihnen
die frohe Botschaft vom Paradies zu bringen, das sie erwartet, wenn sie an
Allah glauben und an die Gesandten, und um sie vor der Bestrafung zu warnen,
wenn sie ungehorsam sind. Allah sagt
(was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Und Wir haben ja bereits in jeder Gemeinschaft einen
Gesandten erweckt: ‚Dient Allah und meidet die falschen Götter.‘“[244]
Er sagt
ebenfalls (was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Gesandte als Verkünder froher Botschaft und als Überbringer
von Warnungen, damit die Menschen nach den Gesandten kein Argument gegen Allah
haben.“[245]
Die Gesandten
waren viele. Der erste von ihnen war
Noah gewesen und der letzte Muhammad. Es
gibt viele von ihnen, deren Geschichten Allah uns erzählt hat, wie Abraham,
Moses, Jesus, David, Johannes, Zacharias und Salih. Es gab auch noch einige andere, von denen uns
Allah nichts berichtet. Allah sagt (was
der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Und (Wir sandten) Gesandte, über die Wir dir schon zuvor
berichtet haben, und andere, über die Wir dir nicht berichtet haben.”[246]
Alle diese
Gesandten waren Menschen, die Allah geschaffen hat. Sie besitzen nichts von den Eigenschaften der
Herrschaft oder der Göttlichkeit.
Deshalb sollte keine gottesdienstliche Handlung an sie gerichtet werden;
denn sie könnten nicht einmal für sich selbst Schaden abwenden oder Nutzen
herbeiführen. Allah sagt über den
Propheten Noah (was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Und ich sage nicht zu euch, ich besäße die Schatzkammern
Allahs, und ich weiß auch nicht das Verborgene; und ich sage nicht, ich sei ein
Engel.“[247]
Allah befahl
auch Muhammad zu sagen (was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Sag: Ich sage nicht zu euch, ich besäße die Schatzkammern
Allahs, und ich weiß auch nicht das Verborgene; und ich sage nicht zu euch, ich
sei ein Engel.“[248]
Und Allah
befahl ihm, ebenfalls zu sagen (was der Bedeutung nach so übersetzt werden
kann):
„Sag: Ich
vermag mir selbst weder Nutzen noch Schaden (zu bringen), außer was Allah
will.“[249]
Die Propheten
waren also ehrenvolle Diener, die Allah auserwählte und mit der Botschaft ehrte
und die er als Seine Diener beschrieb.
Ihre Religion ist der Islam und Allah wird keine andere Religion als ihn
akzeptieren. Allah sagt (was der
Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Gewiss, die Religion ist bei Allah der Islam.”[250]
Die
Grundbotschaft der Propheten war eine, aber ihre Gesetze unterschieden
sich. Allah sagt (was der Bedeutung nach
so übersetzt werden kann):
„Für jeden von euch haben Wir eine Gesetzgebung und einen
deutlichen Weg festgelegt.“[251]
Das letzte
aller dieser Gesetze ist das von Muhammad.
Es löst alle anderen vorhergegangenen Gesetze ab. Seine Botschaft ist die letzte aller
göttlichen Botschaften, und er ist der letzte von allen Gesandten. Wer an einen Propheten von ihnen glaubt, muss
an sie alle glauben; denn alle Propheten und Gesandte rufen zum Glauben an
Allah, Seine Engel, Seine Bücher, Seine Gesandten und den Letzten Tag auf, denn
ihre Religion ist eine. Wer also an
einen von ihnen nicht glaubt, glaubt damit an alle nicht; denn jeder von ihnen
forderte auf, an alle Propheten und Gesandten zu glauben.[252]
Allah sagt (was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Der Gesandte (Allahs) glaubt an das, was zu ihm von seinem
Herrn (als Offenbarung) herabgesandt worden ist, und ebenso die Gläubigen; alle
glauben an Allah, Seine Engel, Seine Bücher und Seine Gesandten.“[253]
Er sagt
ebenfalls (was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Diejenigen, die Allah und Seine Gesandten verleugnen und
zwischen Allah und Seinen Gesandten einen Unterschied machen wollen und sagen:
‚Wir glauben an die einen und verleugnen die anderen‘, und einen Weg dazwischen
einschlagen wollen, (150) das sind die wahren Ungläubigen. Und für die
Ungläubigen haben Wir schmachvolle Strafe bereitet.“[254]
Fünftens: Der
Glaube an den Letzten Tag
Das
ist so, denn das Ende jeden Seins in dieser Welt ist der Tod! Wie also sieht das Schicksal nach dem Tod
aus? Wie ist das Ende der ungerechten
Menschen, die in dieser Welt ihrer Bestrafung entgangen sind? Werden sie den
Konsequenzen ihrer Ungerechtigkeiten entkommen?
Was ist mit den rechtschaffenen Menschen, die ihren Anteil an dieser
Welt versäumt haben, wird deren Lohn verschwendet sein? In der Tat wird die
Menschheit immer weiter sterben, Generation nach Generation, bis Allah die
Erlaubnis erteilt, dass diese Welt ein Ende findet und alle Geschöpfe auf der
Erdoberfläche sterben werden. Allah wird
danach alle Geschöpfe an einem Tag wiedererwecken, dessen Zeuge sie alle sein
werden, ein Tag, an dem Allah alle früheren und späteren Generationen
versammeln wird. Dann wird Er die
Menschen für alle ihre Taten, gute wie schlechte, die sie auf der Welt getan
haben, zur Rechenschaft ziehen. Die
Gläubigen werden zum Paradies geleitet werden und die Ungläubigen werden zum
Feuer gebracht werden. Das Paradies ist
der Aufenthalt des Friedens, den Er für Seine gläubigen Freunde vorbereitet
hat. Es gibt dort Wonnen, die kein
Mensch beschreiben kann. Es hat Stufen
und jede Stufe wird Bewohner haben, ihrem Glauben an Allah und ihrem Gehorsam
Ihm gegenüber entsprechend. Die
niedrigste Stufe der Bewohner des Paradieses wird das zehnfache dessen sein,
was ein König in dieser Welt besitzt.
Die Hölle ist ein Aufenthalt der Strafe, den Allah für den vorbereitet
hat, der nicht an Ihn glaubt. In ihr
gibt es Qualen aller Art deren Erwähnung fürchterlich ist. Wenn Allah jemandem im Jenseits zu sterben
gestatten würde, dann würden die Bewohner der Hölle sicherlich bei ihrem bloßen
Anblick sterben. Allah weiß – bei Seiner
Vorherbestimmung – was jeder Mensch an gutem oder bösem tun oder sagen wird,
sei es heimlich oder in aller Öffentlichkeit.
Er hat für jeden Menschen zwei Engel beauftragt: einer berichtet seine
guten Taten und der andere berichtet seine schlechten und nichts entgeht
ihnen. Allah sagt (was der Bedeutung
nach so übersetzt werden kann):
„Kein Wort äußert er, ohne dass bei ihm
ein Beobachter bereit wäre (es aufzuschreiben).“[255]
Alle
seine Taten werden in einem Buch erfasst, das dem Menschen am Tag der
Wiedererweckung gegeben wird. Allah sagt
(was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Und das Buch wird hingelegt. Dann
siehst du die Übeltäter besorgt wegen dessen, was darin steht. Sie sagen: ‚O
wehe uns! Was ist mit diesem Buch? Es lässt nichts aus, weder klein noch groß,
ohne es zu erfassen.‘ Sie finden (alles), was sie taten, gegenwärtig, und dein
Herr tut niemandem Unrecht.“ [256]
Der
Mensch wird dann seinen Bericht lesen und wird nichts leugnen davon und wer
irgendwelche seiner Taten leugnet, dessen Ohren, Augen, Händen, Beinen und Haut
wird Allah die Kraft zu sprechen geben, damit sie ihm widersprechen
können. Allah sagt (was der Bedeutung
nach so übersetzt werden kann):
„Sie werden zu ihren Häuten sagen:
‚Warum habt ihr gegen uns Zeugnis abgelegt?‘ Sie sagen: ‚Allah, Der alles reden
lässt, hat uns reden lassen‘. Er ist es, Der euch das erste Mal erschaffen hat,
und zu Ihm werdet ihr zurückgebracht. (21) Und ihr pflegtet euch nicht so zu
verstecken, dass euer Gehör, eure Augen und eure Häute nicht Zeugnis gegen euch
ablegten. Aber ihr meintet, dass Allah nicht viel wisse von dem, was ihr tut.“[257]
Der
Glaube an den Letzten Tag[258]
– den Tag der Wiedererweckung – wurde von allen Gesandten und Propheten
gepredigt. Allah sagt (was der Bedeutung
nach so übersetzt werden kann):
„Zu Seinen Zeichen gehört es, dass du die Erde demütig
siehst. Wenn Wir aber Wasser auf sie herabkommen lassen, regt sie sich und
schwillt. Gewiss, Derjenige, Der sie wieder belebt, wird (auch) die Toten wieder
lebendig machen, denn gewiss, Er hat zu allem die Macht.“[259]
Er sagt auch
(was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Sehen sie denn nicht, dass Allah, Der die Himmel und die
Erde erschaffen hat und bei ihrer Erschaffung nicht ermüdet ist, (auch) die
Macht hat, die Toten wieder lebendig zu machen?“[260]
Dies
macht die göttliche Weisheit notwendig; denn Allah hat Seine Schöpfung nicht
grundlos erschaffen oder sie dem Spaß überlassen. Der am wenigsten intelligente
Mensch kann keine wichtige Tat ausführen, ohne einen Grund dafür zu haben. Wenn dies im Falle des Menschen schon nicht
vorstellbar sein kann und dann denkst du, dass Allah Seine Schöpfung einfach
aus Spaß erschaffen hat und dass Er sie sich selbst überlassen könnte? Weit entfernt und Hocherhaben ist Allah über
allem, was sie sagen. Allah sagt (was
der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Meint ihr denn, dass Wir euch zum
sinnlosen Spiel erschaffen hätten und dass ihr nicht zu Uns zurückgebracht
würdet?”[261]
Er sagt auch
(was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Und Wir haben den Himmel und die Erde
und das, was dazwischen ist, nicht umsonst erschaffen. Das ist die Meinung
derjenigen, die ungläubig sind. Doch wehe denjenigen, die ungläubig sind, vor
dem (Höllen)feuer.“[262]
Alle
weisen Männer bezeugen die Notwendigkeit des Glaubens an den Letzten Tag; denn
dies ist es, was Intelligenz und Verstand gebieten und das, dem der gesunde
Menschenverstand zustimmt. Wenn der
Mensch an den Tag der Wiedererweckung glaubt, weiß er, warum er sich von den
Dingen fernhalten soll, die ihm zu unterlassen befohlen wurden, und warum er
tun soll, was ihm befohlen wurde zu tun in der Hoffnung auf das, was bei Allah
ist. Er wird ebenfalls wissen, dass
derjenige, der den Menschen Unrecht tut, unausweichlich dafür zur Rechenschaft
gezogen wird und dass diejenigen, denen er Böses tut, sich am Tag des Gerichts
an ihm rächen werden. Er wird ebenfalls
wissen, dass der Mensch einen Lohn haben muss: gute Belohnung für gute Taten
und angemessene Strafe für schlechte Taten, so dass jede Seele für das belohnt
wird, was sie angestrebt hat. Und so wird göttliche Gerechtigkeit
herrschen. Allah sagt (was der Bedeutung
nach so übersetzt werden kann):
„Wer nun im Gewicht eines Stäubchens
Gutes tut, wird es sehen. (7) Und wer im Gewicht eines Stäubchens Böses tut,
wird es sehen.”[263]
Kein Mensch
weiß, wann der Tag der Wiedererweckung
kommen wird. Dies ist ein Tag,
den weder ein gesandter Prophet noch ein bevorzugter Engel kennt. Allah behält das Wissen darüber für sich
Allein. Er sagt (was der Bedeutung nach
so übersetzt werden kann):
„Sie fragen dich nach der Stunde, für
wann sie feststeht. Sag: Das Wissen darüber ist nur bei meinem Herrn. Nur Er
wird sie zu ihrer Zeit erscheinen lassen.“[264]
Er sagt
ebenfalls (was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Gewiss, Allah (allein) besitzt das
Wissen über die Stunde.“[265]
Sechstens: Der
Glaube an die Vorherbestimmung
Du musst
glauben, dass Allah weiß, was geschieht und was geschehen wird; dass Er die
Bedingungen, Taten, Lebensspannen und Versorgung Seiner Diener kennt. Er sagt (was der Bedeutung nach so übersetzt
werden kann):
„Gewiss, Allah
weiß über alles Bescheid.”[266]
Er sagt
ebenfalls (was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Er verfügt über die Schlüssel des Verborgenen; niemand
kennt sie außer Ihm. Und Er weiß, was auf dem Festland und im Meer ist. Kein
Blatt fällt, ohne dass Er es weiß; und (es gibt) kein Korn in den Finsternissen
der Erde und nichts Feuchtes und nichts Trockenes, das nicht in einem
deutlichen Buch (verzeichnet) wäre.“[267]
Hätte es im
Qur´an nur diesen einen Vers gegeben, hätte er als deutlicher Beweis und
ausschlaggebender Nachweis dafür, dass es von Allah ist, genügt; da die
Menschheit zu allen Zeiten – selbst in dieser Zeit, wo das Wissen weit verbreitet
ist und der Mensch hochmütig wird – nicht an diese umfassenden Dinge gedacht
hat, geschweige denn besitzt sie die Fähigkeit dazu. Das Höchste zu dem ihre Anstrengungen
ausreichen, ist einen Baum oder ein Insekt in einer bestimmten Umgebung genau zu
beobachten, um uns einen Teil seiner Mysterien zu enthüllen. Aber was ihnen von dem Baum oder dem Insekt
verborgen bleibt, ist noch viel größer.
Was allumfassenden Denken und allumfassendes Wissen angeht, ist dies
etwas, das die Menschheit nicht kannte oder nicht fähig ist zu kennen.
Er hält alles
in einem Bericht bei Ihm fest. Er sagt
ebenfalls (was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Alles haben
Wir in einem deutlichen Verzeichnis erfasst.“[268]
Er sagt (was
der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Weißt du denn nicht, dass Allah weiß, was im Himmel und auf
der Erde ist? Gewiss, das steht in einem Buch; gewiss, das ist Allah ein
leichtes.“[269]
Er sagt auch
(was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Sein Befehl, wenn Er etwas will, ist, dazu nur zu sagen:
,Sei!', und so ist es.“[270]
Da Allah es
ist, Der alle Dinge vorherbestimmt hat, ist Er es auch, Der alle Dinge
geschaffen hat. Er sagt (was der
Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Gewiss, Wir haben alles in (vorbestimmtem) Maß erschaffen.“[271]
Er sagt auch
(was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Allah ist der Schöpfer von allem.“[272]
Er
schuf die Menschen, damit sie Ihn anbeten und Er machte ihnen dies
deutlich. Er befahl ihnen, Ihm gehorsam
zu sein, verbot ihnen, Ihm ungehorsam zu sein, und machte ihnen dies
deutlich. Er gab ihnen Macht und freien
Willen, durch den sie die Befehle Allahs ausführen und den Lohn dafür erhalten
konnten; und durch den sie Taten des Ungehorsams ausführen und bestraft werden
können.
Wenn der Mensch
an die göttliche Vorherbestimmung glaubt, wird er folgendes erreichen:
1. Er
wird sich auf Allah verlassen, indem er von den Mitteln Gebrauch macht; denn er
weiß, dass die Mittel und ihre Ursachen alle durch Allah vorherbestimmt
sind.
2. Seelenfrieden
und Ruhe; denn wenn er weiß, dass Allah es ist, Der dies gibt und dass die
vorherbestimmte, verabscheute Sache geschehen wird, egal was passiert; er wird
ruhig bleiben und er wird mit der Entscheidung Allahs zufrieden sein. Es wird niemanden geben, der zufriedener sein
wird und mehr Seelenfrieden haben wird, als derjenige, der an die göttliche
Vorherbestimmung glaubt.
3. Er
wird nicht hochmütig werden, wenn er erreicht, was er beabsichtigt hat; denn er
wird wissen, dass das Erreichen dieses Segens von Allah ist, durch die Mittel
des Guten und den Erfolg, den Er vorherbestimmt hat. Er wird daher Allah dafür danken.
4. Er
wird nicht traurig oder bekümmert sein, wenn er sein erwünschtes Ziel nicht
erreicht oder wenn etwas ungewolltes passiert; aufgrund seines Wissens, dass es
durch den unwiderruflichen Erlass Allahs geschieht. Denn niemand kann Seinem Befehl widerstehen
oder Sein Urteil heraufbeschwören. Was Er bestimmt hat, wird unausweichlich
geschehen. Er wird daher geduldig sein
und dafür von Allah belohnt werden.
Allah sagt (was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Kein Unglück trifft ein auf der Erde oder bei euch selbst,
ohne dass es in einem Buch (verzeichnet) wäre, bevor Wir es erschaffen -
gewiss, dies ist Allah ein leichtes -, (22) damit ihr nicht betrübt seid über
das, was euch entgangen ist, und euch nicht (zu sehr) freut über das, was Er
euch gegeben hat. Und Allah liebt niemanden, der eingebildet und prahlerisch
ist.“[273][274]
5. Vollständige
Abhängigkeit von Allah. Denn der Muslim
weiß, dass nur Allah die Macht besitzt, zu nutzen oder zu schaden. Er wird dann keine mächtige Person wegen
ihrer Macht fürchten, und er wird nicht zögern, gute Taten aus Angst vor
irgendeinem Menschen zu verrichten. Der
Prophet sagte zu Ibn Abbas: „Du musst wissen, dass wenn die
gesamte Menschheit beschließt, dir zu nutzen, dann kann sie dir nur in etwas
nutzen, das Allah für dich schon vorgesehen hat. Und wenn sie beschließt, dir
in einer Sache zu schaden, dann kann sie dir nur in etwas schaden, das Allah
für dich schon vorgesehen hat.“[275]
DIE DRITTE
STUFE:
Die dritte
Stufe ist “Ihsaan” (höchste Ernsthaftigkeit und Vollkommenheit in
gottesdienstlichen Handlungen). Das
bedeutet, dass du Allah anbetest, als würdest du Ihn sehen, und auch wenn du
Ihn nicht siehst, Er sieht dich. So muss
man seinen Herrn anbeten. Das bedeutet,
sich bewusst zu sein, dass Allah einem nahe ist; dass man vor seinem Herrn
steht. Dieser Zustand lässt einen
Ehrfurcht, Angst und große Verehrung für Allah entwickeln. Er lässt den Menschen bei gottesdienstlichen
Handlungen ernsthaft sein und gibt ihm den Mut, ihre Vervollkommnung noch mehr
anzustreben. Der Diener ist sich seines
Herrn bewusst, wenn er gottesdienstliche Handlungen verrichtet und erinnert
sich an Seine Nähe zu ihm, als würde er Ihn sehen. Wenn er das nicht tun kann, soll er sich der
Tatsache bewusst sein, dass Allah ihn sieht und seine Geheimnisse und seine
offen gemachten Dinge kennt und dass nichts vor Ihm verborgen ist.[276]
Der Diener, der
diese Stufe des Gottesdienstes erreicht hat, betet seinen Herrn ernsthaft an,
sieht keinen anderen als Ihn an. Er
erwartet weder das Lob der Menschen, noch fürchtet er ihren Tadel; denn es
genügt ihm, dass sein Herr mit ihm zufrieden ist und ihn lobt. Dies ist ein Mensch, dessen öffentliche und
privaten Taten dieselben sind. Er betet
seinen Herrn wenn er allein ist und wenn er unter Menschen ist mit einem
sicheren Vertrauen an, dass Allah alles kennt, was in seinem Herzen ist und was
in seinem Verstand vor sich geht. Der
Glaube hat sein Herz überwältigt und das Bewusstsein von seinem Herrn zeigt
sich deutlich an ihm; seine Glieder unterwerfen sich Allah; daher wird er sie
nicht für etwas nutzen, das Allah nicht gefällt, sondern nur in dem, was Er
liebt und in Ergebenheit zu Ihm.
Da sein Herz an
seinem Herrn hängt, wird er von keinem Geschöpf Hilfe erbitten, denn Allah
genügt ihm; er wird sich vor keinem Menschen beschweren, denn er hat sich mit
seinen Bedürfnissen Allah zugewandt und Er genügt ihm als Helfer. Er fühlt sich nirgends einsam, noch fürchtet
er irgendjemanden, denn er weiß, dass Allah unter allen Umständen mit ihm
ist. Er genügt ihm und Er ist der Beste
Helfer. Er wird keinen Befehl aufgeben,
den Allah auszuführen angeordnet hat und wird keine Sünde begehen, denn er
schämt sich vor Ihm und es ist ihm verhasst, dass Er auf etwas wartet, das Er
ihm zu tun befohlen hat oder Er ihn bei etwas vorfindet, das Er ihm verboten
hat. Er wird auch keinen unterdrücken
oder Unrecht tun oder jemandes Rechte nehmen, denn er weiß, dass Allah ihn
sieht und dass Er ihn für alle seine Taten zur Rechenschaft ziehen wird.
Er wird im
Lande kein Unheil anrichten; denn er weiß, alle guten Dinge auf der Erde
gehören Allah und Er hat sie Seiner Schöpfung zur Verfügung gestellt. Er wird seinen Bedürfnissen entsprechend von
diesen guten Dingen Gebrauch machen und Seinem Herrn dafür danken, dass Er sie
für ihn geliefert hat.
Alles, das ich
dir in diesem Büchlein erläutert habe, sind nur wichtige Dinge und die großen
Säulen des Islam. Wer an diese
Grundlagen glaubt und nach ihnen handelt, wird Muslim. Der Islam ist – wie ich
dir gesagt habe – sowohl Religion als auch weltlich; ein Gottesdienst und eine
Lebensweise. Er ist die verständliche und
göttliche Ordnung, die in ihren Anordnungen alles umfasst, das der Einzelne und
die Gesellschaft in ihrem religiösen, politischen, wirtschaftlichen,
gesellschaftlichen Leben und für ihre Sicherheit braucht. Der Mensch findet hier Prinzipien, Fundamente
und Regeln, die Frieden und Krieg regeln, sowie bindende Verpflichtungen; die
die Würde von Mensch, Vogel, Tier und der Umwelt, die ihn umgibt,
bewahren. Sie erklären ihm ebenfalls die
Wirklichkeit des Menschen, Leben und Tod; und die Wiedererweckung nach dem
Tod. Er findet im Islam auch die beste
Art und Weise, mit den Menschen um ihn herum umzugehen; wie die Aussage Allahs
(was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Und sagt Gutes zu den Menschen.“[277]
Und Er sagt
(was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„…und die den Menschen verzeihen...”[278]
Und Er sagt
(was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Und der Hass, den ihr gegen
(bestimmte) Leute hegt, soll euch ja nicht dazu bringen, dass ihr nicht gerecht
handelt. Handelt gerecht. Das kommt der Gottesfurcht näher.“[279]
Nachdem wir nun
die Stufen der Religion und die Grundlagen einer jeden Stufe besprochen haben,
ist es angebracht, kurz die Schönheit des Islam zu erläutern.
ETWAS VON DER
SCHÖNHEIT DES ISLAM[280]:
Die Schönheit
des Islam übersteigt das, was Stifte aufschreiben können und wir können gar
nicht genug Begriffe finden, um die Werte dieser Religion zu beschreiben; denn
es ist die Religion Allahs. Genau wie
das Auge Allah nicht wahrnehmen kann, und wie der Mensch seine Realität nicht
auf der Grundlage von Wissen erfassen kann, so kann der Schreibstift Sein
Gesetz nicht in Schriftform fassen. Ibn Al-Qayyim sagte: „Wenn du über die
verblüffende Weisheit dieser aufrechten Religion, dieses reinen Glaubens und des
Gesetzes für die Menschheit nachsinnst, die kein Ausdruck vollkommen
beschreiben kann, deren Beschreibung nicht vervollkommnet werden kann,
desgleichen die Weisheit des Weisen nicht hervorbringen kann – selbst wenn alle
weisesten Männer genauso vollkommen weise wären, wie der weiseste von ihnen-,
deren Schönheit und Werte von der vollkommenen und würdevollen Intelligenz,
erkennst und bestätigst du, dass die Welt kein Gesetz kannte, das besser und
großartiger als dieses war, und dass selbst wenn der Gesandte Allahs keine
Beweise zu seiner Unterstützung gebracht hätte, es allein als Beweis
ausreichte, dass es von Allah ist. Jeder
Aspekt dieser Religion zeigt vollkommenes Wissen, vollkommene Weisheit,
Überschwänglichkeit an Gnade, Rechtschaffenheit und Freundlichkeit, absolut
alles eingeschlossen, das verborgen und das offensichtlich ist und das Wissen
über Anfang und Ende. Es zeigt
ebenfalls, dass sie eine große Gunst ist, die Allah seinen Dienern gewährt hat,
denn er kann ihnen gar keine größere Gunst erweisen, als die Tatsache, dass Er
sie zu dieser Religion geführt hat, sie zu ihren Anhängern gemacht hat und
diese Religion für sie ausgewählt hat.
Daher erinnert Er Seine Diener an die Tatsache, dass Er sie zu ihr geführt
hat. Er sagt (was der Bedeutung nach so
übersetzt werden kann):
„Allah hat den Gläubigen wirklich eine Wohltat erwiesen, als
Er unter ihnen einen Gesandten von ihnen selbst geschickt hat, der ihnen Seine
Zeichen verliest, und sie läutert und sie das Buch und die Weisheit lehrt,
obgleich sie sich zuvor wahrlich in deutlichem Irrtum befanden.“[281]
Er sagt
ebenfalls, indem Er sich Seinen Dienern vorstellt und sie an Seine große Gunst
ihnen gegenüber erinnert und sie auffordert, Ihm dafür zu danken, dass er sie
zu ihren Anhängern gehören lässt (was der Bedeutung nach so übersetzt werden
kann):
„Heute habe Ich euch eure Religion vervollkommnet.“[282][283]
Es ist daher
ein Teil der Dankbarkeit Allah gegenüber für diese Religion, einiges von ihrer
Schönheit zu erwähnen:
1. Dass
es die Religion Allahs ist, die Er für Sich Selbst ausgewählt hat, mit der Er
Seine Gesandten geschickt hat und mit der Er Seinen Dienern gestattet hat, Ihn
anzubeten. Seine Religion ist nicht mit
den menschlichen Statuten und von Menschen gemachten Religionen vergleichbar,
denn Allah besitzt die Eigenschaft der absoluten Vollkommenheit. Also besitzt
auch Seine Religion absolute Vollkommenheit darin, Anweisungen zu liefern, die
das weltliche und das ewige Leben der Menschheit bestimmen; sie umfasst die
Rechte des Schöpfers und die Pflichten Seiner Diener Ihm gegenüber; die
Pflichten des einen gegenüber dem anderen und die Rechte des einen über den
anderen.
2. Reichhaltigkeit:
Eine der bekanntesten Schönheiten dieser Religion ist, dass sie alles umfasst. Allah sagt (was der Bedeutung nach so
übersetzt werden kann):
“Nichts
haben Wir in der Schrift vernachlässigt.“[284]
Diese Religion umfasst alles, das mit dem Schöpfer zu tun
hat, wie Seine Namen, Eigenschaften und Rechte; und alles, das mit den Geschöpfen
zu tun hat, wie Gesetze, Verpflichtungen, Verhalten und Beziehungen. Diese Religion enthält auch die Geschichten
der früheren und späteren Generation, Geschichten der Engel, Propheten und
Gesandten. Sie spricht über den Himmel,
die Erde, die Umlaufbahnen, die Planeten, die Meere, die Bäume und das
Universum. Sie erwähnt Sinn und Zweck
der Schöpfung und ihr Ende; sie spricht vom Paradies und dem letzten
Aufenthaltsort der Gläubigen und vom Feuer und dem letzten Aufenthaltsort der
Ungläubigen.
3. Sie
baut eine Verbindung zwischen dem Schöpfer und der Schöpfung auf: Jede falsche
Religion und jeder falsche Glaube besitzt den Charakter eines Verbindungsmannes
mit einem anderen Mann, der für Tod, Schwäche, Unfähigkeit und Krankheit
empfänglich ist. Manche verbinden den
Menschen sogar mit einer Person, die vor hunderten von Jahren bereits
verstorben ist und zu bloßen Knochen und Staub geworden ist. Der Islam hat andererseits den Vorzug, den
Menschen direkt mit seinem Schöpfer zu verbinden; ohne Priester, Pfarrer oder
heiliges Geheimnis. Dies leitet die
Verbindung zwischen dem Schöpfer und dem Geschaffenen – eine Verbindung, die
das Herz mit seinem Herrn verbindet und das dadurch Licht, Rechtleitung und
Leichtigkeit erhält, die nach Vervollkommnung strebt, und die sich selbst hoch
über unwesentlichen und herabwürdigenden Dingen wähnt. Denn jedes Herz, das keine Verbindung mit
seinem Herrn besitzt, ist mehr irregegangen als die Tiere. Es ist eine Kommunikation zwischen dem
Schöpfer und dem Geschöpf, durch die er den Wunsch seines Schöpfers kennt und
Ihn dann in diesem Wissen anbetet und Dinge in Erfahrung bringt, die Ihm
gefallen und er strebt danach; sowie Dinge, die Ihn erzürnen lassen, und diese
meidet er. Es ist eine Kommunikation
zwischen dem Allmächtigen Schöpfer und der schwachen und bedürftigen Kreatur,
die ihn befähigt, um Hilfe, Unterstützung und Erfolg von Ihm zu bitten, und Ihn
um Schutz vor denen, die böse Pläne schmieden und den bösen Taten der Teufel zu
bitten.
4. Er
sorgt für Nutzen in dieser Welt und im Jenseits. Das islamische Gesetz basiert auf dem Schutz
der Vorteile in dieser Welt und im Jenseits und auf der Vervollkommnung guter
Sitten. Zur Erklärung der Vorteile für das Jenseits hat die Religion des Islam
alles erläutert und nichts außer acht gelassen. Er erklärt ganz detailliert, so
dass nichts davon unbekannt bleibt. Der
Islam verspricht die Wonne im Jenseits und warnt vor den Qualen. Die Vorteile in dieser Welt betreffend,
ordnete Allah in dieser Religion an, was die Religion, das Leben, den Besitz,
die Nachkommenschaft, die Würde und die Intelligenz des Menschen
beschützt. Was ehrenhaftes Verhalten
angeht, so fordert der Islam es offen und verborgen und verbietet verdorbene
Manieren. Von den offensichtlichen edlen
Verhaltensweisen, die der Islam fordert, sind die Sauberkeit und Reinigung von
Unreinheiten und Schmutz aller Art. Der
Islam empfiehlt, Parfum und Schmuck zu benutzen; er verbietet schmutzige
Verhaltensweisen wie Unzucht und Ehebruch, Alkoholkonsum, den Verzehr verendeter
Tiere, von Blut und Schweinefleisch; und er gebietet, von den erlaubten, guten
Dingen zu essen. Er verbietet auch
Verschwendungssucht und Übertreibung.
Was die innere Reinheit betrifft, so verbietet der Islam
unerwünschtes Verhalten und fordert zu Wünschenswertem auf. Zu den verbotenen Manieren gehören: Lügen,
Obszönität, Wut, Eifersucht, Geiz, sich selbst zu entwürdigen, das Ansehen und
diese Welt zu lieben, Hochmut, Stolz und Heuchelei. Zu den empfohlenen Manieren gehören: gutes
Benehmen, gute Partnerschaft mit allen Menschen und freundlich zu ihnen zu
sein, Gerechtigkeit und Fairness, Demut, Ehrlichkeit, Großmut, Großzügigkeit,
Gottvertrauen, Aufrichtigkeit bei der Verrichtung gottesdienstlicher Taten,
Gottesfurcht, Geduld und Dankbarkeit erweisen.[285]
5. Leichtigkeit:
Leichtigkeit ist eine der einzigartigen Qualitäten dieser Religion. In jedem Ritual ist Leichtigkeit und in jeder
gottesdienstlichen Handlung ist Leichtigkeit.
Allah sagt (was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Und (Er) hat für euch in der Religion keine Bedrängnis
auferlegt.”[286]
Die erste Leichtigkeit im Islam ist diese: jeder, der Muslim
werden möchte, braucht keinen menschlichen Vermittler und auch kein Bekenntnis
seiner vergangenen Sünden. Er braucht
sich nur zu reinigen und die Bezeugung aussprechen: Ich bezeuge, dass es keine
Gottheit gibt, die zu recht angebetet wird, außer Allah, und ich bezeuge, dass
Muhammad der Gesandte Allahs ist; und an die Bedeutung dieser Aussage zu
glauben und ihr entsprechend zu handeln.
Außerdem zeichnet sich jede gottesdienstliche Handlung im
Islam durch Leichtigkeit und Milde aus.
Wenn ein Mann reist oder krank ist, bekommt er den Lohn für seine Tat,
die er verrichtete, als er zuhause war oder gesund war, weiter
gutgeschrieben. Das ganze Leben eines
Muslim ist leicht und von Ruhe erfüllt, während das Leben eines Ungläubigen
dagegen von Härte und Mühen gekennzeichnet ist.
Auch der Tod eines Muslim ist leicht, denn seine Seele kommt aus seinem
Körper wie ein Tropfen Wasser aus einem Gefäß kommt. Allah sagt (was der Bedeutung nach so
übersetzt werden kann):
„Jene, die die Engel abberufen, während sie gute (Menschen)
gewesen sind. Sie sagen: ‚Friede sei auf euch! Geht in den (Paradies)garten ein
für das, was ihr zu tun pflegtet‘.“[287]
Was den Ungläubigen angeht, so werden strenge und raue Engel
bei seinem Tod anwesend sein und ihn mit Peitschen schlagen. Allah sagt über den Ungläubigen (was der
Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Und wenn du sehen würdest, wie sich die Ungerechten in den
Fluten des Todes befinden und die Engel ihre Hände ausstrecken: ‚Gebt eure
Seelen heraus! Heute wird euch mit der schmählichen Strafe vergolten, dass ihr
stets über Allah die Unwahrheit gesagt habt und euch gegenüber Seinen Zeichen
hochmütig zu verhalten pflegtet‘.“[288]
Er sagt ebenfalls (was der Bedeutung nach so übersetzt
werden kann):
„Und wenn du sehen würdest, wenn die Engel diejenigen
abberufen, die ungläubig sind, wobei sie sie ins Gesicht und auf den Rücken
schlagen und (sagen): ‚Kostet die Strafe des Brennens!‘.“[289]
6. Gerechtigkeit:
Derjenige, der islamische Anordnungen trifft, ist Allah Allein. Er ist der Schöpfer aller Menschen: Schwarz
und weiß, männlich und weiblich. Die
Menschen sind vor Seinem Urteil, Seiner Gerechtigkeit und Seiner Gnade
gleich. Er bestimmt Regeln, die sowohl
für Männer als auch für Frauen passen.
Es ist damit für das Gesetz des Islam nicht möglich, die Männer auf
Kosten der Frauen zu bevorzugen oder den Frauen einen Vorzug zu geben und den
Männern Unrecht zuzufügen. Der Islam
spricht auch nicht den weißen Menschen Qualitäten zu und leugnet sie bei den
schwarzen Menschen. Alle sind vor den
Gesetzen Allahs gleich und es gibt unter ihnen keinen Unterschied außer in der
Frömmigkeit.
7. Alles
Gute gebieten und alles, das schlecht ist, verbieten: Die Religion des Islam
hat edle Eigenschaften. Zu diesen gehört, alles zu gebieten, was gut ist und
alles zu verbieten, was schlecht ist.
Dies ist für jeden muslimischen Mann und für jede muslimische Frau eine
Pflicht, der oder die erwachsen, geistig gesund und entsprechend seiner oder
ihrer Fähigkeiten und gemäß der Grade des Gebietens und Verbietens dazu in der
Lage ist. Er oder sie sollte mit der
Hand gebieten oder verbieten, wenn er oder sie dies nicht kann, dann mit der Zunge
und wenn er oder sie dies nicht kann, dann mit dem Herzen. Hierdurch werden alle Mitglieder der
muslimischen Gemeinschaft zu Aufpassern der Gemeinde.
Jeder Einzelne
sollte demjenigen, der beim Verrichten guter Taten nachlässig ist, gebieten und
dem, der Falsches tut, dies untersagen, egal ob er herrscht oder beherrscht
wird; jeder seiner Fähigkeit entsprechend und in Übereinstimmung mit den
islamischen Regelungen, die diese Angelegenheit kontrollieren. Diese
Angelegenheit ist – wie du sehen kannst – für jeden Einzelnen seinen
Fähigkeiten entsprechend verpflichtend.
Vergleiche dies mit dem, was die zeitgenössischen politischen Ordnungen
stolz verkünden, dass sie den Oppositionsparteien die Gelegenheit geben, die
Regierungsaktivitäten zu beobachten und offizielle Funktionen ausüben
dürfen.
Dies sind
einige der Schönheiten des Islam. Wenn
ich hätte ins Detail gehen wollen, dann hätte ich bei jedem Ritus, bei jeder
Verpflichtung, bei jedem Befehl und bei jedem Verbot gestoppt, um diese
außerordentliche Weisheit, diese entschiedene Anordnung, diese eindrucksvolle,
einzigartige und unübertreffliche Perfektion, die darin liegen, zu
erläutern. Wer über die Anordnungen
dieser Religion nachdenkt, wird mit Sicherheit wissen, dass sie von Allah ist
und dass es die Wahrheit ist, die frei von jedem Zweifel ist und eine
Rechtleitung vom Irrtum. Wenn du daher
zu Allah zurückkehren möchtest, um Seinem Gesetz zu folgen und um dem Weg
Seiner Propheten und Gesandten zu folgen, so steht die Tür der Reue offen vor
dir, und dein Herr ist Oft-Vergebend, Überaus-Gnädig. Er ruft dich, um dir zu vergeben.
REUE:
Der Gesandte
Allahs sagte: „Alle Kinder Adams begehen Sünden und die besten der Sünder sind
die, die bereuen.“[290]
Der Mensch ist
von Natur aus schwach; er ist schwach in seinem Ziel und seinem Entschluss und
er ist unfähig, die Konsequenzen seiner Sünden und Missetaten zu tragen. Da hat Allah aus Seiner Freundlichkeit heraus
die Angelegenheiten für den Menschen leicht gemacht und Er schrieb ihm die Reue
vor. Der Kern der Reue ist, die Sünde
wegen ihrer Hässlichkeit aufzugeben – aus Furcht vor Allah – und in der
Hoffnung auf Seine Gnade; zu bedauern, was man getan hat, sich fest
vorzunehmen, nicht wieder zu der Sünde zurückzukehren und den Rest seines
Lebens für gute Taten zu spenden.[291]
Wie
du sehen kannst, ist die Reue eine Tat des Herzens, die rein zwischen dem
Diener und seinem Herrn ist. Es ist
weder eine harte noch eine schwierige Arbeit für ihn; es ist nur eine Tat des
Herzens, die Sünde aufzugeben und nicht zu ihr zurückzukehren. Wenn man sich dem enthält, was Allah
verbietet, erntet man Wohlergehen und Seelenfrieden.[292]
Du
brauchst nicht durch einen Menschen zu bereuen, der dein Geheimnis offenbaren
und deine Schwäche preisgeben wird. Es
ist nur eine Kommunikation zwischen dir und deinem Herrn; du ersuchst Seine
Vergebung und Rechtleitung und Er vergibt dir.
Es gibt im Islam nichts wie die Erbsünde oder so etwas wie einen Erlöser
der Menschheit. Der Islam ist, wie der
österreichische vom Judentum konvertierte Muhammad Asad sagte: „Ich konnte
nirgendwo im Qur´an irgendeine Erwähnung von dem Bedarf des Menschen nach
Erlösung finden. Im Islam gibt es kein
Konzept von der ersten Erbsünde, die zwischen dem Menschen und seinem Schicksal
steht, denn:
„Es gibt für den Menschen nichts, außer worum er
sich selbst bemüht.“[293]
Der
Islam verlangt vom Menschen kein Opfer oder sich selbst zu töten, damit die Tür
der Reue für ihn geöffnet und er von seinen Sünden erlöst wird.“[294]
Allah
sagt (was
der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Dass nicht eine Beladene (Seele) die Last einer
anderen trägt.”[295]
Die Reue hat
großartigen Nutzen und Einfluss, einige davon sind:
1. Sie
lässt den Menschen die Weite von Allahs Geduld und Großmut beim Verbergen
seiner Missetaten erkennen. Wenn Er
gewollt hätte, hätte Er sich beeilt, ihn zu strafen und ihn vor den Menschen zu
demütigen, so dass er nicht mehr in der Lage sein würde, sorglos mit ihnen zu
leben. Aber Allah ehrte ihn durch das
Verbergen seiner Sünden, bedeckte ihn durch Seine Geduld und begabte ihn mit
Kraft, Versorgung und Unterhalt.
2. Sie lässt ihn sein eigenes ´Ich´ kennenlernen,
dass es zum Bösen neigt, und dass welche Sünden, Missetaten oder Versäumnisse
auch immer von ihm kommen, ein Anzeichen auf verbotene Wünsche sind und dass es
sich vor Allah nicht auflösen kann – denn selbst ein Augenzwinkern entgeht Ihm
nicht – denn es ist eine Reinigung und eine Rechtleitung.
3. Allah schreibt die Reue vor, um damit die
größten Gründe für die Freude des Menschen zu erstreben, die darin besteht,
Zuflucht bei Allah zu suchen und Seine Unterstützung zu erflehen; und auch
verschiedene Arten von Bittgebeten zustande zu bringen, in denen wir unsere
Ergebenheit und Hilflosigkeit zum Ausdruck bringen, unsere Liebe zu Allah
zeigen, unsere Furcht vor Ihm und unsere Hoffnung in Ihn; dann bewegt sich die
Seele auf eine bestimmte Weise näher zu ihrem Schöpfer, die ohne Reue und
Flucht zu Allah nicht auftreten würde.
4. Sie lässt Allah seine vergangenen Sünden
vergeben. Allah sagt (was der Bedeutung
nach so übersetzt werden kann):
„Sag zu denen, die ungläubig sind: Wenn
sie aufhören (mit dem Unglauben), wird ihnen vergeben, was bereits vergangen
ist.“[296]
5. Sie lässt unsere schlechten Taten zu Guten
werden. Allah sagt (was der Bedeutung
nach so übersetzt werden kann):
„...Außer demjenigen, der bereut,
glaubt und rechtschaffene Werke tut; jenen wird Allah ihre bösen Taten gegen
gute eintauschen; und Allah ist stets Allvergebend und Barmherzig.“[297]
6. Sie
befähigt uns, unsere Mitmenschen, wenn sie uns Böses zufügen, so zu behandeln,
wie wir es lieben, dass Allah uns behandelt, wenn es um unsere eigenen
Missetaten und Sünden geht; denn die Belohnung entspricht der Art der Tat. Wenn wir also unsere Mitmenschen auf gute
Weise behandeln, werden wir von Allah in ähnlicher Weise behandelt und Allah
wird ungeachtet unserer schlechten Taten und Sünden freundlich mit uns verfahren,
genau wie wir es mit unseren Mitmenschen sind.
7. Es
befähigt uns, zu wissen, dass wir voller Fehler und Mängel sind; dies hält uns
davor zurück, über die Fehler anderer Menschen zu sprechen und wir werden damit
beschäftigt sein, uns selbst zu bessern, anstatt über die Fehler anderer nachzudenken.[298]
Ich
möchte diesen Abschnitt mit der Geschichte eines Mannes beenden, der zum
Propheten gekommen war und sagte: „O Gesandter Allahs! Ich habe keine kleine oder große Sünde
ausgelassen, sondern sie begangen.“
Der
Gesandte Allahs sagte: „Bezeugst du nicht, dass es keinen anderen Gott gibt,
der Anbetung verdient, außer Allah und dass Muhammad der Gesandte Allahs ist?“
Er
stellte ihm diese Frage dreimal und der Mann antwortete jedes Mal mit:
„Ja.“
Dann
sagte er: „Deine Bezeugung hat all das ausgelöscht (was du an Sünden begangen
hast).[299]
Nach
einer anderen Überlieferung kam der Mann zum Propheten und sagte: „Sag mir,
wenn ein Mann alle Sünden begangen hat, aber er hat Allah nichts im
Gottesdienst zur Seite gestellt und doch ließ er keine kleine oder große Sünde
unbegangen, kann seine Reue angenommen werden?“
Der
Prophet fragte den Mann: „Hast du den Islam angenommen?“
Der
Mann antwortete: „Was mich angeht, ich bezeuge, dass es keinen Gott gibt, der
Anbetung verdient, außer Allah, dass Er Einer ist und keinen Teilhaber hat, und
dass du der Gesandte Allahs bist.“
Der
Prophet sagte: „Ja! Verrichte gute Taten
und enthalte dich der Schlechten, damit Allah alle jene schlechten Taten in
Gute für dich verwandeln möge.“
Der Mann sagte: „Auch meinen Verrat und meine
Sünden?!“
Der Prophet sagte: „Ja.“
Der Mann sagte: „Allahu akbar (Allah ist Groß)
und er sagte es weiter, bis er verschwand.“[300]
Der Islam löscht daher alle Sünden, die man auch immer begangen
haben mag aus, und aufrichtige Reue löscht ebenfalls alle Sünden, die man auch
immer begangen haben mag aus, wie authentisch vom Propheten berichtet wird.
DAS ENDE DESSEN, DER NICHT AM ISLAM FESTHÄLT:
Dir wurde in diesem Buch deutlich erklärt, dass der Islam die
Religion Allahs ist, dass er die wahre Religion ist, dass es die ist, die von
allen Propheten und Gesandten gepredigt worden war; Allah hat demjenigen, der
daran glaubt, großen Lohn in dieser Welt und im Jenseits vorbereitet und droht
demjenigen, der nicht daran glaubt, mit schlimmen Qualen.
Da Allah der Schöpfer, der Eigentümer und Ordnungsgeber von allem
in diesem Universum ist, und du, Mensch, bist nur eines Seiner Geschöpfe; Er
hat dich geschaffen und dir alles, das sich in diesem Universum befindet, zur
Verfügung gestellt, Er hat dir Sein Gesetz auferlegt und befiehlt dir, Ihm zu
gehorchen. Wenn du also glaubst, Seinen
Anweisungen gehorchst und dich von allem fernhältst, das Er verboten hat, wirst
du erreichen, was Er dir an ewigwährenden Wonnen im Jenseits versprochen hat
und du wirst in dieser Welt glücklich sein mit dem, was Er dir an Gnaden
gewährt. Du wirst dann so sein, wie die weisesten Männer und wie diejenigen von
ihnen mit den reinsten Seelen; die Propheten, Gesandten, Rechtschaffenen und
die bevorzugten Engel.
Wenn du aber nicht glaubst und deinem Herrn ungehorsam bist, wirst
du im weltlichen Leben ein Verlierer sein und dich Seinem Zorn und Seiner
Strafe in dieser Welt und im Jenseits aussetzen. Du wirst dann wie die schlechteste aller
Kreaturen sein, der es an Intelligenz mangelt und deren Verstand verdorben ist:
die Teufel, korrupten Menschen und falschen Gottheiten und Übertreter, nur um
einige zu nennen.
Lass
mich dir nun einige der Konsequenzen des Unglaubens im Detail nennen:
1. Furcht und fehlende Sicherheit: Allah verspricht vollständige
Sicherheit in dieser Welt und im Jenseits für diejenigen, die an Ihn glauben
und Seinen Gesandten folgen.
Er sagt (was der Bedeutung nach so übersetzt
werden kann):
„Diejenigen, die glauben und ihren Glauben nicht
mit Ungerechtigkeit verdecken, die haben (das Recht auf) Sicherheit, und sie
sind rechtgeleitet.“[301]
Allah ist der Verleiher von Sicherheit, der
Wächter über Seine Geschöpfe, der Eigentümer all dessen, was im Universum
ist. Wenn Er einen Seiner Diener liebt,
dann aufgrund seines Glaubens, Er gewährt ihm Sicherheit, Ruhe und Frieden,
wenn aber einer Seiner Diener nicht an Ihn glaubt, entzieht Er ihm Ruhe und
Frieden von ihm und du wirst eine solche Person nur in Angst um sein Schicksal
im Jenseits bangen sehen, er hat Angst um sich selbst vor Schicksalsschlägen
und Krankheiten und fürchtet um seine Zukunft in dieser Welt. Dies ist der Grund dafür, dass die
Versicherungen das Leben und den Besitz versichern aufgrund der fehlenden
Sicherheit und aufgrund des fehlenden Gottvertrauens.
2. Ein schwieriges Leben: Allah hat den Menschen erschaffen, ihm alles
im Universum zur Verfügung gestellt und jedem Geschöpf seinen Anteil an
Versorgung und Lebensspanne zugeteilt.
Daher siehst du den Vogel aus seinem Nest kommen, nach Versorgung
Ausschau halten und sie dann aufpicken.
Er hüpft von einem Ast des Baumes zum anderen und singt in den schönsten
Tönen. Der Mensch ist ebenfalls eines
dieser Geschöpfe, denen Allah ihre Versorgung und ihre Lebensspanne bestimmt
hat. Wenn er daher an seinen Herrn glaubt
und an Seinem Gesetz festhält, wird Allah ihm Glück und Stabilität geben, und
Er wird seine Angelegenheiten für ihn erleichtern, selbst wenn er nicht mehr
als das Lebensnotwendigste besitzt.
Wenn er allerdings nicht an seinen Herrn glaubt
und sich zu wichtig fühlt, um Ihn anzubeten, wird Er sein Leben beschränken und
ihn Kummer und Elend erleiden lassen, selbst wenn er alle Mittel zu seinem
Komfort und Vergnügen zu seiner Erleichterung hat. Siehst du denn nicht die große Zahl der
Selbstmörder in Ländern, in denen ihren Bürgern alle Mittel des Überflusses
geboten wird? Siehst du denn nicht die
ganzen Arten von Einrichtungsgegenständen und Matten, die für die Vergnügungen
dieses Lebens verwendet werden? Der
Grund für all diese Extravaganz ist die Leere des Herzens vom Glauben, ein
Gefühl des Zwanges und der Härte und ein Versuch, alle diese Sorgen mit allen
möglichen Mitteln verschwinden zu lassen.
Allah sagt die Wahrheit in Seinen Worten (die der Bedeutung nach so
übersetzt werden können):
„Wer sich aber von Meiner Ermahnung abwendet,
der wird ein beengtes Leben fuhren, und Wir werden ihn am Tag der Auferstehung
blind (zu den anderen) versammeln!“[302]
3. Er wird in einem ständigen Kampf gegen seine eigene Seele und
gegen die Welt um sich herum leben.
Dies
ist so, weil seine Seele mit dem islamischen Monotheismus geschaffen
wurde. Allah sagt (was der
Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„(Gemäß) der natürlichen Anlage Allahs, in der
Er die Menschen erschaffen hat.“[303]
Sein
Körper unterwirft sich seinem Herrn und bewegt sich nach Seinem Befehl, aber
der Ungläubige besteht darauf, gegen seine eigene Natur anzukämpfen und lebt
sein Leben willentlich in Rebellion gegen seinen Herrn. Obwohl sich sein Körper dem Willen des Schöpfers
unterwirft, entscheidet sich sein eigener Wille für den Widerstand.
Er
wird sich in einem ständigen Krieg gegen die Welt um ihn herum befinden, in dem
Sinne, dass dieses Universum um ihn herum von der größten Galaxie bis zum
kleinsten Insekt sich auf die Art und Weise bewegt, die Allah ihm
vorgeschrieben hat. Allah sagt (was der
Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Hierauf wandte Er sich dem Himmel zu, während
er noch aus Rauch bestand, und sagte dann zu ihm und zur Erde: ‚Kommt beide
her, freiwillig oder widerwillig.‘ Sie sagten: ‚Wir kommen in Gehorsam.‘“[304]
Das
Universum liebt denjenigen, der sich Allah hingibt und es hasst denjenigen, der
dies ablehnt. Der Ungläubige ist der
Widerspenstige in diesem Universum, denn er macht sich selbst zu einem Gegner
seines Herrn und zu Seinem Bekämpfer; aus diesem Grund ist es angemessen, dass
die Himmel und die Erde und alle anderen Geschöpfe ihn und seinen Unglauben und
Atheismus hassen. Allah sagt (was der
Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Und sie sagen: ‚Der
Allerbarmer hat Sich Kinder genommen.‘ (88) Ihr habt ja eine abscheuliche Sache
begangen. (89) Beinahe brechen davon die Himmel auseinander, und (beinahe)
spaltet sich die Erde, und (beinahe) stürzen die Berge in Trümmern zusammen, (90)
dass sie dem Allerbarmer Kinder zuschreiben. (91) Es ziemt dem Allerbarmer
nicht, Sich Kinder zu nehmen. (92) Niemand in den Himmeln und auf der Erde wird
zum Allerbarmer anders denn als Diener kommen (können).“[305]
Er sagt über Pharao und seine Heerscharen (was der
Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Weder Himmel noch Erde
weinte über sie, und ihnen wurde kein Aufschub gewährt.“[306]
4. Ein Leben der Unwissenheit führen:Denn
Unglaube ist Unwissenheit, genauer gesagt, ist er die größte Ignoranz; denn der
Ungläubige ist ignorant in Bezug auf seinen Herrn. Er sieht, dass dieses Universum auf die
wunderbarste Weise von einem Herrn erschaffen wurde, er sieht in sich selbst
die Großartigkeit von Allahs Tat und doch ignoriert er den Schöpfer dieses
Universums und den Erbauer seiner selbst; ist dies nicht die größte Ignoranz?
5. Ein Leben desjenigen zu führen, der sich gegen
sich selbst vergeht und gegen alles, das ihn umgibt: Dies, weil er sich selbst
für andere Zwecke als zu dem, wofür er geschaffen wurde, einsetzt. Er betet
nicht seinen Herrn an sondern andere.
Ungerechtigkeit ist, wenn man etwas an eine Stelle setzt, wo es nicht
hingehört; und welche Form der Ungerechtigkeit ist schlimmer als die anzubeten,
denen es nicht zusteht. Luqman sagte zu
seinem Sohn, als er ihm die Hässlichkeit der Mehrgötterei erläuterte (was der
Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Und (gedenke,) als Luqman
zu seinem Sohn sagte, indem er ihn ermahnte: ‚O mein lieber Sohn, geselle Allah
nicht(s) bei, denn Götzendienst ist fürwahr ein gewaltiges Unrecht.‘“[307]
Es ist ebenfalls eine
Ungerechtigkeit den anderen Menschen und Geschöpfen seiner Umgebung gegenüber;
denn er erkennt Sein Recht auf Anbetung nicht an, das Ihm zusteht. Am Tag der
Wiedererweckung wird jeder Mensch oder jedes Tier, dem er Unrecht getan hatte,
vor ihm stehen und Allah um Vergeltung dafür bitten.
6. Er setzt sich selbst dem Zorn Allahs aus: Er
setzt sich Kummer und Leiden aus, als unmittelbare Bestrafung seines
Unglaubens. Allah sagt (was der
Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Glauben denn diejenigen,
die böse Ränke schmieden, sicher davor zu sein, dass Allah mit ihnen die Erde
versinken lässt oder (dass) die Strafe über sie kommt, von wo sie nicht merken,
(45) oder dass Er sie in ihrem Umherziehen ergreift, ohne dass sie sich (Ihm)
entziehen können, (46) oder dass Er sie in Verängstigung ergreift? Euer Herr
ist wahrlich Gnädig und Barmherzig.“[308]
Er sagt ebenfalls (was der
Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Wenn es auch einen Qur'an
gäbe, mit dem die Berge versetzt oder die Erde in Stücke gerissen oder zu den
Toten gesprochen werden könnte ... (würden sie doch nicht glauben). Nein!
Vielmehr steht die Angelegenheit ganz bei Allah. Wissen denn nicht diejenigen,
die glauben, dass wenn Allah wollte, Er die Menschen wahrlich alle rechtleiten
würde? Diejenigen, die ungläubig sind, wird immer wieder ein Verhängnis treffen
für das, was sie gemacht haben, oder es wird in der Nähe ihrer Wohnstätten
geschehen, bis Allahs Versprechen eintrifft. Gewiss, Allah bricht nicht, was Er
versprochen hat.“[309]
Er sagt in einem anderen
Vers (was
der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Oder glauben die Bewohner
der Städte, sicher davor zu sein, dass Unsere Gewalt am hellen Morgen über sie
kommt, während sie spielen?“[310]
Dies ist das Schicksal
eines jeden Menschen, der sich vom Gedenken Allahs abwendet. Allah berichtet uns von den Strafen der
vergangenen Nationen, die ungläubig gewesen waren (was der
Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Einen jeden ergriffen Wir für
seine Sünde; so sandten Wir gegen einige von ihnen einen Sturm von Steinchen,
andere ergriff der Schrei, mit anderen ließen Wir die Erde versinken, andere
ließen Wir ertrinken. Und nimmer ist es Allah, der ihnen Unrecht getan hat,
sondern sie selbst haben sich Unrecht zugefügt.“[311]
7. Fehlschläge und Verluste werden sein Los sein:
Weil er falsch liegt, verliert er das allergrößte, was Allah ihm gegeben hat –
Freude des Herzens und der Seele, die durch das Kennen Allahs, die
Kommunikation mit Ihm und das Fühlen der Ruhe mit Ihm entstehen. Er verliert ebenfalls die Welt, denn er lebt
dort ein verfluchtes und konfuses Leben und er verliert seine eigene Seele, für
die er den Reichtum dieser Welt anhäuft; denn er verwendet sie für einen
anderen Zweck, als den, wofür sie geschaffen war. Er erreicht damit nicht die Freude dieser
Welt, denn er lässt sie im Elend leben und verursacht, dass sie im Elend stirbt
und sie wird unter den Elenden auferweckt werden. Allah sagt (was der Bedeutung nach so
übersetzt werden kann):
„Wessen Waagschalen aber leicht
sein werden, das sind diejenigen, die ihre Seelen verloren haben dafür, dass
sie an Unseren Zeichen unrecht zu handeln pflegten.“[312]
Er wird auch seine Familie
verlieren, denn er lebte mit ihnen, ohne an Allah zu glauben und sie werden wie
er in Elend und Schwierigkeiten leben und ihr Schicksal wird das Feuer
sein.
Allah sagt (was der
Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Die (wahren) Verlierer
sind diejenigen, die am Tag der Auferstehung sich selbst und ihre Angehörigen
verlieren.”[313]
Am Tag der Wiedererweckung
werden sie zum Feuer geführt, und schlimm ist es als Aufenthalt. Allah sagt (was der Bedeutung nach so
übersetzt werden kann):
„(Zu den Engeln des
Gerichts wird gesagt:) Versammelt (nun) diejenigen, die Unrecht getan haben,
ihre Gattinnen und das, dem sie dienten (22) anstatt Allahs. Dann leitet sie
zum Weg des Höllenbrandes.“[314]
8. Er wird als Ungläubiger leben und als Leugner
der Gunst Seines Herrn: Denn Allah hat ihn aus dem Nichts erschaffen und mit
Seinen Gaben überschüttet, wie kann er dann andere als Ihn anbeten, sich
befreunden und dankbar sein? Welcher
Undank ist größer und schlimmer als das?
9. Er wird wirkliches und sinnvolles Leben
leugnen: Dies ist so, weil der Mensch, der wahres Leben verdient, derjenige
ist, der an Seinen Herrn glaubt, sein Ziel kennt, sein Schicksal erkennt und
der Wiedererweckung sicher ist. Deshalb
gibt er jedem sein ihm zustehendes Recht.
Er unterdrückt nicht die Wahrheit, noch schädigt er irgendein
Geschöpf. Dann führt er das Leben der
glücklichen Menschen und erreicht in dieser Welt gutes Leben und im
Jenseits. Allah sagt (was der
Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Wer rechtschaffen handelt,
sei es Mann oder Frau, und dabei gläubig ist, den werden Wir ganz gewiss ein
gutes Leben leben lassen.“[315]
Und
im Jenseits wird sein Lohn sein (was der Bedeutung nach so übersetzt
werden kann):
„Gute Wohnstätten in den Gärten Edens, dies ist
der gewaltige Gewinn.”[316]
Aber
wer in dieser Welt lebt wie Tiere, der kennt weder Seinen Herrn, noch sein Ziel
oder sein Schicksal. Sein einziger
Lebenszweck besteht darin, zu essen, zu trinken und zu schlafen. Was ist denn der Unterschied zwischen ihm und
anderen Tieren? Er befindet sich sogar
in einem noch größeren Irrtum als Tiere.
Allah sagt (was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Wir haben ja schon viele von den Jinn und den
Menschen für die Hölle erschaffen. Sie haben Herzen, mit denen sie nicht
verstehen; sie haben Augen, mit denen sie nicht sehen; und sie haben Ohren, mit
denen sie nicht hören. Jene sind wie das Vieh. Aber nein! Sie irren noch weiter
ab. Jene sind (überhaupt) die Unachtsamen.“[317]
Er
sagt ebenfalls (was
der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Oder meinst du, dass die meisten von ihnen
hören oder begreifen? Sie sind doch nur wie das Vieh. Aber nein! Sie irren noch
weiter vom Weg ab.“[318]
10.
Er wird ewig in der Pein
bleiben: denn der Ungläubige bewegt sich von einer Strafe zur nächsten. Er geht von dieser Welt – nachdem er ihre Qualen und
Leiden gekostet hat – zum Jenseits. Im ersten Stadium des Jenseits kommen die
Engel des Todes zu ihm und vor ihnen kommen die Engel der Folter, die ihm die
Bestrafung geben, die ihm zusteht. Allah
sagt (was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Und wenn du sehen würdest,
wenn die Engel diejenigen abberufen, die ungläubig sind, wobei sie sie ins
Gesicht und auf den Rücken schlagen.“[319]
Dann verlässt ihn seine Seele und wenn er ins Grab gelegt wird,
trifft ihn noch größere Strafe. Allah
sagt über das Volk Pharaos (was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Das (Höllen)feuer, dem sie
morgens und abends vorgeführt werden. Und am Tag, da sich die Stunde erhebt (,
wird es heißen): ‚Laßt die Leute Pharaos in die strengste Strafe eingehen.‘“[320]
Am
Tag der Wiedererweckung, wenn die Geschöpfe wieder erweckt werden und die Taten
offen dargelegt werden und der Ungläubige sieht, dass Allah alle seine Taten
ganz genau in einem Buch notiert hat, über das Allah sagt (was der
Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Und das Buch wird
hingelegt. Dann siehst du die Übeltäter besorgt wegen dessen, was darin steht.
Sie sagen: ‚O wehe uns! Was ist mit diesem Buch? Es lässt nichts aus, weder
klein noch groß, ohne es zu erfassen‘.“[321]
Hier
wird sich der Ungläubige wünschen, Staub zu sein. Allah sagt (was der Bedeutung nach so
übersetzt werden kann):
„…Am Tag, da der Mensch
schauen wird, was seine Hände vorausgeschickt haben, und der Ungläubige sagen
wird: ‚O wäre ich doch Staub!‘“[322]
Wegen des Schreckens dieses Tages wird der Mensch sich wünschen,
er würde alles besitzen, was sich auf Erden befindet, damit er sich damit von
dem Grauen dieses Tages loskaufen könnte (was der Bedeutung nach so übersetzt
werden kann).
„Wenn diejenigen, die Unrecht
tun, alles hätten, was auf der Erde ist, und noch einmal das Gleiche dazu,
würden sie sich sicherlich damit von der bösen Strafe am Tag der Auferstehung
loskaufen. Ihnen wird dann (nämlich) von Allah her klar, womit sie nicht
gerechnet haben.“[323]
Allah
sagt ebenfalls (was
der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Der Übeltäter hätte es
gern, wenn er sich von der Strafe jenes Tages loskaufte mit seinen Söhnen (11)
und seiner Gefährtin und seinem Bruder (12) und seiner Familie, die ihn
aufgenommen hat, (13) und allen, die auf der Erde sind. (Er wünscht,) dies möge
ihn hierauf retten.“[324]
Denn
dieser Aufenthalt ist einer der Vergeltung und nicht einer des
Wunschdenkens. Man muss einen Lohn für
seine Tat bekommen. Wenn sie gut ist, bekommt man eine gute Belohnung und wenn
sie schlecht ist, wird man mit einer Strafe belegt. Und die schlimmste Strafe, die einen
Ungläubige am Tag der Wiedererweckung treffen kann, ist das Feuer, in dem Allah
verschiedene Arten von Vergeltung für seine Insassen bereitet hat, so dass sie
die Pein für ihre Taten schmecken können.
Allah sagt (was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„ Das ist die Hölle, die
die Übeltäter für Lüge erklären. (43) Sie werden zwischen ihr und siedend
heißem Wasser umhergehen.“[325]
Er
teilt uns auch mit, welche Kleidung die Höllenbewohner tragen (was der
Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Für diejenigen nun, die
ungläubig sind, werden Gewänder aus Feuer zugeschnitten; über ihre Köpfe wird
heißes Wasser gegossen. (19) Dadurch wird zum Schmelzen gebracht, was sie in
ihrem Bauch haben, und ebenso die Haut. (20) Und für sie gibt es Keulen aus
Eisen.“[326]
DAS
ENDE:
O
du Mensch! Vorher hast du nicht
existiert. Allah sagt (was der
Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Gedenkt der Mensch denn
nicht, dass Wir ihn zuvor erschaffen haben, da er (noch) nichts war?“[327]
Dann schuf Er dich aus einer Mischung männlicher und weiblicher
Flüssigkeit und ließ dich hören und sehen.
Allah sagt (was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Ist (nicht) über den
Menschen eine Spanne der endlosen Zeit gekommen, in der er nichts Nennenswertes
ist? (1) Wir haben den Menschen ja aus einem Samentropfen, einem Gemisch
erschaffen, (um) ihn zu prüfen. Und so haben Wir ihn hörend und sehend
gemacht.“[328]
Dann
entwickeltest du dich von einem Zustand der Schwäche zu einem der Stärke und du
wirst wieder in einen Zustand der Schwäche zurückkehren. Allah sagt (was der Bedeutung nach so
übersetzt werden kann):
„Allah ist es, der euch
(zuerst) in Schwäche erschafft. Hierauf verleiht Er nach der Schwäche Kraft.
Hierauf verleiht Er nach der Kraft Schwäche und weißes Haar. Er erschafft, was
Er will, und Er ist der Allwissende und Allmächtige.“[329]
Dann
ist der Tod das Ende. Nach allen diesen Phasen bewegst du dich von Schwäche zu
Schwäche; du kannst weder Böses selbst von dir abwenden, noch kannst du dir
selbst Nutzen bringen, außer wenn du die Kraft und die Versorgung nutzt, die
Allah dir gegeben hat. Du bist von Natur
aus arm und bedürftig. Zahlreich sind
die Dinge, die du benötigst, um am Leben zu bleiben, solche, die du nicht
besitzt oder solche, die du manchmal hast und die dir manchmal fehlen. Zahlreich sind auch die Dinge, die dir
nützlich sind und die du gerne haben möchtest, und die du manchmal erreichst
und zu anderen Zeiten nicht erreichst.
Zahlreich sind die Dinge, die dir Schaden zufügen, deine Hoffnung
begraben, deine Anstrengungen vergeuden und dir schwere Prüfungen und Kummer
bereiten und die über dich bringen, was du gerne abwenden würdest; und manchmal
gelingt es dir, etwas abzuwenden und manchmal gelingt es dir nicht.
Angesichts
dessen fühlst du nicht deine Hilflosigkeit und deine Bedürftigkeit Allah
gegenüber? Allah sagt (was der
Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„O ihr Menschen, ihr seid
es, die Allahs bedürftig sind; Allah aber ist der Unbedürftige und
Lobenswürdige.”[330]
Du
bist einem schwachen Virus ausgesetzt, den du mit bloßen Augen nicht sehen
kannst und der dir eine schmerzhafte Krankheit verursacht, die du nicht
vermeiden kannst und dann gehst du zu einem schwachen menschlichen Wesen wie du
es bist, damit er dich behandelt.
Manchmal schlägt die Medizin an und manchmal gelingt es dem Arzt nicht,
dich zu heilen, und er kommt durcheinander.
O
du Mensch! Welch ein schwaches Geschöpf
du doch bist, wenn eine Fliege dir etwas wegschnappt, kannst du es noch nicht
einmal wieder zurückholen! Allah sagt
die Wahrheit, wenn Er sagt (was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„O ihr Menschen, ein
Gleichnis wird (euch) angeführt', so hört darauf. Gewiss, diejenigen, die ihr
anstatt Allahs anruft, werden nicht (einmal) eine Fliege erschaffen (können),
auch wenn sie sich dafür zusammentäten. Und wenn die Fliege ihnen etwas raubte,
könnten sie es ihr nicht entreißen. Schwach ist (hier) derjenige, der ersucht,
und derjenige, der ersucht wird.“[331]
Wenn
du nicht zurückholen kannst, was eine Fliege dir wegschnappt, über welche Dinge
hast du denn dann Kontrolle? Deine
Stirnlocke ist in Allahs Hand, ebenso wie deine Seele. Unser Herz ist zwischen Seinen beiden
Fingern, Er wendet es, wie Er will. Dein
Leben, dein Sterben, dein Glück und dein Elend sind in Seiner Hand. Deine Unternehmungen und Aussagen geschehen
mit der Erlaubnis Allahs und Seinem Willen.
Du kannst dich nicht bewegen, außer durch Seinen Willen und kannst keine
Tat verrichten, außer durch Seinen Willen.
Wenn Er dich dir selbst überlässt, überlässt Er dich deiner Schwäche,
Sorglosigkeit, Sünde und Verbrechen; und wenn Er dich anderen überlässt,
überlässt Er dich dem, der dir weder Nutzen noch Schaden, Tod, Leben oder
Wiedererweckung bringen kann. Du kannst
Allah nicht einmal für ein Augenzwinkern entgehen. Du brauchst Ihn vielmehr solange du lebst. Du ziehst Seinen Zorn mit Sünden und
Unglauben auf dich, obwohl du Ihn in jedem Aspekt deines Lebens ernsthaft
benötigst. Du vergisst Ihn trotzdem.
Deine Rückkehr ist zu Ihm und vor Ihm wirst du dann stehen.[332]
O
du Mensch! Als Ergebnis deiner Schwäche und deiner Unfähigkeit wirst du die
Konsequenzen deiner Sünden tragen.
„Allah will es euch leicht machen,
denn der Mensch ist (ja) schwach erschaffen.“[333]
Er
schickte Gesandte, offenbarte Bücher, ordnete Gesetze an, errichtete den
Geraden Weg vor dir und machte Zeichen, Beweise und Begründungen und Er machte
jedes Ding zu einem Zeichen Seiner Einzigkeit, Seiner Herrschaft und Seines
Alleinigen Anrechts auf Anbetung. Aber
trotz alledem wehrst du Wahrheit mit Falschheit ab, nimmst Satan zum Freund
neben Allah und streitest mit Falschheit.
„Der Mensch ist von allen
Wesen am streitsüchtigsten.“[334]
Allahs
Gunst, in der du dich bewegst und die du genießt, hat dich deinen Anfang und
dein Ende vergessen lassen! Erinnerst du
dich denn nicht, dass du aus einer Mischung von Flüssigkeiten geschaffen
wurdest, dass deine Rückkehr zu einem Grab führen wird und dass deine letzte
Bestimmung nach der Wiedererweckung entweder das Paradies oder das Feuer sein
wird? Allah sagt (was der
Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Sieht denn der Mensch
nicht, dass Wir ihn aus einem Samentropfen erschaffen haben, und doch ist er sogleich
ein deutlicher Widersacher. (77) Er führt Uns ein Beispiel an und vergißt seine
(eigene) Erschaffung. Er sagt: ‚Wer macht die Knochen wieder lebendig, wenn sie
zerfallen sind?‘ (78) Sag: Wieder lebendig macht sie Derjenige, Der sie das
erste Mal hat entstehen lassen. Und Er weiß über jede Schöpfung Bescheid.“[335]
Er
sagt ebenfalls (was
der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„O Mensch, was hat dich
hinsichtlich deines edelmütigen Herrn getäuscht, (6) Der dich erschaffen und
da(bei) zurechtgeformt und wohlgebildet gemacht hat. (7) und dich, in welcher
Gestalt Er wollte, zusammengefügt hat?“[336]
O
du Mensch! Warum lehnst du für dich
selbst die Freude, vor deinem Herren zu stehen, ab, mit Ihm zu kommunizieren,
damit Er dich in deiner Armut bereichert, dich von deiner Unpässlichkeit heilt,
deine Sorgen erleichtert, deine Sünden vergibt, das Unrecht von dir nimmt, dir
hilft, wenn dir Unrecht getan wird? Der dich leitet, wenn du verwirrt bist oder
in die Irre gegangen bist, damit Er dir Wissen gibt, wenn du unwissend bist,
dir Sicherheit gewährt, wenn du dich fürchtest, dir Gnade erweist, wenn du
schwach bist, deine Feinde fernhält und dir deinen Lebensunterhalt zur
Verfügung stellt.[337]
O du Mensch! Der größte
Segen, den Allah dem Menschen nach dem Segen der Religion gegeben hat, ist der
Segen der Intelligenz, so dass er damit zwischen dem, was ihm nutzt und dem,
was ihm schadet, unterscheiden, die Befehle und die Verbote Allahs verstehen
kann und um dadurch das größte Ziel kennenzulernen, das darin besteht, Allah
Allein anzubeten, Der keinen Partner hat. Allah sagt (was der
Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Was ihr an Gunst erfahrt,
ist von Allah. Wenn euch hierauf ein Unheil widerfährt, so fleht ihr Ihn laut
um Hilfe an. (53) Doch wenn Er hierauf das Unheil von euch hinweggenommen hat,
ist da gleich eine Gruppe von euch dabei, ihrem Herrn (andere) beizugesellen.“[338]
O du Mensch! Die weise
Person liebt erhabene Angelegenheiten und verabscheut Niedrige. Er liebt es, alles Rechtschaffene und
Edelmütige von den Propheten und frommen Menschen anzunehmen und sehnt sich
danach, mit ihnen zu sein, auch wenn er ihren Status nicht erreichen kann. Der einzige Weg dahin ist das, wozu Allah uns
anleitet, wenn Er sagt (was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Sag: Wenn ihr Allah liebt,
dann folgt mir. So liebt euch Allah und vergibt euch eure Sünden.“[339]
Wenn der Mensch dies tun kann, wird Allah ihn den Rang der
Propheten, der Gesandten, der Märtyrer und der rechtschaffenen Menschen teilen
lassen. Allah sagt (was der
Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Wer Allah und dem
Gesandten gehorcht, die werden mit denjenigen von den Propheten, den
Wahrheitsliebenden, den Märtyrern und den Rechtschaffenen Zusammensein, denen
Allah Gunst erwiesen hat. Welch gute Gefährten jene sind!“[340]
O du Mensch! Ich rate dir,
dich mit dir selbst zurückzuziehen und tief über die Wahrheit nachzudenken, die
zu dir gekommen ist, über die Tatsachen und Beweise nachzusinnen; du wirst
herausfinden, dass es die Wahrheit ist, der man eilig folgen sollte, und sei
kein Sklave von Bräuchen und Traditionen.
Du solltest wissen, dass deine eigene Seele dir näher ist, als deine
Freunde, Gefährten und das Erbe deiner Vorväter. Allah hat die Ungläubigen hiermit ermahnt und
rief sie dazu auf. Er sagt (was der
Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Ich ermahne euch nur zu
einem: dass ihr euch zu zweit und einzeln um Allahs willen hinstellt und
hierauf nachdenkt. Euer Gefährte leidet nicht an Besessenheit. Er ist euch nur
ein Warner vor einer (bevorstehenden) strengen Strafe.“[341]
O du Mensch! Wenn du den
Islam annimmst, hast du nichts zu verlieren.
Allah sagt (was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Was würde es ihnen denn
ausmachen, wenn sie an Allah und den Jüngsten Tag glaubten und von dem, womit
Allah sie versorgt hat, ausgäben? Aber Allah weiß über sie wohl Bescheid.“[342]
Ibn
Kathier sagte: „Was hätte es ihnen geschadet, wenn sie an Allah geglaubt
hätten, dem preiswürdigen Weg gefolgt wären, an Allah geglaubt hätten, in der
Hoffnung auf Sein Versprechen auf das Jenseits für denjenigen, der gute Taten
verrichtet und von dem, was Er ihm gegeben hat, in der Weise spendet, die Er
liebt und mit der Er zufrieden ist? Er
kennt ihre guten und ihre bösen Absichten; Er weiß, wer von ihnen Erfolg
verdient von ihnen, so dass Er ihm Erfolg verleihen kann und ihm die
Rechtleitung zeigt und ihm gute Taten ermöglicht, mit denen Er zufrieden
ist. Er weiß auch, wer Entehrung und
Ausschluss von Seiner Göttlichen Zuneigung verdient. Wer von Allahs Tür
ausgeschlossen wird, der hat in dieser Welt und im Jenseits verfehlt und
verloren."[343]
Dein
Islam steht nicht zwischen dir und irgendetwas, das du tun oder haben möchtest
von den Dingen, die Allah dir gestattet hat.
Du wirst eher für jede gute Tat belohnt, mit der du die Zufriedenheit
Allahs erreichen willst, auch wenn es im Interesse deines weltlichen Lebens ist
oder deinen Reichtum oder deinen Anteil oder deinen Ruhm vermehrt. Sogar, wenn du die erlaubten Dinge benutzt
und dich von den Verbotenen fernhältst, wirst dafür belohnt. Der Gesandte Allahs sagte: „Es ist ein
Almosen, wenn ihr euer sexuelles Verlangen befriedigt.“ Die Gefährten sagten: „O Gesandter Allahs! Wird einer von uns sein sexuelles Verlangen
befriedigen und dann dafür noch belohnt?“
Er antwortete: Sagt mir, wenn er es auf nicht erlaubte Weise erfüllen
würde, würde er dann eine Sünde begehen?
Wenn er es also auf erlaubte Weise befriedigt, wird er dafür einen Lohn
erhalten.“[344]
O
du Mensch! Die Gesandten haben durch
Allahs Willen die Wahrheit gebracht und übermittelt, und der Mensch muss das
Gesetz Allahs kennen, um sein Leben mit sicherem Wissen zu leben und damit er
im Jenseits zu den Erfolgreichen gehört.
Allah sagt (was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„O ihr Menschen, der Gesandte ist nunmehr mit
der Wahrheit von eurem Herrn zu euch gekommen, darum glaubt (an ihn), das ist
besser für euch. Wenn ihr aber ungläubig seid, gewiss, so gehört Allah (alles),
was in den Himmeln und was auf der Erde ist. Und Allah ist Allwissend und
Allweise.“[345]
Er
sagt ebenfalls (was
der Bedeutung nach so übersetzt werden kann):
„Sag: O ihr Menschen! Zu euch ist nunmehr die
Wahrheit von eurem Herrn gekommen. Wer sich rechtleiten lässt, der ist nur zu
seinem eigenen Vorteil rechtgeleitet. Und wer irregeht, der geht nur zu seinem
Nachteil irre. Und ich bin nicht euer Sachwalter.“[346]
O
du Mensch! Wenn du den Islam annimmst,
nutzt du damit keinem anderen als dir selbst und wenn du nicht glaubst,
schadest du keinem anderen außer dir selbst.
Allah benötigt Seine Diener nicht.
Die Sünde der Sünder schadet Ihm nicht, und die Taten des Ungehorsams
der Ungehorsamen schaden Ihm ebenso wenig, und die Taten des Gehorsams der
Gehorsamen nutzen Ihm nicht. Keiner ist
Ihm ungehorsam außer mit Seinem Wissen und keiner ist Ihm gehorsam außer mit
Seiner Erlaubnis. Allah sagt in dem, was
uns durch den Propheten berichtet wurde:
„Oh Meine Diener: Mir selbst habe Ich Unrecht verwehrt und auch euch habe
Ich es verwehrt, so tut euch, oh Meine Diener, gegenseitig kein Unrecht. Ihr
seid alle vom rechten Weg abgeraten, außer dem, den Ich recht leite, also
bemüht euch um Meine Rechtleitung, dann leite Ich euch. Oh Meine Diener: Ihr
alle habt Hunger, außer dem, dem Ich etwas zu essen gebe, also erbittet Speise
von Mir, damit Ich euch speise. Oh meine Diener: Ihr seid alle nackt, außer
dem, den ich kleide, also bittet Mich um Kleidung, dann kleide Ich euch. Oh
Meine Diener: Ihr alle begeht Sünden bei Nacht und am Tage und Ich vergebe alle
Sünden, also bittet mich um Vergebung, dann vergebe ich euch. Oh Meine Diener:
Keiner von euch kann Mir Schaden zufügen, somit schadet ihr Mir nie, und keiner
von euch kann Mir Nutzen bringen, so könnt ihr Mir nie von Nutzen sein. Oh
Meine Diener: Wenn die ersten und die letzten unter euch, die Menschen und die
Dschinn von euch, so fromm sein könnten wie der Frömmste unter euch, so würde
nicht einmal dies Meiner Herrschaft etwas hinzufügen können. Oh Meine Diener:
Wenn die ersten und die letzten unter euch, die Menschen und die Dschinn von
euch, so lasterhaft sein könnten wie der Lasterhaftesten unter euch, so würde
nicht einmal dieses Meine Herrschaft vermindern können. Oh Meine Diener: Wenn die ersten und letzten
unter euch, die Menschen und die Dschinn von euch, auf der gleichen Ebene
stehen und Mich bitten würden und Ich dann jedem einzelnen geben würde, worum
er Mich gebeten hat, dann würde dies meinen Besitz nicht einmal um so viel
vermindern, wie Menge des Wassers, die durch das Eintauchen einer Nadelspitze
ins Meer vermindert wird. Oh Meine Diener: Nur eure Taten sind es, die zählen.
Ich rechne sie euch an und dann vergelte ich sie euch. Wer dann Gutes erlangt,
der soll Allah dafür preisen und wer etwas anderes erlangt, soll nur sich
selbst tadeln.“[347]
Alles Lob und Preis gebührt Allah, dem Herrn der Welten. Sein Frieden und Segen mögen auf dem edelsten
aller Propheten und Gesandten sein: unserem Propheten Muhammad, und auch auf
seiner Familie und allen seinen Gefährten insgesamt.
[1] Al-Ahzaab
33:40.
[2] Al-Hijr
15:9.
[3] Jusuf
12:108.
[4] Al-Ahqaaf
46:35.
[5] Aal
'Imraan 3:200.
[6] Aal
'Imraan 3:19.
[7] Al-Ikhlaas
112: 1-4.
[8] Al-A'raaf 7:54.
[9] Ar-Ra’d
13:2, 3, 8, 9.
[10] Ar-Ra’d
13:16.
[11] Fussilat 41:37-39.
[12] Ar-Rum 30:22-23.
[13] Al-Baqarah 2:255.
[14] Ghafir 40:3.
[15] Al-Haschr
59:23.
[16] At-Tur
52:35-36.
[17] Majmuu‘
Fatawa Ibn Taymiyah 1:47-49.
[18] Ar-Ruum
30:30.
[19] Al-Bukhary
und Muslim.
[20] Ahmad
und Muslim.
[21] Majmuu‘
Fatawa 14:380-383.
[22] Al-´Ankabut
29:61-63.
[23] Az-Zukhruf
43:9.
[24] Ar-Rum
30:33.
[25] Junus
10:22-23.
[26] Luqman 31:32.
[27] Al-Mu‘minuun
23:91.
[28] Saba’
34:22-23.
[29] Siehe
Qurratu ‘uyuunil-muwahhidien S.100.
[30] Al-Anbiyaa
21:22.
[31] Al-Anbiyaa
21:25.
[32] Hud
11:26.
[33] Al-Anbiyaa
21:108.
[34] Az-Zumar
39:29.
[35] Fussilat
41:9-12.
[36] Al-Anbiyaa
21:30-32.
[37] Al-Jathiyah
45:13.
[38] Ibrahim
14:32-34.
[39] Ar-Ruum 30:22-25.
[40] Al-Ankabut 29:64.
[41] Ar-Ruum 30:27.
[42] Ghaafir 40:57.
[43] Ar-Ra’d 13:2.
[44] Al-Jumu‘ah 62:1.
[45] Al-Hajj
22:18.
[46] An-Nur
24:41.
[47] Al-A´raf
7:11-25.
[48] Al-Mu´minun
23:14.
[49] Ibrahim
14:32-34.
[50] Al-Israa
17:70.
[51] An-Nisaa
4:7.
[52] Al-Baqara
2:228.
[53] At-Tauba
9:71.
[54] Al-Israa
17:23-24.
[55] Aal-Imraan
3:195.
[56] An-Nahl
16:97.
[57] An-Nisaa
4:124.
[58] Prediger
7:25-26. Es ist bekannt, dass das Alte Testament sowohl von Christen als auch
von Juden geheiligt und daran geglaubt wird.
[59] Silsilatu
muqaaranatil adyaan – Dr. Ahmad Shalaby 3/210-213.
[60] At-Tauba
9:71.
[61] Al-Baqara
2:228.
[62] Al-Israa 17:23-24.
[63] Ad-Darijat 51:56.
[64] siehe
Miftaah daaris-Sa‘aadah 1 / 6-11.
[65] siehe
At-Tadmuriyyah von Schaikh-ul-Islaam Ibn Taymiyyah S. 213-214; und Miftaahu
daaris-Sa‘aadah 2 / 383.
[66] Siehe
Ad-Dien von Muhammad Abdullah Daraaz S. 87.
[67] Ibid.
88.
[68] Al-Fawaaid
18,19.
[69] Ad-dien
S. 98, 102.
[70] An-Nisa 4:163.
[71] Al-Anbiya 21:25.
[72] Al-A‘raf 7:73.
[73] Al-Anbija
21:25.
[74] Al-An‘am
6:151.
[75] Az-Zukhruf
43:45.
[76] An-Nisa
4:82.
[77] Al-A‘raf
7:154.
[78] Maryam
19:21.
[79] Hud
11:63.
[80] Al-Isra
17:82.
[81] Al-Maidah
5:44.
[82] Al-Maidah
5:46.
[83] At-Taubah
9:33.
[84] Ta Ha 20:1-2.
[85] Ar-Ruum 30:30.
[86] Al-Ahqaf 46:30.
[87] Ta
Ha 20:1-2.
[88] An-Nisa
4:29.
[89] Al-Hujurat
49:13.
[90] Al-Hidschr
15:9.
[91] Al-A‘la
87:1-3.
[92] Ta
Ha 20:50.
[93] Asch-Schura
26:78, Siehe: Al-Jawaab As-Sahieh 4, S. 97
[94] Siehe
Majmuu’ Fataawaa Schaikhul Islaam 4 S. 210-211.
[95] zur
weiteren Information siehe: “Ifhaam al-Yahuud” von Samuel bin Yahya
Al-Maghrabi. Er war ein Jude, der zum Islam konvertiert ist.
[96] Siehe
Jewish Encyclopedia Vol. XLL. S. 568-569.
[97] Das
Wort ‘Talmud’ bedeutet: ‘Jüdisches Buch religiöser und moralischer
Lehren’. Es ist eine Zusammenstellung von Fußnoten und Kommentaren ihres Buches
‘Mishna’, was ´das Gesetz´ bedeutet, gemäß jüdischer Gelehrter
unterschiedlicher Generationen
[98]Zur Information lies: “Al-Yahuud alaa Hasab al-Talmud” von Dr.
Rohlange und seine Übersetzung aus dem Französischen ins Arabisch in “Al-kanzul
marsuud fie qawaaidit-talmuud’’von Yuusuf
Hanna Nasrullaah.
[99]für weitere Details lies:
“Al-jawaab as-Sahieh liman baddala dienal-masieh” von Schaikh-ul Islaam Ibn
Taymiyyah; “Izhaar al-Haqq” von Rahmatullaah Al-Hindie und “Tuhfatul-Arieb fie
radd ‘alaa ubbaad As-Salieb”, von Abdullah At-Turjumaan, ein Konvertierter, der
zuvor Christ gewesen ist.
[100] Siehe
"The Struggle between Religion and Science", (S.40-41) von dem
bekannten europäischen Autor Draper.
[101] Siehe
New Catholic Encyclopaedia, The Holy trinity Bd. 14 S. 295.
[102] Rev.
James Houston Baxter, “History of Christianity in the Light of Modern Knowledge”,
Glasgow 1929 S. 407.
[103] Lies
das Buch: “Iran during the reign of Sasanids” von dem Professor für östliche
Sprachen an der Copenhagen University, Dänemark, und ein Spezialist in der
Geschichte des Iran. Siehe auch “History
of Iran” von dem Magier Shaeen Makareus.
[104] “Iran
during the reign of Sasanids” S. 155.
[105] „Iran
during the reign of Sasanids“ S. 183-233.
[106] Siehe “The Ancient India” von
Aishura Toba, einem Professor der Hinduistischen Zivilisation an der
Universität von Haydrabad; und „The Discovery of India” von Jawahar lal Nehru,
dem früheren indischen Premierminister S. 201-202.
[107] Siehe
“Ancient India” von R. Dit, 3/287; und "The Prevailing Hinduism", von
L.S.S.O. Malley S. 6-7.
[108] C.V.
Vidya: History of Medieval Hindu. Bd. I (Poone 1921).
[109] Siehe
“As-Sieratun-nabawiyyah” von Abil Hasan An-Nadwi S. 19-28.
[110] Taa
Haa 20:124.
[111] Al-An‘aam
6:82.
[112] Hud
11:108.
[113] Asch-Schura
42:51.
[114] Al-Hadsch
22:75.
[115] Al-An‘am
6:8-9.
[116] Al-Furqan
25:20-21.
[117] An-Nahl
16:43.
[118] Ibrahim
14:4.
[119] Siehe:
Lawaami’ul anwaar al bahiyyah Vol. 2 S. 265 und “Al-Islaam” von Ahmad Shalabie
S. 114.
[120] Hud
11:62.
[121] Hud
11:87.
[122] Al-Qalam
68:4.
[123] Al-An‘aam
6:124.
[124] Aal
‘Imran 3:33.
[125] Az-Zumar
39:30.
[126] Ar-Ra‘d
13:38.
[127] Al-Anfal
8:30.
[128] Al-Hadsch
22:40.
[129] Al-Mudschadala 58:21.
[130] Al-A‘raf 7:158.
[131] Siehe: Majmuu‘ Fataawa Ibn Taymiyyah Bd. 4 S.
212-213.
[132] Al-An‘aam
6:50.
[133] Asch-Schu‘araa
26:109, 127, 145, 164, 180.
[134] Saad 38:86.
[135] An-Nahl 16:36.
[136] A‘laam
An-Nubuwwa von ‘Ali bin Muhammad Al-Mawardie S. 33.
[137] das ist Ahmad bin Abdul-Haliem,
normalerweise bekannt als Ibn Taymiyya.
Er wurde im Jahr 661 nach der Hijrah geboren und im Jahr 728
verstorben. Er war einer der größten
Islamischen Gelehrten und der Verfasser zahlreicher wertvoller Bücher.
[138] Qaa‘idah
fi wujubil I‘tisaam bir-risaalah von Ibn Taymiyyah, Siehe: Al-Fataawaa 19
S.99-102.
[139] Al-Jawaabus-Sahieh
Bd. 4 S. 96.
[140] Siehe:
Al-Fawaaid von Ibn al-Qayyim S. 6-7.
[141] Al-Ahqaf
46:33.
[142] Ya
Sin 36:81.
[143] Ar-Ruum
30:27.
[144] Ya
Sin 36:78-79.
[145] Al-Waqi‘a
56:58-59.
[146] Al-Waqi‘a
56:63-64.
[147] Al-Hajj
22:5.
[148] Sad
38:27.
[149] Adh-Dhariyaah
51:56.
[150] Saad
38:28.
[151] Yunus
10:4. Alles, das zuvor erwähnte wurde,
siehe: Al-Fawaaid by Ibn al-Qayyim S. 6, 9; und At-Tafseer Al-Kabeer von
Ar-Raazee Bd. 2, S. 113-116.)
[152] Ad-Da’awah
Magazine No. 1722, 19-9-1420 S. 37.
[153] Diese
allgemeinen Grundlagen werden in Sura al-Baqarah 2:285, 286, in Sura al-An´am
6:151, 153, in Sura al-Araf 7:33, Sura al-Isra 17:23, 37 genannt.
[154] Muhammad
bin Abi Bakr bin Ayyub Az-Zar´ie wurde 691 nach der Hijra geboren und starb
751; er war einer der großen islamischen Gelehrten und der Verfasser
zahlreicher großartiger Bücher.
[155] Al-Mu’minun
23:71.
[156] Miftaahu
daaris-sa‘aadah Bd. 2, S. 383. Siehe auch: Al-Jawaabus-sahieh liman baddala
dinan Masih Bd. 4 S. 322; Lawaami‘ul-anwaar von As-Safaarienie Bd. 2, S. 263.
[157] Al-
Mu’minun 23:51-52.
[158] Asch-Schura
42:13
[159] Majmuu‘
Fataawaa Ibn Taymiyya, Bd. 2, S.6.
[160] Al-Mai‘dah
5:44.
[161] Al-Mai´dah
5:46.
[162] Al-Mai´dah
5:48.
[163] Al-Baqarah
2:285.
[164] Detaillierter
findest du dies in:Ar-Raheequl-Makhtoom von Mubaarakpuri.
[165] Al
Qasas 28:57.
[166] Siehe
auch den Abschnitt über den Qur´an in diesem Buch
[167] Majmoo‘ al-Fataawaa Bd. 4 S.
201, 211; und Ifhaamul yahood von Samaw’al Al-Magribi S. 58-59.
[168] Sure
bedeutet wörtlich Grad; islamisch gesehen ist damit ein Abschnitt im Qur´an
gemeint.
[169] Ad-deen
wad-dawla fee ithbaati nubuwwati Muhammad, von ‘Ali bin Rabban At-Tabaranee S.
47. Siehe auch: Al-Islaam von Al-Qurtubee S. 362.
[170] Al-Bukhary, das Buch der Offenbarung.
[171] Ad-Deen
Al-Fitree Al-Abadee von Al-Mubashshir At-Taraazee Al-Husaynee 2 S. 319.
[172] Al-Aqeedah
At-Tahaawiyya S. 156; Lawaami‘ul anwaar, 2 S. 269, 277; und Mabaadi’ul-Islaam
S. 64.
[173] Matthäus
21:42.
[174] Siehe:
“Muhammad in the Torah, Gospel and the Qur’aan” von Ibraheem Khaleel Ahmad, S.
73. Dieser Hadith wird bei Al-Bukhary und Muslim berichtet.
[175] Al-Ahzaab
33:40.
[176] Ahmad
und Muslim.
[177] Al-Insaan
76:3.
[178] Mabaadiul
Islaam 3,4.
[179] Al
'Imran 3:83.
[180] Al
'Imran 3:19.
[181] Al
'Imran 3:20.
[182] Ahmad
und Ibn Hibbaan.
[183] Ahmad.
Siehe: Fadlul Islaam von Imaam Muhammad bin Abdul-Wahhaab S. 8.
[184] Muslim.
[185] Al-Bukhaary
und Muslim.
[186] Junus
10:71-72.
[187] Al-Baqarah
2:131.
[188] Junus
10:84.
[189] Al-Maidah
5:111.
[190] As-Sunnah
wamakaanatuhaa fit-tashree'il Islaami von Mustafa As-Sibaa'ee S. 376.
[191] Al-Maidah
5:48.
[192] An-Nahl
16:89.
[193] Al-An'am
6:157.
[194] Al-Isra
17:9.
[195] Asch-Schu´ara
26:192-194.
[196] Junus
10:38.
[197] Junus
10:16.
[198] Al-'Ankabut
29:48.
[199] Al-A'raf
7:157.
[200] An-Nisa
4:153.
[201] Al-Isra
17:85.
[202] Al-Kahf
18:83.
[203] An-Naml
27:76.
[204] Siehe:Al-Mustashriqoon
wal-mubashshiroon fil-'aalamil 'arabee wal Islaamee, Ibrahim Khalil Ahmad.
[205] “Struggle
in the Cause of Faith”, von Dr. Jeffrey Lang; arabische Übersetzung von Mundhir
Al-‘Absee S.34.
[206] Al-Mulk
67:14.
[207] Al-An'am
6:38.
[208] Al-Furqan
25:53.
[209] An-Nur
24:40.
[210] Al-Mu'minun
23:12-14.
[211] Al-An'am
6:59.
[212] Siehe:
"The Torah, the Bible and the Qur'aan in the light of modern science"
von Maurice Bucaille S. 133-283. Er war ein Konvertierter.
[213] Ahmad
und Abu Dawud.
[214] An-Nahl
16:44.
[215] An-Najm
53:3-5.
[216] Al-Ahqaaf
46:9.
[217] Al-Bukhary.
[218] Al-Ahzab
33:21.
[219] An-Nisa
4:65.
[220] Al-Haschr
59:7.
[221] Mehr
Einzelheiten hierzu siehe: "Kitaabut-Tawheed", "Al-Usuluth-Thalaathah",
"Aadaabul-mashyi ilas-Salaah" von Schaikh Muhammad bin
Abdul-Wahhab. Siehe auch:
"Din-ul-Haqq" (Die Religion der Wahrheit, dt. Übersetzung von M.
Ghembaza) von Abdur-Rahmaan Al-Umar; "Maalaabudda min ma'rifatihi anil
Islaam" von Muhammad bin 'Ali al-Arfaj; "Arkaanul Islaam" von
Abdullah Al-Jaarallaah; "Scharh arkaanil Islaam wal Imaan" von einer
Gruppe von Studenten und nachgesehen von Schaikh Abdullaah Al-Jibrien.
[222] Qurratu
'uyunul muwahhidien, S. 60.
[223] Für
mehr Datails lies: "Kayfiyyatul Salaatin-Nabiyy" von Schaikh bin
Baaz.
[224] Din-ul-Haqq
S. 51-52.
[225] Mehr
darüber findest du in "Risaalataani fiz-zakaati was-siyaam" von
Schaikh Ibn Baz.
[226] Miftaah
daar as-sa'aadah 2, S.384.
[227] Siehe
"Miftaah daar as-sa'aadah" 2, S. 384.
[228] mehr
Einzelheiten findest du in: "Dalielul-Hajj wal mu'tamir" von einer
Gruppe von Studenten und "Explanations in many issues pertaining to Hajj
and Umrah" von Schaikh Ibn Baz.
[229] Siehe:
"Al-uboodiyyah" von Schaikh-ul Islaam Ibn Taymiyyah.
[230] Muslim.
[231] Bukhary
und Muslim.
[232] mehr
hierzu: "Scharh usuul al-iman" von Ibn 'Uthaymien; "Kitaabul
imaan" von Ibn Taymiyyah; "Aqiedatul ahlissunnah waljamaa'ah"
von Ibn 'Uthaymien.
[233] Maryam
19:65.
[234] Al-An‘am
6:59.
[235] Siehe:
“‘Aqiedatul ahlissunnah waljamaa‘ah” S. 7, 11.
[236] Siehe:
‘Aqeedatul ahlissunnah waljamaa‘ah S. 44 und Mabadiul Islaam S. 80, 84.
[237] Al-Anbiya
21:26-28.
[238] Al-Anbiya
21:19-20.
[239] Qaf
50:17-18.
[240] Al-Hadid
57:25
[241] Al-An‘am
6:155.
[242] Al-A‘raf
7:158
[243] Für
all das oben genannte siehe: Al-Aqiedatu-s-sahiehah S. 17; Aqiedatu
ahlis-sunnah waljamaa‘ah S. 22; Mabaadiul Islaam S. 89.
[244] An-Nahl
16:36.
[245] An-Nisa
4:165.
[246] An-Nisa
4:164.
[247] Hud
11:31.
[248] Al-An‘am
6:50.
[249] Al-A‘raf
7:188.
[250] Al
‘Imran 3:19.
[251] Al-Maidah
5:48.
[252] Siehe:
Al-Aqiedatus-sahiehah S. 17; Aqiedatu ahlus-sunnah waljamaa‘ah S. 25.
[253] Al-Baqarah
2:285.
[254] An-Nisa
4:150-151.
[255] Qaf
50:18.
[256] Al-Kahf
18:49.
[257] Fussilat
41:21-22.
[258] Mehr
Beweise für die Wiedererweckung siehe entsprechenden Abschnitt in diesem Buch.
[259] Fussilat
41:39.
[260] Al-Ahqaf
46:33.
[261] Al-Mu'minun
23:115.
[262] Sad
38:27.
[263] Zalzalah
99:7-8.
[264] Al-A'raaf
7:187.
[265] Luqman
31:34.
[266] Al-'Ankabut
29:62.
[267] Al-An'am
6:59.
[268] Ya
sin 36:12.
[269] Al-Hajj
22:70.
[270] Ya
sin 36:82.
[271] Al-Qamar
54:49.
[272] Az-Zumar
39:62.
[273] Al-Hadid
57:22-23.
[274] Siehe:
Al-Aqeedah as-saheehah S. 19; Aqeedah ahlisunnah wal jamaa‘ah S. 39 und Deenul
Haqq S. 18.
[275] Ahmad und at-Tirmidhi.
[276] Jaamiul
‘uloom wal-Hikam S. 128.
[277] Al-Baqarah
2:83.
[278] Al
‘Imran 3:134.
[279] Al-Ma´ida
5:8.
[280] Mehr
Details hierzu findest du in Ad-Durratul mukhtasarah fie mahaasiniddienil
Islamie von Schaikh Abdur-Rahman As-Sa´die; und Mahaasinul Islam von Schaikh
Abdul Aziez As-Salmaan.
[281] Al
‘Imran 3:164.
[282] Al-Ma´ida
5:3.
[283] Siehe:
Miftaahu daaris Sa‘aadah Bd. 1, S. 374-375.
[284] Al-An‘am
6:38.
[285] Siehe:
Al-'I'laam bimaa fee deenin-nasaaraa minal fasaad wal-awhaam von Al-Qurtubee S.
442-445.
[286] Al-Hajj
22:78.
[287] An-Nahl
16:32.
[288] Al-An'am
6:93.
[289] Al-Anfal
8:50.
[290] Ahmad,
At-Tirmidhi und Ibn Maajah.
[291] Al-Mufradaat fee ghareebil Qur'an, S. 76, frei zitiert.
[292] Al-Fawaaid von Ibn Al-Qayyim.
[293] An-Najm
53:39.
[294] Road to Islaam von Muhammad Asad S. 140.
[295] An-Najm
53:38
[296] Al-Anfal
8:38.
[297] Al-Furqan
25:70.
[298] Muftaahu
daaris-sa'aadah, Bd. 1, S. 358-370.
[299] Berichtet von Abu Ya'laa, At-Tabaraani und
Al-Maqdisi.
[300] Ibn Abi 'Aasim, At-Tabaraani und Al-Bazzaar.
[301] An´am
6:82.
[302] Ta
Ha 20:124.
[303] Ruum
30:30.
[304] Fussilat
41:11.
[305] Maryam
19:88-93.
[306] Ad-Dukhaan
44:29.
[307] Luqman
31:13.
[308]An-Nahl 16:45-47.
[309] Ar-Ra'd
13:31.
[310] Al-A'raf
7:98.
[311] Al-Ankabut
29:40.
[312] Al-A'raf
7:9.
[313] Az-Zumar
39:15, Schura 42:45.
[314] As-Saffat
37:22-23.
[315] An-Nahl
16:97.
[316] As-Saff
61:12.
[317] Al-A'raf
7:179.
[318] Al-Furqan
25:44.
[319] Al-Anfal
8:50.
[320] Ghafir
40:46.
[321] Al-Kahf
18:49.
[322] An-Naba
78:40.
[323] Az-Zumar
39:47.
[324] Al-Ma'arij 70:11-14.
[325] Ar-Rahman 55:43-44.
[326] Al-Hajj 22:19-21.
[327] Maryam 19:67.
[328] Al-Insan 77:1-2.
[329] Ar-Rum 30:54.
[330] Fatir 35:15.
[331] Al-Hajj 22:73.
[332] aus: Al-Fawaaid von
Ibn Al-Qayyim.
[333] An-Nisa
4:28.
[334] Al-Kahf
18:54.
[335] Ya
sin 36:77-79.
[336] Al-Infitar 82:6-8.
[337] Miftaah daaris-sa'aadah 1, S. 251.
[338] An-Nahl
16:53-54.
[339] Al
'Imran 3:31.
[340] An-Nisaa
4:69.
[341] Saba
34:46.
[342] An-Nisa
4:39.
[343] Siehe Ibn Kathier 1. 497.
[344] Muslim.
[345] An-Nisa
4:170.
[346] Junus
10:108.
[347] Berichtet von Muslim.

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